Die 7 skurrilsten Gründe für einen verspäteten Anpfiff

Am Sonntag konnte in der Serie A ein Spiel wegen schiefer Strafraumlinien erst später angepfiffen werden – es ist nicht der absurdeste Grund für eine Verzögerung.

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Auch in der Welt des Profifussballs geschieht noch das ein oder andere Malheur, über das man schmunzeln muss. Gerade am Sonntag kam es in der Serie A im Spiel zwischen Hellas Verona und Genua zu einem Fauxpas, weswegen das Spiel erst 15 Minuten später angepfiffen werden konnte. Es ist nicht der einzig skurrile Grund für eine Verspätung.

Schief: Die Linien passen nicht

Die Schiedsrichter merkten vor dem Beginn des Serie-A-Spiels zwischen Verona und Genua, dass da etwas nicht stimmen konnte: Die Linien des Strafraums verliefen nicht gerade, sondern schief. Dies musste anschliessend korrigiert und der Anpfiff der Partie – immerhin in einer der Top-Fünf-Ligen von Europa – um 15 Minuten verschoben werden.

Vermisst: Im WM-Final fehlen die Eckfahnen

Auch das bedeutendste Spiel in der Fussball-Welt blieb nicht von einer peinlichen Unpünktlichkeit verschont. 1974 wurde der WM-Final zwischen Deutschland und der Niederlande verspätet angepfiffen, weil die Platzwarte die Eckfahnen vergessen hatten. «Das konnte nicht wahr sein, das war so komisch», sagte Schiedsrichter Jack Taylor nach der Partie.

Legendär: Der Torfall von Madrid

Die wohl berühmteste Verspätung passierte im Champions-League-Halbfinal von 1998: Vor Beginn des Spiels zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund kletterten Fans auf den Schutzzaun hinter dem Tor. Infolgedessen knickte der Zaun um und riss auch das daran befestigte Tor mit. Geschlagene 76 Minuten dauerte es danach, bis die Spanier ein Ersatz-Goal auftreiben konnten und die Partie endlich beginnen konnte.

Die Zeit bis dahin wurde von den deutschen TV-Kommentatoren jedoch äusserst amüsant überbrückt. Für Sprüche wie «Noch nie hätte ein Tor einem Spiel so gut getan» oder «Für alle die, die nicht rechtzeitig eingeschaltet haben. Das erste Tor ist schon gefallen» erhielten Marcel Reif und Günther Jauch den Bayerischen Fernsehpreis. Während des Malheurs beliefen sich die Einschaltquoten auf etwa 12,76 Millionen Zuschauer, das eigentliche Spiel sahen dann nur etwa 6 Millionen Zuschauer.

Unmusikalisch: Die falsche Hymne

Peinliche Verwechslung im EM-Quali-Spiel zwischen Frankreich und Albanien: Im vergangenen Herbst wurde in Paris nicht die albanische Hymne, sondern fälschlicherweise jene von Andorra abgespielt. Nach verärgerten Fan- und Spielerreaktionen wurde die korrekte Hymne wenig später nachgeliefert und das Spiel mit Verspätung angepfiffen.

Identisch: Weisse Trikots hüben und drüben

Noch ein Fauxpas von einer WM: In einem Vorrundenspiel 1978 haben Frankreich und Ungarn wegen eines Missverständnisses nur ihre Auswärtstrikots mitgenommen. Beide Trikotgarnituren waren weiss. Die Franzosen gewannen dann in grün-weissen Ersatz-Shirts eines lokalen Fünftliga-Clubs 3:1.

Unterwegs: Wenn der Schiri zu spät ist

Für diesen Vorfall muss man in den Geschichtsbüchern weit zurückblättern: 1894 sass Schiedsrichter Frederick Kirkham in einem verspäteten Zug und schaffte es deshalb nicht pünktlich zum Spiel AFC Sunderland gegen Derby County. Als er schliesslich doch noch beim Fussballplatz ankam, war das Spiel bereits im Gang und die erste Halbzeit beinahe beendet. Ein Vertreter der Football Association hatte beschlossen, die Partie selber zu leiten, um enorme Verzögerung zu vermeiden.

Nach dem Eintreffen des «richtigen» Schiedsrichters wurde jedoch entschieden, das Spiel erneut zu starten. Obwohl Sunderland bereits 3:0 geführt hatte, begann das Duell noch einmal bei Null. Der neue Schiedsrichter hatte bei dieser Partie mit drei Halbzeiten aber auch keinen resultatverändernden Einfluss: Sunderland gewann am Ende gar 8:0.

Stumm: Ohne Lautsprecher läuft nichts

Gerade erst im November musste ein Spiel in der 3. Bundesliga in Deutschland später angepfiffen werden. Im Stadion des KFC Uerdingen funktionierte die Beschallungsanlage zunächst nicht und musste aus Sicherheitsgründen (für Durchsagen etc.) noch repariert werden. Erst nachdem der Ton im Stadion wieder hergestellt war, startete das Duell gegen Chemnitz mit 15-minütiger Verspätung.


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier:

Hier finden Sie alle Folgen an einem Ort.

(lai)

Erstellt: 13.01.2020, 14:26 Uhr

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