Zum Hauptinhalt springen

Wengers Abschied und seine Worte für Ferguson

«I will miss you!» Bei seinem letzten Heimspiel in London bedankt sich Arsène Wenger bei den Arsenal-Fans. Die Gunners deklassieren daraufhin Burnley mit 5:0.

Unter dem Motto «Merci Arsène» haben die Arsenal-Fans ihren langjährigen Teammanager Arsène Wenger verabschiedet. Video: Tamedia/SID

Gleich zu Beginn wies Arsène Wenger auf einen alten Kollegen hin. «Bevor ich starte, will ich nur sagen: Ich wünsche meinem Trainer-Kollegen Alex Ferguson, dass er schnell wieder gesund wird.» Der ehemalige Manchester-United-Trainer musste nach einer Hirnblutung notoperiert werden, der Eingriff sei laut dem Ex-Club gut verlaufen. Es ist eine faire Geste von Arsène Wenger. Von dem Mann, dem an diesem Nachmittag eigentlich die Aufmerksamkeit galt.

In London stand die Arsenal-Family Spalier für eine Institution des englischen Klubfussballs: Arsène Wenger zelebrierte im Rahmen einer 5:0-Gala seine Derniere beim Londoner Giganten. Der Franzose bedankte sich bei den Fans für die schöne Zeit beim Verein: «Vielen Dank, dass ich so lange bei euch bleiben durfte. Es war nicht immer einfach. Aber ich bin wie ihr. Ich bin ein Arsenal-Fan. Ich werde euch vermissen!»

Ein Geschenk sei er gewesen, verkündete der Speaker auf dem Feld. «Es gibt nur einen Arsène Wenger», stimmte der Fan-Chorus an und erhob sich zur minutenlangen Standing Ovation für den Langzeit-Coach. Wenger, der französische Monsieur, seit Oktober 1996 im Amt, geht als Ikone.

Letztes Heimspiel nach 605 Auftritten

Zu drei Meister-Titeln und sieben Erfolgen im FA-Cup coachte der 68-Jährige die Gunners. 1994 gewann er den Cupsieger-Cup, zwölf Jahre später führte Wenger Arsenal in den Final der Champions League. Ein Denkmal ist ihm gewiss, ganz Arsenal trug sein Shirt: «Merci Arsène!»

Was seine Equipe in den letzten 90 Heim-Minuten Wengers geboten hatte, passte zum Gesamtbild seiner Ära. Der 606. und letzte Auftritt in der eigenen Arena endete für den abtretenden Boss mit fünften Heimsieg in Folge. Die Supporter applaudierten, vergessen war in jenem Moment der Frust über die statistisch schwächste Kampagne seiner Zeit in London; in Erinnerung bleiben die 20 Top-4-Platzierungen unter Wenger.

Salah ohne Tor

In der sportlich brisanteste Auseinandersetzung der 37. Runde besiegte Chelsea den Champions-League-Finalisten Liverpool 1:0. Für die minimale Differenz im Kampf um den Vorstoss unter die Top 4 sorgte Olivier Giroud. Der Reds-Topskorer Mohamed Salah kam für einmal nicht wie gewünscht zum Zug, im Tagesgeschäft stagniert Jürgen Klopps Auswahl: In vier der letzten fünf Partien büsste der FC Liverpool Punkte ein.

Die offizielle Inthronisierung der City aus Manchester vor eigenem Anhang verlief zumindest im Vorprogramm nicht wunschgemäss. Beim glanzlosen 0:0 gegen das in den Abstiegskampf verwickelte Huddersfield verausgabte sich der neue Champion nicht sonderlich, die Vorfreude auf die Lobeshymnen war wichtiger.

Huddersfield mit guter Ausgangslage

Im 519. Spiel seiner Chef-Trainerlaufbahn musste sich Pep Guardiola erst zum 25. Mal mit einem torlosen Remis begnügen. Spannend ist die Heim-Bilanz der City gegen den krassen Aussenseiter. Seit einer 10:1-Gala im November 1987 hat die Nummer 1 der Premier League im eigenen Stadion gegen die Terriers kein Tor mehr geschossen - allerdings standen sich die Vereine in den letzten drei Dekaden nur viermal gegenüber.

Im Gegensatz zum finanziell gut gehaltenen Kader des chancenlosen Tabellenletzten Stoke City um den Schweizer Topskorer Xherdan Shaqiri sind die Perspektiven von Huddersfield Town nach wie vor günstig. Der Aufsteiger ist drei Punkte von der Trennlinie entfernt klassiert und ihm gelang, was im Etihad-Stadion letztmals Reading beim 2:0 im Februar vor elf Jahren schaffte: das Spiel ohne Gegentor zu überstehen.

Manchester City - Huddersfield 0:0. 54'350 Zuschauer.

Arsenal - Burnley 5:0 (2:0). 59'540 Zuschauer. Tore: 14. Aubameyang 1:0. 45. Lacazette 2:0. 54. Kolasinac 3:0. 64. Iwobi 4:0. 75. Aubameyang 5:0.

Chelsea - Liverpool 1:0 (1:0). 41'314 Zuschauer. Tor: 32. Giroud 1:0.

Rangliste: 1. Manchester City 94. 2. Manchester United 77. 3. Liverpool 72. 4. Tottenham Hotspur 71. 5. Chelsea 69. 6. Arsenal 60. 7. Burnley 54. 8. Everton 49. 9. Leicester City 44. 10. Newcastle United 41. 11. Crystal Palace 41. 12. Bournemouth 41. 13. Watford 41. 14. Brighton & Hove Albion 40. 15. West Ham United 38. 16. Huddersfield Town 36. 17. Southampton 33. 18. Swansea City 33. 19. West Bromwich Albion 31. 20. Stoke City 30.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch