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Die FCZ-Einzelkritiken: Mitleid mit Goalie Brecher

Beim 1:4 bei Servette gibt der FC Zürich erneut ein trauriges Bild ab. Unter lauter Ungenügenden zeigt aber wenigstens bei einem Feldspieler die Formkurve nach oben.

Thomas Schifferle, Florian Raz
Yanick Brecher – 4,5 Er muss einem manchmal leidtun. Eigentlich hat er zehn Spieler vor sich, die sein Tor beschützen sollten. Doch die zehn lassen ihn immer und immer wieder im Stich. Brecher macht, was er machen kann, wiederholt glänzt er mit teilweise sehr guten Paraden. Dass er am Ende halt schon wieder vier Gegentore kassiert, liest sich nicht schön in seiner Bilanz. Aber für einmal hat es nichts mit seiner Leistung zu tun.
Yanick Brecher – 4,5 Er muss einem manchmal leidtun. Eigentlich hat er zehn Spieler vor sich, die sein Tor beschützen sollten. Doch die zehn lassen ihn immer und immer wieder im Stich. Brecher macht, was er machen kann, wiederholt glänzt er mit teilweise sehr guten Paraden. Dass er am Ende halt schon wieder vier Gegentore kassiert, liest sich nicht schön in seiner Bilanz. Aber für einmal hat es nichts mit seiner Leistung zu tun.
Freshfocus/Marc Schumacher
Becir Omeragic – 3 Erstmals seit dem 8. Dezember wieder auf dem Feld, nachdem ihn eine hartnäckige Migräne zurückgebunden hat. Kann nicht verstecken, dass er noch keinen Rhythmus hat. Ist Teil einer Abwehr, die gut und gerne auch acht Gegentore erhalten könnte. Sieht beim 1:4 im Luftduell gegen Koné aus, als wäre er lieber bereits im Bus Richtung Zürich. Aber da kommt es ja irgendwie auch nicht mehr drauf an.
Becir Omeragic – 3 Erstmals seit dem 8. Dezember wieder auf dem Feld, nachdem ihn eine hartnäckige Migräne zurückgebunden hat. Kann nicht verstecken, dass er noch keinen Rhythmus hat. Ist Teil einer Abwehr, die gut und gerne auch acht Gegentore erhalten könnte. Sieht beim 1:4 im Luftduell gegen Koné aus, als wäre er lieber bereits im Bus Richtung Zürich. Aber da kommt es ja irgendwie auch nicht mehr drauf an.
Urs Flüeler, Keystone
Mirlind Kryeziu – 3 Der zweite Innenverteidiger, dem es nicht entgegen kommt, dass der FCZ auf der Suche nach seinem Heil teilweise extrem hoch steht. Hat weder das Stellungsspiel noch die Geschwindigkeit, um Gegenstösse wie jenen zum 1:3 zu unterbinden, als gleich zwei Servettiens alleine auf Brecher losstürmen dürfen. Und über allem schwebt während des ganzen Spiels die eine Frage: Wer eigentlich dirigiert in Abwesenheit des gesperrten Nathan die Abwehr? Die Antwort lautet: keiner.
Mirlind Kryeziu – 3 Der zweite Innenverteidiger, dem es nicht entgegen kommt, dass der FCZ auf der Suche nach seinem Heil teilweise extrem hoch steht. Hat weder das Stellungsspiel noch die Geschwindigkeit, um Gegenstösse wie jenen zum 1:3 zu unterbinden, als gleich zwei Servettiens alleine auf Brecher losstürmen dürfen. Und über allem schwebt während des ganzen Spiels die eine Frage: Wer eigentlich dirigiert in Abwesenheit des gesperrten Nathan die Abwehr? Die Antwort lautet: keiner.
Ennio Leanza, Keystone
Pa Modou – 2,5 Es soll alles besser werden als noch gegen Basel, darum übernimmt wieder Pa Modou die linke Abwehrseite. Im Herbst war er noch so etwas wie ein Glücksbringer gewesen, jetzt, gegen Servette, bringt er nur Unheil über seine Mannschaft und ist keinen Deut besser als der arme Mads Pedersen eine Woche zuvor gegen Basel. Pa Modou macht falsch, was er nur falsch machen kann, sein Stellungsspiel ist schrecklich: Stellvertretend dafür ist die Szene, die in der 67. Minute zum 2:1 durch Koné führt. Dass Pa Modou einmal in der Offensive gefährlich wird und sein Schuss auf der Torlinie abgewehrt wird, ist weiter unerheblich für seine Bewertung.
