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«Das ist lächerlich»

Spieleraufstand gegen den Trainer, dieser kritisiert die Vereinsführung – und spricht von seinem Nachfolger. Bei Manchester United brodelt es.

Manchester-United-Trainer Louis van Gaal ist mit der Finanzpolitik seines Vereins nicht einverstanden.
Manchester-United-Trainer Louis van Gaal ist mit der Finanzpolitik seines Vereins nicht einverstanden.
Keystone

Nach der durchzogenen Vorsaison von Manchester United ist auch der Start in die aktuelle Spielzeit mit sieben Punkten aus vier Spielen zwar ansprechend, aber für die Ansprüche höchstens knapp genügend. In England Grund genug, den ohnehin wenig beliebten United-Coach Louis van Gaal infrage zu stellen.

Doch der Gegenwind für den Holländer kommt wenige Tage vor dem Klassiker am Samstag gegen Liverpool nicht nur von den Medien, sondern scheinbar von seinem eigenen Team. Wie die «Times» schreibt, soll sich ein Teil der Spieler bei Van Gaal für seine Trainingsmethoden beschwert haben. Diese seien zu «erdrückend» und liessen keinen offensiven Spielraum zu. Dazu seien die Trainings zu unflexibel und zu wenig kreativ. Zwar sind die Namen der Profis nicht bekannt, jedoch soll es sich vorwiegend um Spieler handeln, die noch mit dem ehemaligen Trainer Sir Alex Ferguson zusammenarbeiteten.

«Bezahlen traditionell 10 Millionen zu viel»

Seine eigene Position wenig gestärkt haben dürften zudem Van Gaals jüngste Aussagen zum Rekordtransfer des Franzosen Anthony Martial. «Diese Summe ist lächerlich», sagte der «General» jüngst hinsichtlich der 50 Millionen Euro, plus 30 Millionen Erfolgsbonus, die United für den 19-jährigen Franzosen hingeblättert hat. Als wäre das nicht genug, verpasste der ehemalige «Bondscoach» Ed Woodward, der bei den «Red Devils» für die Verhandlungen zuständig ist, einen weiteren Seitenhieb: «Manchester United bezahlt traditionell 10 Millionen Pfund (rund 15 Millionen Franken, d. Red.) zu viel.»

Als würde der autoritäre Trainer, dessen Töchter ihn «siezen» sollen, sich bewusst sein, auf welch wackligem Stuhl er sitzt, gab er an, Martial nicht für sich verpflichtet haben zu wollen. «Mein Nachfolger wird mehr von Martial haben, als ich es tue», so Van Gaal und ergänzte mit Blick auf seinen Assistenten und United-Legende Ryan Giggs: «Ich denke, dass ich den nächsten Man-United-Coach einarbeite.»

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