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Der FCZ spuckt GC in die Meistersuppe

Die Grasshoppers müssen wohl weiter auf den ersten Meistertitel seit 2003 warten. Der Rekordmeister verliert das Zürcher Derby gegen den FCZ 0:1 und muss in der Tabelle Basel davonziehen lassen.

Das entscheidende Tor im 232. Zürcher Derby schoss Amine Chermiti nach knapp einer Stunde. Der Tunesier profitierte von der Vorarbeit von Marco Schönbächler, der sich im Strafraum energisch durchgesetzt hatte, und lenkte den Ball nach gewonnenem Zweikampf gegen Michael Lang an Roman Bürki vorbei ins Netz.

Für den FCZ war es nach zuvor vier Niederlagen der erste Derbysieg in dieser Saison. «Kompliment an meine Mannschaft, das waren wichtige drei Punkte im Kampf um einen Platz in der Europa League», sagte Urs Meier. Der FCZ-Trainer musste sich eingestehen, dass nicht nur die Leistung seiner Mannschaft, sondern auch eine gehörige Portion Glück für den ersten Derbysieg der Saison verantwortlich waren. Der Führungstreffer des FCZ war entgegen dem Spielverlauf gefallen. «Danach haben beide Teams die taktischen Fesseln abgelegt», analysierte Meier.

Forte: «Die Taktik ist aufgegangen»

Der FCZ war knapp eine Stunde lang überhaupt nicht auf Touren gekommen. Die Stadtzürcher, die am Mittwoch beim 3:1 gegen Basel noch so geglänzt hatten, agierten vor allem vor der Pause ohne Dynamik, ohne Feuer und ohne Kraft. Die zweitbeste Offensive der Liga erspielte sich erst kurz nach der Pause die erste Torchance, als Schönbächlers Schuss knapp am Tor vorbei flog.

Die Grasshoppers waren stets bemüht, in der Offensive etwas zu kreieren, allerdings blieb auch beim Team von Uli Forte vieles Stückwerk. «Wir wollten den FCZ kommen lassen, die Taktik ist aufgegangen, aber die Tore haben gefehlt», sagte Forte und haderte mit dem Schicksal. «Wir müssen auch einsehen, dass es nicht immer für uns laufen kann.»

St. Gallen ist GC auf den Fersen

Forte musste nach dem Gegentreffer mitansehen, wie Nassim Ben Khalifa mit seinem Schuss am vor der Torlinie positionierten Berat Djimsiti (64.) scheiterte und zehn Minuten später Izet Hajrovic alleine vor FCZ-Goalie David da Costa kläglich am Tor vorbeischoss. Forte: «Wir versuchen im Training alles, mehr können wir nicht tun. Es gibt keinen Vodoo-Zauber, der uns dabei helfen könnte, Tore zu schiessen.»

Nach der dritten Niederlage in den letzten vier Spielen liegen die Grasshoppers nun vier Runden vor Schluss sechs Punkte hinter dem FC Basel. Forte gibt sich trotzig: «Die Meisterschaft hat uns nie interessiert, aber den 2. Platz müssen wir nun verteidigen.» Der FC St. Gallen sitzt den Grasshoppers nach ihrem 5:0-Sieg gegen Sion mit nur einem Punkt Rückstand im Nacken. Dem Rekordmeister bietet es sich aber im Cupfinal am Pfingstmontag gegen Basel die zweite Chance auf einen Titel.

Grasshoppers – FC Zürich 0:1 (0:0)

Letzigrund. 14'700 Zuschauer. - SR Graf. - Tor: 59. Chermiti (Schönbächler) 0:1.

Grasshoppers: Bürki; Xhaka, Lang, Grichting (83. Rocha), Bauer; Hajrovic, Abrashi (64. Feltscher), Salatic, Zuber; Gashi (75. Brahimi); Ben Khalifa.

FC Zürich: Da Costa; Philippe Koch, Raphael Koch (71. Brunner), Djimsiti, Benito; Gajic, Buff; Schönbächler, Gavranovic (77. Kukuruzovic), Drmic; Chermiti (71. Jahovic).

Bemerkungen: 95. Platzverweis Buff (Foul). Grasshoppers ohne Pavlovic (verletzt), Ngamukol und Vilotic (beide gesperrt), Zürich ohne Beda, Chikhaoui, Chiumiento, Glarner und Kukeli (alle verletzt). Verwarnungen: 9. Xhaka (Foul). 27. Ben Khalifa (Foul). 54. Benito (Foul). 64. Grichting (Foul). 66. Raphael Koch (Foul). 76. Gavranovic (Unsportlichkeit).

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