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«Dem FCB wurden die Grenzen aufgezeigt»

Ernüchterte Fans, frustrierte Spieler und ein gefasster Trainer: Die Reaktionen zur 1:2-Niederlage der Basler zum Auftakt der Champions League gegen Schachtjor Donezk.

Die Besucher, die auf eine Fortsetzung des Champions-League-Märchens 2002/03 der Marke FC Basel erwartet hatten, schlichen gestern enttäuscht aus dem Stadion. Zu schwach war die Leistung des Heimteams, zu gross das Leistungsgefälle zwischen den Baslern und dem übermächtig erscheinenden Gegner. Dabei galt der ukrainische Meister Schachtjor Donezk zuvor als jene Mannschaft, die noch am ehesten in Reichweite des FCB ist.

Auch die Spieler wollten nach dem Spiel nichts beschönigen, und Trainer Christian Gross stellte nüchtern fest: «Wir haben heute unsere Grenzen aufgezeigt bekommen.» Gross musste anerkennen, dass Schachtjor verdient gewonnen hat: «Die Bemühungen waren in der zweiten Halbzeit da, aber wir machten zu viele technische Fehler. Mit so vielen Ballverlusten konnten wir zu wenig Druck entwickeln. Wir hatten nur die Chance von Mustafi kurz nach der Pause.»

«Wir hatten keinen Stich»

Mittelfeldspieler Benjamin Huggel gab sich nach dem Spiel realistisch: «In der ersten Halbzeit, da müssen wir ehrlich sein, hatten wir keinen Stich. Wir spielten zu wenig und schlugen zu oft lange Bälle. Wir getrauten uns zu wenig, auch zu spielen.»

Nun steht beim FC Basel Ursachenforschung auf dem Programm: «Wir werden das sehr genau anschauen, damit wir beim nächsten Auftritt zu Hause besser sind», kündigte Gross an. Davon, dass man die Ukrainer unterschätzt habe, wollte er nichts wissen: «Wir wussten, dass Schachtjor sehr spielstark ist. Die Brasilianer spielten sehr genau und liessen den Ball gut laufen.»

«Mühe mit dem Rhythmus »

Auch wenn Gross nach der Niederlage keinen «Stab über der Mannschaft brechen» wollte, liess er dennoch durchschimmern, dass nicht alle Spieler dem Druck gewachsen waren. Nur die Mittelfeldspieler Ergic, Huggel und Chipperfield gehörten schon bei den letzten Auftritten in der Königsklasse dem Kader des FC Basel an: «Einige hatten sichtlich Mühe mit dem Rhythmus auf diesem Niveau oder waren nervös.»

Nach der Auftakt-Pleite sind die Karten für ein Weiterkommen schlecht. Dessen ist sich auch Christian Gross bewusst: «Die Niederlage bringt uns unter Zugzwang.»

Trotz des ernüchternden Starts bemühen sich die Basler, aus dem (wenigen) Positiven Kraft zu schöpfen: «Es gab in der zweiten Halbzeit und kurz vor der Pause Phasen, in denen wir eine spielerische Linie hineinbrachten», sagte Huggel: «Und das späte Tor gibt uns etwas Moral.»

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