Pa Modou – 2,5 Es soll alles besser werden als noch gegen Basel, darum übernimmt wieder Pa Modou die linke Abwehrseite. Im Herbst war er noch so etwas wie ein Glücksbringer gewesen, jetzt, gegen Servette, bringt er nur Unheil über seine Mannschaft und ist keinen Deut besser als der arme Mads Pedersen eine Woche zuvor gegen Basel. Pa Modou macht falsch, was er nur falsch machen kann, sein Stellungsspiel ist schrecklich: Stellvertretend dafür ist die Szene, die in der 67. Minute zum 2:1 durch Koné führt. Dass Pa Modou einmal in der Offensive gefährlich wird und sein Schuss auf der Torlinie abgewehrt wird, ist weiter unerheblich für seine Bewertung.
Martial Trezzini, Keystone
Simon Sohm – 3 Als der FCZ im September erstmals diese Saison nach Genf fuhr, erfand Ludovic Magnin ein neues defensives Mittelfeld mit Toni Domgjoni und Simon Sohm. Seither hat der Trainer daran festgehalten, oft hat sich das gelohnt. Doch diesmal, beim zweiten Ausflug zu Servette, ist das Gegenteil der Fall. Sohm kriegt kein Bein vors andere. Tiefpunkt seines Auftritts ist der Fehlpass, mit dem er Servette das erste Goal quasi schenkt.
Simon Sohm – 3 Als der FCZ im September erstmals diese Saison nach Genf fuhr, erfand Ludovic Magnin ein neues defensives Mittelfeld mit Toni Domgjoni und Simon Sohm. Seither hat der Trainer daran festgehalten, oft hat sich das gelohnt. Doch diesmal, beim zweiten Ausflug zu Servette, ist das Gegenteil der Fall. Sohm kriegt kein Bein vors andere. Tiefpunkt seines Auftritts ist der Fehlpass, mit dem er Servette das erste Goal quasi schenkt.
Walter Bieri, Keystone
Toni Domgjoni – 3 Gibt den etwas offensiveren der beiden zentralen Mittelfeldspieler. Ist damit in jenem Raum des Feldes tätig, den die Genfer mit ihren langen Bällen und Angriffen über die Flügel möglichst umspielen. Rutscht beim 0:1 durch Kyei telegen durchs Bild, ohne den Stürmer auch nur im geringsten am Torschuss zu hindern – eine Grätsche als Sinnbild für den ganzen Auftritt des FCZ.
Toni Domgjoni – 3 Gibt den etwas offensiveren der beiden zentralen Mittelfeldspieler. Ist damit in jenem Raum des Feldes tätig, den die Genfer mit ihren langen Bällen und Angriffen über die Flügel möglichst umspielen. Rutscht beim 0:1 durch Kyei telegen durchs Bild, ohne den Stürmer auch nur im geringsten am Torschuss zu hindern – eine Grätsche als Sinnbild für den ganzen Auftritt des FCZ.
Alexandra Wey, Keystone
Aiyegun Tosin – 4 Ist der einzige Zürcher, der so etwas wie eine aufsteigende Form von Genf mit nach Hause bringt. Schon in Hälfte eins sorgen zwei seiner Vorstösse für Gefahr. Nach seinem 1:1 sprüht er vor Tatendrang und Dribbel-Lust. Müsste noch viel mehr von seinen Kollegen in den offensiven Zweikampf Mann gegen Mann geschickt werden, um seine Geschwindigkeit richtig auszuspielen.
Aiyegun Tosin – 4 Ist der einzige Zürcher, der so etwas wie eine aufsteigende Form von Genf mit nach Hause bringt. Schon in Hälfte eins sorgen zwei seiner Vorstösse für Gefahr. Nach seinem 1:1 sprüht er vor Tatendrang und Dribbel-Lust. Müsste noch viel mehr von seinen Kollegen in den offensiven Zweikampf Mann gegen Mann geschickt werden, um seine Geschwindigkeit richtig auszuspielen.
