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Das Leiden eines grossen Trainers

Bayerns Coach Josep Guardiola musste gegen Real eine bittere Niederlage hinnehmen. Der Katalane hatte zuvor als Trainer in acht Spielen noch nie in Madrid verloren. Bilder dokumentieren, wie sehr ihn das mitnahm .

Gestenreich: Bayerns Trainer Josep Guardiola schaut erzürnt auf den Boden. Reals Coach Carlo Ancelotti beobachtet ihn mit stoischer Ruhe.
Gestenreich: Bayerns Trainer Josep Guardiola schaut erzürnt auf den Boden. Reals Coach Carlo Ancelotti beobachtet ihn mit stoischer Ruhe.
Keystone
Hier gehts lang: Josep Guardiola zeigt die Richtung an.
Hier gehts lang: Josep Guardiola zeigt die Richtung an.
Keystone
Die herrliche Umarmung: Carlo Ancelotti und Josep Guardiola respektieren und schätzen sich.
Die herrliche Umarmung: Carlo Ancelotti und Josep Guardiola respektieren und schätzen sich.
Keystone
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Josep Guardi0la hatte mit dem FC Barcelona innert vier Jahren 14 Titel geholt, darunter zweimal die Champions League gewonnen. Zu seinen grossen Erfolgen gehörte auch, dass er mit Barça im altehrwürdigen Estadio Santiago Bernabéu zu Madrid gegen den Erzrivalen Real zuvor in acht Spielen noch nie verloren hatte. Die erste Niederlage mit den Bayern hat den Katalanen offensichtlich getroffen. Denn er fieberte an der Seitenlinie mit seiner Mannschaft mit, die zwar mehrfach im Ballbesitz war, aber erst nach 84 Minuten zur ersten guten Torchance kam.

Guardiolas Plan ging für einmal nicht auf, seine Mannschaft wurde wie auch beim Tor von Benzema einige Male eiskalt ausgekontert. Perfektionist Guardiola spürte, dass es nicht so lief, wie er sich das eigentlich vorgestellt hatte. Er ruderte und fuchtelte wild mit den Armen, schimpfte, brachte lautstark taktische Retuschen an, holte sich Spieler wie Arjen Robben an die Seitenlinie und redete beschwörend auf sie ein. Und in der Hektik verlor der Mann mit den guten Manieren kurz die Fassung, als er wutentbrannt eine Wasserflasche wegkickte. Die Ratlosigkeit war ihm ins Gesicht geschrieben. Die Fotografen schossen Bilder der Verzweiflung. Sein Gegenüber, Carlo Ancelotti, der ehemalige italienische Nationalspieler, war stets Herr der Lage und beobachtete das Spiel mit stoischer Ruhe.

Beckenbauers Lob für Real

Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer, der als Experte für Sky das Spiel beobachtete, traf mit seiner Analyse den Nagel auf den Kopf: «Real war besser, spritziger. Mit einem gesunden Ronaldo und Bale plus Benzema sind sie auch am Dienstag im Rückspiel sehr gefährlich.Bayern war nicht so dynamisch und druckvoll, wie man es kennt. Da waren die Madrilenen viel gefährlicher. Sie haben das Tempo gewechselt, wie sie wollten. Sie haben ausgezeichnet Fussball gespielt, von der Taktik und vom Tempowechsel. Die Bayern sind einige Male hochkarätig ausgekontert worden.» Seltsam hingegen hörte sich die Analyse von Josep Guardiola an: «Wir haben Charakter bewiesen gegen eine der besten Mannschaften der Welt. Wenn jemand denkt, dass wir nicht alles gemacht haben, täuscht er sich. Aber das Ergebnis ist nicht zufriedenstellend.»

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