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Das nervt am Schweizer Fussball

«Warum gehen Sie nicht mehr ins Stadion?», wollte Redaktion Tamedia wissen. Die Voten sind deutlich.

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«Es gibt keine normalen Supporter mehr»: Im Letzigrund gehören Pyros fast zu jedem Spiel. (Foto: Urs Jaudas)
«Es gibt keine normalen Supporter mehr»: Im Letzigrund gehören Pyros fast zu jedem Spiel. (Foto: Urs Jaudas)

Über 3500 Leserinnen und Leser beteiligten sich an der Umfrage zum Zuschauerschwund im Schweizer Fussball. Und sie nannten für ihr Fernbleiben vor allem drei Gründe: unattraktive Stadien (24,3 Prozent), fehlende Spannung in der Meisterschaft (20,7 Prozent) und zu hohe Eintrittspreise (19,7 Prozent).

Als Paradebeispiel für ein unattraktives Stadion sehen die User den Zürcher Letzigrund, der mit seinen relativ flachen Tribünen und der Leichtathletikbahn so ziemlich das Gegenteil dessen ist, was sich Fussballfans wünschen.

«Früher war ich regelmässig im Hardturm. Aber den Letzi tue ich mir nicht mehr an», erklärt ein Leser. Das liege aber nicht nur an der Architektur der Arena, sondern auch am Publikum: «Es gibt keine normalen Supporter mehr.»

Ein anderer schreibt: «Gehen Sie einmal an einen Match nach München mit 75'000 friedlichen Zuschauern, dann fragen Sie nie mehr. Bei uns muss man froh sein, dass man bei knapp 5000 pöbelnden und Pyros werfenden Lölis nicht angerempelt oder gar verprügelt wird.»

«In den Neunzigerjahren konnte ich als Teenie in Zürich in den Basler Sektor sitzen und wurde in Ruhe gelassen, vielleicht noch belächelt, wenn ich für GC fante. Heute hätte ich sogar Angst, mit meinen Kindern bei einem GC-Match zu den GC-Fans zu sitzen, da es viel zu viele Krawalle gibt», erklärt eine Leserin.

Neben den drei zu Beginn genannten Gründen halten also auch die zu erwartenden Krawalle viele Fans von einem Stadionbesuch ab.

Eine radikale Forderung

Auch ein Votum, das die Anhänger des FC Basel gar nicht freuen dürfte, findet sich in den Leserkommentaren. Der betreffende User bezeichnet den FCB als «Totengräber des Schweizer Fussballs» und fordert: «Er sollte einen zweistelligen Millionenbetrag aus den Europacupeinnahmen in einen Topf für die übrigen Clubs einzahlen müssen. So könnten diese wenigstens finanziell mithalten.»

Ein anderer Leser betont die Wichtigkeit einer spannenden Meisterschaft mittels Vergleich mit der schwedischen Liga. Deren Zuschauerschnitt sei in den letzten zehn Jahren trotz ausbleibender internationaler Erfolge um die Hälfte gestiegen – weil es in dieser Phase sieben verschiedene Meister gegeben habe.

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