Zum Hauptinhalt springen

Der Traumfinal im Wembley ist perfekt

Das B-Team von Manchester United schlägt im Halbfinal-Rückspiel der Champions League Schalke klar 4:1. Damit kommt es zum grossen Showdown der Königsklasse zwischen den «Mancunians» und dem FC Barcelona.

Der grosse Applaus der Fans im Old Trafford: Selbst das B-Team von Sir Alex Ferguson setzt sich gegen Schalke mit 4:1 durch. Die Spieler Chris Smalling (l.) und Darron Gibson freuen sich mit ihrem Boss über die gelungene Darbietung und die Final-Qualifikation für die Champions League.
Der grosse Applaus der Fans im Old Trafford: Selbst das B-Team von Sir Alex Ferguson setzt sich gegen Schalke mit 4:1 durch. Die Spieler Chris Smalling (l.) und Darron Gibson freuen sich mit ihrem Boss über die gelungene Darbietung und die Final-Qualifikation für die Champions League.
Reuters
Doch der Reihe nach: Antonio Valencia kann Schalkes Keeper Manuel Neuer nach einem Musterpass von Gibson zum 1:0 bezwingen (26.). Und...
Doch der Reihe nach: Antonio Valencia kann Schalkes Keeper Manuel Neuer nach einem Musterpass von Gibson zum 1:0 bezwingen (26.). Und...
Keystone
Die Fans im Old Trafford sind begeistert vom Abend und sorgen für eine prächtige Stimmung; so, wie es eben nur in den Stadien auf der Insel möglich ist.
Die Fans im Old Trafford sind begeistert vom Abend und sorgen für eine prächtige Stimmung; so, wie es eben nur in den Stadien auf der Insel möglich ist.
Keystone
1 / 10

Der Champions-League-Final vom 28. Mai im Londoner Wembley wird zum Duell der aktuell besten Klubteams Europas. 24 Stunden nach dem FC Barcelona brachte auch Manchester United gegen Schalke seinen Vorsprung aus dem Hinspiel problemlos über die Runden.

Manchester bezwang den Widersacher aus Deutschland ohne Probleme 4:1. Der United genügte im Old Trafford ein Doppelschlag in der ersten Halbzeit, um den Schalker Traum von einer Exploit zu beenden. Gewissermassen als Drahtzieher trat Darron Gibson auf. Der Ire, in der bisherigen Europacup-Saison nur während 163 Minuten eingesetzt, lieferte in der 26. Minute die Vorlage zum 1:0 durch Antonio Valencia. Der Steilpass des Mittelfeldspielers war nicht minder spektakulär als jener von Andrés Iniesta tags zuvor gegen Real Madrid. Fünf Minuten später gelang Gibson dank gütiger Mithilfe des Schalkers Goalies Manuel Neuer, der im Hinspiel mit mirakulösen Paraden einen noch grösseren Vorsprung Manchesters verhindert hatte, der zweite Treffer.

Auch ein positiver Effekt für die Schweiz

Der Finaleinzug der beiden Topteams, die in dreieinhalb Wochen zum dritten Mal nach 2009 (Champions League) und 1991 (Cupsieger-Cup) in einem Europacup-Endspiel aufeinandertreffen werden, hat für die Schweiz einen sehr positiven Effekt. Da sowohl Manchester United als auch Barcelona via nationale Liga bereits für die Champions League 2011/12 qualifiziert sind, darf der Schweizer Meister am 25. Mai neben dem Titelgewinn erstmals überhaupt die direkte Qualifikation für die «Königsklasse» feiern.

Manchesters Trainer Sir Alex Ferguson war sich der Sache nach dem Auswärtssieg in Gelsenkirchen offenbar sehr sicher. Im Vergleich zum Hinspiel und im Hinblick auf das wohl entscheidende Meisterschaftsspiel gegen Chelsea am kommenden Sonntag stellte er seine Startaufstellung auf neun Positionen um. Nur Goalie Edwin Van der Sar (wird ältester CL-Finalakteur aller Zeiten) und Antonio Valencia durften oder mussten erneut auflaufen. Die zweite Garde der «Red Devils» erledigte die Arbeit - mit Abstrichen - zur Zufriedenheit ihres Coaches. Dem noch immer stark besetzten B-Team Manchesters spielte in die Hände, dass es erstens 2:0 in Führung und zweitens der Gegner keine Anstalten machte, den Final um jeden Preis erreichen zu wollen. Die Chancen, wie beim Coup gegen Inter ein 5:2 auf fremdem Terrain zu realisieren, lag nicht einmal im Promillebereich.

Defensiv gut eingestellte Gastgeber

Fergusons Sorge, dass seinen Innenverteidigern Smalling und Evans die Erfahrung in wichtigen Partien fehlt, erwiesen sich als unbegründet. Die komplett neu formierte Abwehr des nunmehr fünffachen Finalisten im wichtigsten Klubwettbewerb liess auch deshalb kaum Chancen zu, weil sie vom defensiven Mittelfeld um Routinier Paul Scholes gut abgeschirmt wurde. Einzige Ausnahme blieb die Szene beim Anschlusstor (35.), als José Manuel Jurado von einer ungenügenden Aktion in der Vorwärtsbewegung profitieren konnte und zum dritten Mal in dieser Champions-League-Saison traf. Ansonsten demonstrierte Manchesters Ersatz-Quartett, wieso das Team inklusive des zwischenzeitlichen 1:2 in dieser Europacup-Kampagne erst vier Gegentreffer (alle in Heimspielen!) kassiert hat. Die Verteidigung trat sattelfest und kompromisslos auf.

Nach vorne setzte immer wieder der klar überlegene Premier-League-Leader - und trotz Dringlichkeit nicht der unterlegene Bundesliga-Zehnte - die Akzente. Am Ende fiel der 15. Heimsieg der United in Serie deutlich aus. Unter den Augen von Barcelonas Trainer Pep Guardiola erhöhte Anderson mit einer Doublette (72./65.) auf 4:1. Der Brasilianer war nach Querpässen einmal schneller als der Gegner am Ball und einmal optimal vor dem Tor postiert. Er erhöhte seine Anzahl Treffer auf drei und das vernichtende Gesamtskore aus Sicht der zum vierten Mal in Serie unterlegenen Schalker auf 1:6. Dem Bundesligisten bleibt der Trost, im Cupfinal gegen Duisburg eine zumindest auf heimischem Terrain völlig misslungene Saison noch retten zu können. Auf europäischer Ebene war der Halbfinal-Einzug in der Champions League der grösste Erfolg nach dem Uefa-Cup-Triumph 1997.

si/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch