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Der Klassiker im Letzigrund

In der 10. ASL-Runde empfängt der FC Zürich den FC Basel. Redaktion Tamedia berichtet live ab 17.45 Uhr und berichtet laufend von der Partie St. Gallen gegen Luzern.

Spannender Klassiker: Alex Frei dürfte auch heute FCZ-Goalie Andrea Guatelli beschäftigen.
Spannender Klassiker: Alex Frei dürfte auch heute FCZ-Goalie Andrea Guatelli beschäftigen.
Keystone

Der FCZ befindet sich nach den beiden 3:1-Erfolgen über St. Gallen und Thun im Hoch. Im eigenen Stadion ist das Team von Urs Fischer diese Saison noch ungeschlagen. Und jetzt kommt der FCB auf Besuch, der Erzrivale, mit dem man sich in den letzten sieben Jahren viele epische Duelle geliefert hatte. Es waren sieben Jahre, in denen der Meistertitel viermal an die Basler und dreimal an die Zürcher ging.

Der FCZ lechzt nach Wiedergutmachung nach einem misslungenen Meisterschaftsjahr. Da kommt der FCB gerade gelegen. Die Basler scheinen momentan etwas auf Formsuche. In Cluj kassierten sie eine unerwartete 1:2-Niederlage, und die beiden letzten Meisterschaftsspiele gegen GC und YB konnten beide nicht gewonnen werden. In den letzten sechs Meisterschafts-Spielen glückte dem FCB nur ein Sieg (4:1 über Xamax). Beim FCZ glaubt man, dass der Moment gekommen ist, die lange, ja gar überlange Erfolglosigkeit gegen Basel zu beenden.

Kein FCZ-Sieg in 17 Spielen

17 (!) Spiele lang, inklusive Schweizer Cup, konnte der FCZ den Erzrivalen vom Rheinknie nicht mehr bezwingen, trotz dreier Meistertitel in dieser Phase. Der letzte Sieg datiert vom 26. November 2006, und wer das Spieltelegramm des damaligen 3:2- Heimsieges vor Augen führt, der findet noch genau zwei Spieler, die am Samstag in der Startaufstellung stehen könnten. Xavier Margairaz bei den Zürchern und Goalie Franco Costanzo bei den Gästen. Vier weitere, Johnny Leoni, Alain Rochat, Reto Zanni und Scott Chipperfield dürften auf der Ersatzbank sitzen. Alle anderen, insgesamt 22 Profis, sind entweder verletzt (2), oder haben ihren Verein verlassen (9 den FCZ, 11 den FC Basel).

Fast vier Jahre ohne Sieg, im Fussball ist das eine Ewigkeit. Nicht mancher beim FCZ weiss, wie man Erfolge gegen den FCB feiern kann. Rochat gelang es dreimal in 29 Versuchen, Ludovic Magnin auch schon zweimal in zehn Spielen. Dusan Djuric wartet nach neun Duellen noch immer auf den ersten Sieg, den Eric Hassli in 18 Spielen zweimal erleben durfte.

Weisse Weste für Stocker

Ganz anders präsentiert sich die Ausgangslage beim Gegner, für den Siege über den FCZ etwas ganz Besonderes zu sein scheinen. Valentin Stocker hat in zehn und Behrang Safari in neun Meisterschafts-Partien gegen die Zürcher noch nie verloren, Marco Streller ging in zwölf und Costanzo in zehn Duellen erst einmal als Verlierer vom Platz. Und Benjamin Huggel, der in der Meisterschaft bereits 29 Mal gegen Zürich angetreten ist, musste erst dreimal mit der Niederlage Bekanntschaft schliessen.

«Ich will nichts von einer Niederlagen-Serie gegen Basel hören», heizt FCZ-Coach Fischer das Spiel weiter an und ergänzt, «der Trainer Urs Fischer hat bisher ein einziges Meisterschaftsspiel gegen den FCB bestritten und es leider verloren. Wir haben aber in Basel ein sehr gutes Spiel gemacht. Leider wurden wir damals für unsere gute Leistung nicht belohnt.» Auch von einer Doppelbelastung des FCB, der noch am Mittwoch gegen die Grasshoppers gespielt hat und schon am Dienstag in der Champions League auf Bayern München trifft, will Fischer nichts wissen: «Das sind einfach immer wieder Geschichten, die man in solchen Fällen gerne betont. Ein Profi muss in der Lage sein, mit solchen Belastungen umzugehen. Basel wird nicht geschwächt zu uns kommen.»

Hochspannung im Berner Derby

Nicht nur in Zürich, sondern auch in Bern kommt es am Wochenende zu einem brisanten Duell. Aufsteiger Thun gastiert bei den Young Boys und das Besondere an der Geschichte ist, dass die Gäste in dieser Saison bis jetzt stets vor den Hauptstädtern rangiert waren. YB könnte am Sonntag erstmals an den Thunern vorbeiziehen. Die Thuner wollen jedoch jene Punkte, die sie im Hinspiel in der Nachspielzeit noch verloren hatten, im Stade de Suisse zurückholen. Auch wenn dies ein sehr schwieriges Unterfangen ist. Ein Sieg in Bern ist den Thunern in bisher zwölf Versuchen erst einmal, am 14. April 2005 (4:2) gelungen.

Ein geschwächter FC Luzern tritt am Samstag in St. Gallen an. Beim überraschenden Leader grassiert eine Grippe. Hakan Yakin konnte erst am Freitag das Training wieder aufnehmen. Auch Trainer Rolf Fringer ist angeschlagen. Die St. Galler sind ein Angstgegner der Innerschweizer. Letzte Saison gelang den Luzernern in fünf Versuchen (inklusive Cup) nur ein Sieg. Und der letzte Sieg in St. Gallen liegt auch schon über drei Jahre zurück. Damals hiess der St. Galler Trainer Rolf Fringer.

Katzenjammer in Sitten

Im vierten Spiel vom Wochenende empfängt Sion die AC Bellinzona. Die Niederlage vom Donnerstag gegen Neuchâtel Xamax sorgte im Wallis für grossen Katzenjammer. Trainer Bernard Challandes ist noch immer erbost nach «der klar schlechtesten Leistung dieser Saison». Er fordert eine sofortige Reaktion: «Ich will sehen, ob es nur ein Ausrutscher war oder ob wir ein grösseres Problem haben.»

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