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Der Fussball-Weltmeister im Dschungelcamp

Thomas Hässler wurde mit Deutschland Welt- und Europameister. Jetzt trainiert er einen Achtligisten und rückt bald ins Dschungelcamp ein.

«Ich versuche, mein Leben in den Griff zu bekommen»: Thomas Hässler will seinen eigenen Weg gehen.
«Ich versuche, mein Leben in den Griff zu bekommen»: Thomas Hässler will seinen eigenen Weg gehen.
Keystone

Am 13. Januar kehrt Thomas Hässler auf die grosse Bühne zurück. Allerdings nicht im Fussball-, sondern im Showbusiness. Der 49-Jährige, der 101 Länderspiele für Deutschland absolvierte, rückt dann ins Dschungelcamp des TV-Senders RTL in Australien ein. Warum Hässler das tut, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. Dass er finanzielle Probleme habe, bestreitet der ehemalige Fussballstar, der als Trainer beim Berliner Achtligisten Club Italia unter Vertrag steht.

Im Dschungelcamp findet sich Hässler, der in seiner Karriere 30 Millionen Euro brutto verdient haben soll, an der Seite von C-Promis wie dem ehemaligen Nachtmodel Kader Loth wieder. Die 44-Jährge rückte für die Schauspielerin Nastassja Kinski nach, die offenbar nicht recht wusste, worauf sie sich eingelassen hatte und die RTL-Show als «menschenverachtend» bezeichnete.

Dass sich die Nation über sein Dschungelcamp-Engagement das Maul zerreisst, kümmert Hässler nicht weiter. Schon nachdem er beim Club Italia angeheuert hatte, waren die Schlagzeilen alles andere als freundlich. «Icke ganz unten», hatte etwa die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» getitelt. «Ich versuche, mein Leben in den Griff zu bekommen, mache und tue genau das, wozu ich Lust habe und bin glücklich – jetzt hier in Berlin und bei Italia», erklärte Hässler der «Welt».

Und was hat der Weltmeister von 1990 und Europameister von 1996 im australischen Dschungel vor? «Ich bin Trainer. Ich muss eine Mannschaft führen. Wenn ich sehe, dass es Konflikte gibt, versuche ich so schnell wie möglich, die zu unterbinden», sagt er. Als Showman bringt Hässler schon einige Erfahrung mit. Vor dem Dschungelcamp nahm er bereits an den TV-Formaten «Let's Dance» und «Ewige Helden» teil. «Mein ganzes Leben hat der Fussball bestimmt – da hatte ich einfach mal Lust, eine andere Schiene zu fahren», so Hässler.

Beim Club Italia, der in Liga 8 mit einem Budget von 250'000 Euro arbeiten kann, läuft es dem früheren Juventus- und Dortmund-Profi als Trainer durchaus gut. Zur Winterpause liegt Hässlers Team auf dem 2. Platz, der zum Saisonende den Aufstieg in die siebtklassige Landesliga bedeuten würde. Dass er nun für ein paar Wochen ins Dschungelcamp geht, stört niemanden. «Wir haben einen Arbeitsvertrag, darin ist alles genau geregelt», sagt Italia-Vizepräsident Laurence Hein. «Wir haben Spielzeiten, Thomas seinen Urlaub. Und was er da privat macht, ist ganz allein seine Sache.»

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