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Das Traumtor von Benficas Joker

In den Halbfinal-Hinspielen der Europa League bezwingt Benfica Lissabon Serie-A-Leader Juventus 2:1, der FC Sevilla setzt sich mit 2:0 gegen Valencia durch.

Ein Europa-League-Halbfinal, der immer besser wird: Juves Carlos Tevez (r.) versucht sich abzusetzen.
Ein Europa-League-Halbfinal, der immer besser wird: Juves Carlos Tevez (r.) versucht sich abzusetzen.
Keystone
Es beginnt magistral für Benfica: Ezequiel Garay gelingt in der 2. Minute mittels Kopfball das 1:0 für den Gastgeber. Die Benfica-Fans sind aus dem Häuschen.
Es beginnt magistral für Benfica: Ezequiel Garay gelingt in der 2. Minute mittels Kopfball das 1:0 für den Gastgeber. Die Benfica-Fans sind aus dem Häuschen.
Keystone
Der Schweizer Internationale Stephan Lichtsteiner (r.) spielt im rechten Mittelfeld eine aktive und gute Rolle.
Der Schweizer Internationale Stephan Lichtsteiner (r.) spielt im rechten Mittelfeld eine aktive und gute Rolle.
Keystone
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Juventus missriet in Lissabon der Start und die Schlussphase. Zwischen der 20. und 85. Minute hatte die Squadra von Antonio Conte das Geschehen praktisch ausnahmslos im Griff. Davor hatte aber Benfica durch den Kopfball von Innenverteidiger Ezequiel Garay nach nur 116 Sekunden das 1:0 nach Flanke von Sulejmani erzielt. Und nach 84 Minuten gelang dem eingewechselten Brasilianer Lima, dem Matchwinner beim entscheidenden Spiel zum 33. Meistertitel vom letzten Sonntag gegen Olhanense, das herrliche 2:1 für den Vorjahresfinalisten – nach einem Musterpass von Pérez. Gianluigi Buffon (36), der erfahrene Torhüter von Juventus, war gegen diesen satten Schuss unter die Latte machtlos.

Durch das späte Siegtor hat Benfica ein Jahr nach der verspielten Meisterschaft (Porto), dem verlorenen Europa-League-Final (gegen Chelsea) und dem Cupfinal (gegen Guimarães) weiterhin die Chance, das Triple zu gewinnen. Die Hoffnung von Juventus, den Final vom 14. Mai im eigenen Stadion bestreiten zu dürfen, hielt Carlos Tevez aufrecht. Der Argentinier erzielte nach einem feinen Dribbling im Strafraum unc Vorarbeit von Asamoah nach 73 Minuten das 1:1. Tevez' erstes Europacup-Tor seit dem Champions-League-Viertelfinal von 2009 gegen Porto wurde nicht nur deshalb vom ganzen Juve-Team ausgiebig gefeiert. Der Auswärtstreffer könnte für den designierten italienischen Meister mit dem aktiven und gut spielenden Schweizer Stephan Lichtsteiner Gold und die kürzest mögliche Anreise an einen Europacup-Final wert sein. Und beinahe hätte Claudio Marchisio kurz vor Schluss nach einem Fehler von Benficas Innenverteidigung den Ausgleich erzielt, er scheiterte aber an Schlussmann Artur.

Irregulärer Treffer in Sevilla

Im Duell zwischen den Vertretern der Primera Division hat der FC Sevilla nach dem Hinspiel gegen Valencia die Vorteile auf seiner Seite. Unter der Regie des in Möhlin AG aufgewachsenen Captains Ivan Rakitic sorgte der zu Hause seit 13 Ligaspielen ungeschlagene Uefa-Cup-Sieger der Jahre 2006 und 2007 innert 210 Sekunden für die Differenz. Der Kameruner Stéphane Mbia erzielte aus klarer Offside-Position nach unkonventioneller Ballannahme per Hacke das 1:0 (33.). Keine vier Minuten später schloss der Kolumbier Carlos Bacca seine überragende Laufarbeit mit dem 2:0 ab. Sowohl Sevilla als auch die Gäste hatten in der verrückten Schlussphase genügend Chancen, noch Tore zu erzielen.

EL, Halbfinal-Hinspiele:Benfica Lissabon - Juventus Turin 2:1 (1:0) Estadio da Luz. - 55'779 Zuschauer. - SR Cakir (Tür). - Tore: 2. Garay 1:0. 73. Tevez 1:1. 84. Lima 2:1. Benfica Lissabon: Artur; Maxi Pereira, Luisão, Garay, Siqueira; Markovic, Perez, André Gomes (82. Cavaleiro); Rodrigo, Cardozo (62. Lima), Sulejmani (60. André Almeida). Juventus Turin: Buffon; Caceres, Bonucci, Chiellini; Lichtsteiner, Pogba, Pirlo, Marchisio, Asamoah; Tevez (82. Llorente), Vucinic (65. Giovinco). Bemerkungen: Benfica ohne Fejsa, Gaitan, Salvio und Silvio, Juventus ohne Vidal (alle verletzt). Verwarnungen: 34. André Gomes (Foul/im Rückspiel gesperrt). 45. Pogba (Foul). 71. Artur (Unsportlichkeit). 88. André Almeida (Foul).

FC Sevilla - Valencia 2:0 (2:0) Ramon Sanchez Pizjuan. - 35'000 Zuschauer. - SR Skomina (Sln). - Tore: 33. Mbia 1:0. 36. Bacca 2:0. FC Sevilla: Beto; Figueiras, Pareja, Fazio, Navarro; Carriço, Mbia; Reyes (59. Marin), Rakitic, Vitolo (90. Ibarra); Bacca (73. Gameiro). Valencia: Guaita; João Pereira, Fuego, Mathieu, Bernat (46. Gaya); Feghouli (74. Jonas), Parejo, Keita, Cartabia (57. Piatti); Vargas, Alcacer. Bemerkungen: Sevilla ohne Cristoforo, Scherischew (beide verletzt), Coke (gesperrt), Valencia ohne Diego Alves, Ricardo Costa, Ruiz (alle verletzt), Araujo, Vezo (beide nicht spielberechtigt) und Senderos (nicht im Aufgebot). 88. Kopfball von Vargas an die Latte. Verwarnungen: 71. Marin (Foul). 89. Alcacer (Foul/im Rückspiel gesperrt). 92. Mathieu (Foul).

si/fal

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