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Das schlimme Foul an Favre – und seine juristischen Folgen

HSV-Stürmer Paolo Guerrero verübte gegen Stuttgart eines der übelsten Fouls der jüngeren Bundesliga-Geschichte. In der Schweiz gab es einst einen Fall, der sogar vor Gericht endete. Der damalige Schiedsrichter erinnert sich.

Freitag, den 13. September 1985: Lucien Favre wird nach dem üblen Foul von Chapuisat vom Feld geführt.
Freitag, den 13. September 1985: Lucien Favre wird nach dem üblen Foul von Chapuisat vom Feld geführt.
Keystone
Er zog sich im linken Knie schwere Verletzungen zu und ging lange an Krücken. In einer Talkshow sprachen Opfer Favre und Täter Chapuisat über den Vorfall.
Er zog sich im linken Knie schwere Verletzungen zu und ging lange an Krücken. In einer Talkshow sprachen Opfer Favre und Täter Chapuisat über den Vorfall.
Keystone
Heute wird der erfolgreiche Trainer von Gladbach sogar mit den Bayern in Verbindung gebracht.
Heute wird der erfolgreiche Trainer von Gladbach sogar mit den Bayern in Verbindung gebracht.
Keystone
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Paolo Guerrero, der Stürmer des ehemaligen Basler Meistermachers Thorsten Fink, wurde für sein brutales Foul vom vergangenen Sonntag von hinten an Stuttgarts Torhüter Sven Ulreich für acht Spiele gesperrt. Inzwischen hat sich der Täter bei seinem Opfer entschuldigt. Zudem verzichtet der HSV auf einen Rekurs gegen die acht Spielsperren. «Ich habe seit dem Fall mit dem damaligen Manchester-United-Stürmer Eric Cantona, der einen Fan mit einem Kung-Fu-Tritt traktierte, noch nie ein so schlimmes Foul gesehen», sagte Luzerns Trainer Murat Yakin gegenüber Redaktion Tamedia. Guerrero hätte Ulreich das Bein brechen oder das Knie kaputtschlagen können. An die schlimmste Attacke, die sich je in der Schweiz zugetragen hat, kann sich Murat Yakin begreiflicherweise allerdings nicht erinnern. Sie geschah nämlich vor 27 Jahren im Genfer Stade des Charmilles, als Servette Vevey empfing.

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