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Der Coup des FC St. Gallen

SRF-Moderator Matthias Hüppi steigt beim FC St. Gallen als Präsident ein – und keiner wusste Bescheid.

... auf den Präsidentensessel beim FC St. Gallen.
... auf den Präsidentensessel beim FC St. Gallen.
Benjamin Manser, Keystone
Hüppi wechselt vom Schweizer Fernsehen SRF zum Ostschweizer Traditionsverein St. Gallen.
Hüppi wechselt vom Schweizer Fernsehen SRF zum Ostschweizer Traditionsverein St. Gallen.
Benjamin Manser, Keystone
Swiss sports moderator Matthias Hueppi, center, and fooball expert and former FC Basel player Benjamin Huggel, right, seen prior to the UEFA Champions League group B matchday 2 soccer match between Switzerland's FC Basel 1893 and Britain's Liverpool FC in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Wednesday, October 1, 2014. (KEYSTONE/
Swiss sports moderator Matthias Hueppi, center, and fooball expert and former FC Basel player Benjamin Huggel, right, seen prior to the UEFA Champions League group B matchday 2 soccer match between Switzerland's FC Basel 1893 and Britain's Liverpool FC in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Wednesday, October 1, 2014. (KEYSTONE/
Peter Klaunzer, Keystone
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Das erste Gerücht hiess: Stefan Hernandez ist weg. Das zweite besagte: Marcel Koller wird Sportchef. Fakt ist: Hernandez ist weg, der frühere Meistertrainer Koller kommt nicht, dafür ist Matthias Hüppi da.

Matthias Hüppi? Ja, der Hüppi, ein Gesicht beim Schweizer Fernsehen, nicht gleich eines wie Bernard Thurnheer, aber Hüppi war unverkennbar verbunden mit Leutschenbach. Er drang mit Bernhard Russi an der Seite bei den Skirennen in die Schweizer Wohnstuben ein. Man konnte ihn mögen oder nicht, aber er war da. Man hörte ihn mit seinem breiten St. Galler Dialekt, obschon er auf dem Mutschellen lebt.

Jetzt ist er weg beim Fernsehen - und auf einmal bezahlter Präsident eines Vereins der Super League. Quasi über Nacht. Ohne dass jemand davon in der Öffentlichkeit etwas vernahm. Er kam aus dem Dunkeln und knipste das Licht an. Das ist bemerkenswert - in einer Branche, die sonst als geschwätzig gilt.

Ob Hüppi ein guter Präsident ist, weiss keiner. Das weiss wohl nicht einmal er selber. Aber was für Hüppi spricht: Man nimmt ihn wahr, Und wenn man das tut, nimmt man auch den Verein wieder wahr. Denn was war der FC St. Gallen schon in den letzten Wochen und Monaten, in denen Stefan Hernandez der Präsident war? Ein Verein, der immer so sehr von seinen Emotionen gelebt hat, war grau geworden, er hatte zwar einen Präsidenten, aber keine wirkliche Führung mehr.

Eine Art, die begeistern kann

Wer immer die Idee mit Hüppi hatte, es ist eine gute Idee, weil Hüppi eine Art hat, die begeistern kann. Er kann für Aufbruchstimmung stehen, er kann ein Gesicht sein, das dieser Verein dringend wieder braucht.

Im Hintergrund hält der Unternehmer Edgar Oehler die Macht als grösster Aktionär des Vereins mit knapp 25 Prozent. Das «St. Galler Tagblatt» hat ihn unlängst gefragt, wieso er sich so stark beim FC St. Gallen engagiere. Und er hat gesagt: Er wolle daran erinnern, dass die Ostschweizer keine «Halbwilde», sondern auch jemand Bedeutendes seien. Hüppi ist das neue Sprachrohr. Eines, das sicher gehört wird.

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