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Die Bayern fürchten nur ihre eigene Arroganz

Bayern München steuert heute in der Champions League die vorzeitige Achtelfinal-Qualifikation und einen Rekord an.

Durstig nach Erfolg: Bayerns-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge stösst mit Trainer Josep Guardiola an.
Durstig nach Erfolg: Bayerns-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge stösst mit Trainer Josep Guardiola an.
Keystone

Mit einem Sieg in Pilsen können die Bayern vorzeitig die K.-o.-Phase erreichen und mit dem neunten Champions-League-Erfolg in Serie den Rekord des FC Barcelona aus der Saison 2002/2003 einstellen. Es war damals nicht das grosse Barça von Johan Cruyff, Frank Rijkaard oder dem heutigen Bayern-Trainer Josep Guardiola, sondern das Barcelona von Louis van Gaal und später Radomir Antic, das in der Königsklasse in den Viertelfinals scheiterte und in der Primera División nur Platz 6 erreichte – das schlechteste Ergebnis der letzten 25 Jahre.

Neben Titelverteidiger Bayern München in der Gruppe D können heute in der 4. Runde auch Real Madrid (Gruppe B/bei Juventus Turin), Paris St-Germain (Gruppe C/gegen Anderlecht) und Manchester City (Gruppe D/gegen ZSKA Moskau) die Qualifikation für die Achtelfinals vorzeitig schaffen. Während Real Madrid – wie der FC Bayern in Pilsen – dazu unter Umständen bereits ein Remis reicht, ist Manchester City auf fremde Hilfe angewiesen. Ein Heimsieg gegen ZSKA Moskau genügt nur dann, wenn die Bayern in Tschechien nicht verlieren.

Die Champions League ist eine andere Welt, heisst es. Das gilt für einmal auch für den FC Bayern, der an sich auf der grossen Bühne zu Hause ist. Der Koloss aus Deutschland gastiert in Pilsen nämlich auf einer für ihn ungewohnt kleinen Bühne. Nur knapp 11'000 Zuschauer passen in die Doosan-Arena. Sogar im DFB-Cup gegen Schwarz-Weiss Rehden spielten die Bayern in diesem Sommer in einem grösseren Stadion. Letztmals in einem vergleichbar provinziellen Rahmen traten sie in einem Pflichtspiel vor über fünf Jahren in den Uefa-Cup-Viertelfinals beim Madrider Vorortsverein Getafe an.

Trotzdem und nach dem 5:0 im Hinspiel vor zwei Wochen hebt der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge den Mahnfinger: «Man muss dem Gegner mit Respekt entgegengehen und nicht mit Arroganz.» Doch auch wenn Arjen Robben wegen einer Leistenverletzung die Reise ins nicht einmal 300 km entfernte Pilsen nicht mitmachte, gibt es kaum Argumente für einen Ausrutscher der Bayern. 36 Spiele lang haben sie in der Bundesliga nicht mehr verloren und in der Champions League gewannen sie die letzten acht Partien bei einem Torverhältnis von 24:2. Der Schweizer Xherdan Shaqiri ist weiterhin verletzt.

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