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Das Bestechungsvideo von Jack Warner

Während die Untersuchungen im Fifa-Korruptionsskandal laufen, ist ein Video aufgetaucht, das Vertreter des karibischen Fussballs schwer belastet.

Ein der englischen Zeitung «Telegraph» vorliegendes Video soll Ausschnitte aus einer Sitzung des karibischen Fussballverbandes (CFU) vom 11. Mai 2011 zeigen.

Die Stimme, welche Jack Warner zugeschrieben wird, fordert die anwesenden Repräsentanten der Fussballverbände auf, bei der Wahl zum Fifa-Präsidenten vom 1. Juni für Mohamed bin Hammam beziehungsweise gegen Sepp Blatter zu stimmen. Die Stimmen der Länder Nord- und Mittelamerikas galten für die Wahl als entscheidend. Dafür werden den Anwesenden «Geschenke» angeboten: 40'000 US-Dollar oder umgerechnet rund 36'000 Franken. Am Tag vor der aufgezeichneten Sitzung sollen gemäss der Anschuldigung gegen Warner die Vertreter das Geld in Couverts erhalten haben.

Entscheidende Stimmen

Die Fifa untersucht zurzeit die Vorkommnisse und ermittelt gegen sechzehn Offizielle der CFU. Gegen Jack Warner selbst finden zurzeit keine Untersuchungen statt, da er bereits am 20. Juni von seinem Amt zurückgetreten ist. Im Video erklärt er die Details zu den Geschenken, nachdem er sich versichert hat, dass keine Medien anwesend sind. «Ich sagte zu ihm, wenn du Bares bringst, will ich nicht, dass du es irgendjemandem gibst, aber wenn du es tust, dann gib es der CFU.»

Es sollte auf keinen Fall der Anschein entstehen, dass die Geschenke etwas mit der Wahl zu tun hätten. Warner versicherte den CFU-Offiziellen, wie wichtig ihre Stimmen seien, und malte ein Szenario, dass wenn Sepp Blatter gewählt würde, die Fifa – im Hinblick auf Michel Platinis Ambitionen auf die Fifa-Präsidentschaft – «für immer eine französische Provinz» würde. Falls jemand Bedenken hätte, das Gegebene anzunehmen, sagte Jack Warner: «Wenn ihr fromm seid, geht in die Kirche, Freunde, aber Fakt ist, unser Business ist unser Business.»

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