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Der Social-Media-Streit des Petr Cech

Leverkusen giftelt nach einem Patzer auf Twitter gegen den Arsenal-Torhüter. Der Tscheche lässt das nicht auf sich sitzen.

Der Aussetzer von Petr Cech gegen Manchester City. Video: YouTube/Real Football Videos.

Das Internet ist gnadenlos. Nach zwei Tagen sind die guten Paraden von Arsenal-Torhüter Peter Cech im Spiel gegen Manchester City vergessen. Wie der Tscheche einen Freistoss von Riyad Mahrez stark hielt oder im Eins gegen Eins gegen Sergio Agüero blitzschnell am Boden war, um das Gegentor zu verhindern – längst verjährt.

Auf den sozialen Medien wird nur noch über die Szene in der 22. Minute diskutiert: Wie sich Petr Cech nach einem Rückpass einen groben Aussetzer leistet und den Ball ziemlich unbedrängt nur um Zentimeter am eigenen Tor vorbeischiebt. Es wäre das Eigentor des Jahres gewesen, und das schon am ersten Premier-League-Spieltag.

Hilfe für den ehemaligen Torhüter?

Speziell an der Social-Media-Häme ist, dass sie vor allem durch den englischen Twitter-Account von Bayer Leverkusen ausgelöst wurde. Dieser kommentierte das Video so: «Wir kennen da möglicherweise jemanden.» Und schob ein zweites Video nach, das einen schon herausgespielten Konter Leverkusens zeigt. «Falls ihr euch fragt, wie man hinten rausspielt», schreibt Leverkusen darüber. Im Tor steht: Bernd Leno.

Dieser Bernd Leno, im Sommer für circa 25 Millionen Euro eingekauft, sass bei eben diesem Arsenal mit Petr Cech im Tor nur auf der Ersatzbank. Leverkusen betrieb sozusagen Online-Werbung für seinen ehemaligen Torhüter. Den neuen Arsenal-Trainer Unai Emery dürfte die Debatte wenig kümmern.

Wer nun dachte, Cech mit seinen 36 Jahren, sei abgebrüht genug, die Kritik auf sich sitzen zu lassen, lag falsch. Ebenfalls auf Twitter schrieb er: «Bei Arsenal teilen wir wichtige Werte, die uns nicht nur auf dem Platz zu einem grossen Club machen. Fairer Wettbewerb, Professionalität und Sportsgeist sind die grössten Werte, die wir jungen Fussballern beibringen, und es ist traurig zu sehen, wenn andere Vereine nicht die gleichen Werte teilen.»

Leverkusen entschuldigte sich darauf, man habe die Aktion als Scherz gemeint und Cech habe alles ein bisschen persönlicher genommen als angenommen:

Ihren Spass hatten nicht nur tausende Nutzer, sondern auch andere Twitter-Abteilungen von Fussballclubs. Die AS Roma zum Beispiel fühlte sich wie im Kino und postete einen Popcorn essenden Michael Jackson.

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