Der FCZ erstmals geschlagen: Ein 1:2 gegen Servette

Die Zürcher haben Chancen zur Führung, doch Sauthier und Nsame schiessen die Genfer zum Sieg. Nächsten Montag kommt es zum Spitzenspiel FCZ - Xamax.

Der FCZ und Rodriguez hatten Mühe gegen aufsässige Genfer. Foto: Keystone

Der FCZ und Rodriguez hatten Mühe gegen aufsässige Genfer. Foto: Keystone

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Die Zahlen, mit denen der FCZ in die Rückrunde der Challenge League ging, sind beeindruckend: 18 Spiele, 15 Siege, 3 Unentschieden, keine Niederlage, 48 Punkte bei einem Torverhältnis von 48:10. Entsprechend gross war die Zuversicht bei den Zürchern vor dem Start. Der Sportliche Leiter Thomas Bickel erklärte: «Der FCZ ist die Attraktion der Liga, er macht wieder Freude.» Und Trainer Uli Forte sagte nach der optimalen Vorbereitung im Trainingslager in Südspanien und fünf Siegen in sechs Vorbereitungsspielen: «Wir sind bereit.»

Immerhin hatte Forte im Vorfeld des Auftakts gegen Servette noch angemerkt, dass er eine schwierige Partie erwarte, weil die Genfer über einige für die Verhältnisse der Challenge League überdurchschnittliche Spieler verfügten. Doch natürlich wusste auch der Trainer: Der FCZ war der Favorit – auch weil er im Herbst seine Spiele gegen Servette ohne Probleme gewonnen hatte, 3:0 im Letzigrund, 4:0 in Genf.

Es kam also der gestrige Abend im Stade de Genève und das erste Wettbewerbsspiel für den FCZ nach einer Pause von 56 Tagen und dem Nebel-Match auf der Winterthurer Schützenwiese. Was sollte dem FCZ schon passieren? Dem FCZ, der Übermannschaft dieser Saison. Die Antwort liess nicht lange auf sich warten. Sehr wohl konnte dem FCZ etwas passieren, denn die erste Möglichkeit hatten die Genfer: Nach einem Freistoss von Delley aus dem Halbfeld verpasste Mfuyi vor Vanins nur knapp den Führungstreffer. Die Zürcher taten sich in der Folge gegen die aufsässigen und kampfstarken Genfer schwer, sie fanden gegen die im Vergleich zur Vorrunde neu mit einer Vierer-Abwehrkette agierenden Gastgeber keine Räume, um sich zu entfalten. Allerdings mangelte es ihrem Spiel auch an Kreativität und Überraschungen. Gleichwohl waren es die Zürcher, die zur grössten Chance vor der Pause kamen. Bei einem Konter spielte Buff Rodriguez frei, der passte im Strafraum quer zu Cavusevic, der den Ball nur noch ins Tor hätte schieben müssen. Der Slowene zögerte aber zu lange, sodass Verteidiger Faug-Porret die Situation noch bereinigen konnte. Es war dies die aufregendste Szene der ersten Halbzeit, die wenig unterhaltsam verlief.

1. Gegentreffer seit November

Der FCZ hatte bis zur Pause nur 47 Prozent Ballbesitz gehabt, und er kam auch nach dem Wechsel nicht richtig ins Spiel. Zwar vergab er durch Rodriguez seine zweite grosse Möglichkeit, er geriet aber nach 65 Minuten in Rückstand: Nach einem Einwurf spielte sich Sauthier mit Vitkieviez durch und traf volley wunderbar über Vanins hinweg in die Torecke. Es war dies der erste Gegentreffer für die Zürcher seit dem 6. November letzten Jahres.

Der FCZ, bei dem Marchesano neben Kukeli auf der Doppel-Sechs wirkte, Schönbächler eine Stunde für den besten Torschützen Winter spielte und Stettler für Voser verteidigte, musste reagieren. Doch es waren die Genfer, die weiter entschlossen nach vorne spielten. Vitkieviez traf die Latte, wenig später verwertete Nsame einen von Vanins an ihm verschuldeten Foulelfmeter, Nef gelang in der 90. Minute an seinem 35. Geburtstag noch der Anschlusstreffer. Zum Schluss hatten die Genfer 2:1 gewonnen, der FCZ aber war zum ersten Mal in dieser Saison geschlagen.

Nun sieht seine Bilanz nicht mehr ganz so beeindruckend aus. Der Vorsprung auf Verfolger Xamax beträgt «nur» noch neun Punkte – und am nächsten Montag kommt es im Letzigrund zum direkten Duell gegen die Neuenburger.

Erstellt: 06.02.2017, 23:11 Uhr

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