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Der FCZ spielt auch gegen einen Komplex

Der FC Zürich braucht gegen Mönchengladbach einen Sieg zum Weiterkommen in der Europa League. Doch die Zürcher haben einen regelrechten Bundesliga-Komplex.

ak
Hoffentlich macht er heute kein langes gesicht: FCZ-Keeper David da Costa ist gegen Gladbach besonders gefordert.
Hoffentlich macht er heute kein langes gesicht: FCZ-Keeper David da Costa ist gegen Gladbach besonders gefordert.
Keystone

14-mal trat der FC Zürich bislang im Europacup gegen deutsche Mannschaften an. Und nur zweimal gab es einen Sieg. In den Viertelfinals des Landesmeister-Wettbewerbs 1976/77 gegen Dynamo Dresden (2:1/2:3) und in der 1. Runde des Uefa-Cups 1981/82 gegen den BFC Dynamo (0:2/3:1). Beide Vereine gehörten damals der DDR-Oberliga an, einen Bundesligisten konnte der FCZ noch nie bezwingen.

Die Bilanz der Zürcher gegen Mannschaften aus der Bundesliga macht wenig Hoffnung, dass heute Abend in Mönchengladbach der fürs Weiterkommen in der Europa League erforderliche Sieg gelingen könnte: Einem Remis, dem 1:1 gegen die Gladbacher aus dem Hinspiel im Letzigrund, stehen neun Niederlagen gegenüber. Das Torverhältnis lautet 7:27.

Und was spricht für den FCZ? Nach Meinung des Gladbacher Trainers Lucien Favre zumindest Spielmacher Yassine Chikhaoui. Der Tunesier, von Boulevardblatt «Bild» als «Rasenküsser» apostrophiert, geniesst hohes Ansehen beim Romand. «Ein Klassemann! Wenn Chikhaoui nicht so oft verletzt gewesen wäre, würde er längst Bundesliga spielen», so Favre gegenüber «Bild».

Wer auf einen Zürcher Sieg am Niederrhein setzt, bekommt von den Buchmachern im Erfolgsfall das Siebenfache des Einsatzes zurück. Das klingt nicht sehr ermutigend.

Aber Schweizer Fussball-Teams – der FC Basel hat es gegen Liverpool am Dienstag erneut bewiesen – sind durchaus für Überraschungen gut. Auch der FCZ stellte in den letzten Jahren schon einmal einem noch bedeutend Grösseren als Gladbach ein Bein. Am 30. September 2009 gab es im San Siro in der Champions League einen 1:0-Erfolg über die AC Milan. Dank des unvergesslichen Hackentreffers von Hannu Tihinen.

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