Der FCZ krampft, Schönbächler glänzt

Die Zürcher brillieren in Baulmes gegen Le Mont nicht, gewinnen dennoch ohne Probleme. Und ein Wiedergenesener sorgt für das Highlight.

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Die 82. Minute entschädigte für vieles: Marco Schönbächler, zehn Minuten zuvor für Adrian Winter eingewechselt, nimmt den Ball rund 20 Meter vor dem Tor an, hat etwas Platz, weil es in dieser Liga eben etwas Platz gibt, und schlenzt den Ball herrlich in den weiten Winkel.

Es war der 2:0-Schlussstand gegen Le Mont und das unbestrittene Highlight einer Partie, die vor allem die Liebe der FCZ-Fans zu ihrem Verein auf die Probe stellte. Nicht genug, dass sie, immerhin rund 700 Anhänger, am Mittwochabend die weite Reise ins 980-Seelen-Dorf Baulmes auf sich nehmen mussten, es wurde ihnen auch noch höchst magere Challenge-League-Kost geboten. So dauerte es 20 Minuten, bis der wechselwillige Armando Sadiku zur ersten grossen Chance für die Zürcher kam. Bezeichnenderweise scheiterte er gleich zweimal aus bester Position, ebenso bezeichnend war es, dass diese Möglichkeit durch Winter vorbereitet wurde – einen der besten FCZ-Spieler in der Anfangsphase dieser Saison.

Es dauerte jedoch weitere 20 Minuten, bis der grosse Favorit gegen ein höchst bescheidenes Le Mont begann, so etwas wie ein Feuerwerk zu zünden. Zuerst musste der ehemalige FCB-Verteidiger François Marques einen Abschluss von Winter von der Torlinie klären, ­bevor dann Oliver Buff in der 42. Minute die verdiente, aber keineswegs zwingende Führung erzielen konnte. Aber auch Buffs Treffer spiegelte das ­Niveau der Partie: Nach einer eigentlich misslungenen Flanke von Kay Voser legte Bertrand Ndzomo den Ball Buff vor die Füsse, der dann netterweise gleich noch zwei Anläufe bekam, um das Spiel in geordnete Bahnen zu lenken. Dem Gegner fehlte in der Folge schlicht die Qualität, um den FCZ in grosse Schwierigkeiten zu bringen. So brachten die Lausanner in der gesamten Spielzeit gerade mal einen Schuss aufs FCZ-Tor, und auch dieser war in keiner Weise gefährlich.

Vor dem Spiel hatte Trainer Uli Forte von einem Charaktertest für seine Spieler gesprochen, war es doch der erste Auftritt in der Fussballprovinz. Und sein Team hat mit dieser Leistung gerade so erfüllt, mehr aber nicht.

Bewegter waren die Stunden vor der Partie: Der Verein gab den Verkauf von Stürmer Franck Etoundi bekannt – der 25-Jährige wird bei Kasimpasa Istanbul Nachfolger des zu Galatasaray transferierten Schweizer Nationalspielers Eren Derdiyok. Dazu unterschrieb der 20-jährige Aussenverteidiger Nicolas Stettler von der U-21 seinen ersten Profivertrag. (fas)

Erstellt: 10.08.2016, 22:56 Uhr

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