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Antonio Marchesano – 3 Greift sich einmal in Hälfte eins wunderbar leidend an den Kopf, als eine Flanke vielleicht einen Meter vor ihm durch gleitet. Beweist damit, dass er diesmal von Anfang an dabei ist. Hat beim 1:1 mit einem schönen Direktpass auf Tosin seinen besten Moment, spielt dann aber sogleich den Fehlpass vor dem 1:2 und taucht für den Rest des Spiels wieder in der Anonymität unter.
Antonio Marchesano – 3 Greift sich einmal in Hälfte eins wunderbar leidend an den Kopf, als eine Flanke vielleicht einen Meter vor ihm durch gleitet. Beweist damit, dass er diesmal von Anfang an dabei ist. Hat beim 1:1 mit einem schönen Direktpass auf Tosin seinen besten Moment, spielt dann aber sogleich den Fehlpass vor dem 1:2 und taucht für den Rest des Spiels wieder in der Anonymität unter.
Ennio Leanza, Keystone
Benjamin Kololli – 3 Als er das letzte Mal in der Startaufstellung stand, hiess der Gegner Servette. Es setzte daheim ein 0:5 ab. Kolollis Rückkehr in die ersten Elf endet nicht besser: Gerade seine Leistung vor der Pause ist miserabel, er sieht gegen den robusten Sauthier keinen Ball. Später kommt er wenigstens zweimal zu einem Abschluss, die Versuche fallen harmlos genug aus.
Benjamin Kololli – 3 Als er das letzte Mal in der Startaufstellung stand, hiess der Gegner Servette. Es setzte daheim ein 0:5 ab. Kolollis Rückkehr in die ersten Elf endet nicht besser: Gerade seine Leistung vor der Pause ist miserabel, er sieht gegen den robusten Sauthier keinen Ball. Später kommt er wenigstens zweimal zu einem Abschluss, die Versuche fallen harmlos genug aus.
Freshfocus/Claudio de Capitani
Mimoun Mahi – 3 Er soll in der Sturmspitze Blaz Kramer ersetzen. Die Position liegt ihm nicht sonderlich und doch ist er es, der bis zur Pause die beiden einzigen Möglichkeiten für den FCZ hat, ein Tor zu erzielen. Zweimal vergibt er: Das erste Mal scheitert er an Goalie Frick, dann schlägt er nach Tosins Vorlage neben den Ball. Nach 68 Minuten muss er Kramer Platz machen, es ändert am Ergebnis nichts.
Mimoun Mahi – 3 Er soll in der Sturmspitze Blaz Kramer ersetzen. Die Position liegt ihm nicht sonderlich und doch ist er es, der bis zur Pause die beiden einzigen Möglichkeiten für den FCZ hat, ein Tor zu erzielen. Zweimal vergibt er: Das erste Mal scheitert er an Goalie Frick, dann schlägt er nach Tosins Vorlage neben den Ball. Nach 68 Minuten muss er Kramer Platz machen, es ändert am Ergebnis nichts.
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Hekuran Kryeziu – 3,5 Zehn Monate ist es her, dass er sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat. In Genf kann er sein Comeback geben, als er für Sohm eingewechselt wird. Als er zum zweiten Mal am Ball ist, verliert er ihn, sein Glück ist, dass Servette danach die nächste grosse Chance vergibt. Einen guten Moment hat er dann doch noch: Er ist an der Vorbereitung des Ausgleichs beteiligt. Ein zweiter guter Moment folgt nicht mehr.
Hekuran Kryeziu – 3,5 Zehn Monate ist es her, dass er sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat. In Genf kann er sein Comeback geben, als er für Sohm eingewechselt wird. Als er zum zweiten Mal am Ball ist, verliert er ihn, sein Glück ist, dass Servette danach die nächste grosse Chance vergibt. Einen guten Moment hat er dann doch noch: Er ist an der Vorbereitung des Ausgleichs beteiligt. Ein zweiter guter Moment folgt nicht mehr.
Freshfocus/Urs Lindt
Blaz Kramer – 3 Kommt in der 68. Minute für Mahi und tut eigentlich gute Dinge: Er geht zum Beispiel da steil, wo Mahi nur verharrt wäre. Sein Problem: Er vergibt in der 70. Minute mit dem Kopf aus kürzester Distanz zum Tor das 2:2, danach kann er eine Tosin-Flanke nicht unter Kontrolle bringen. Es sind die letzten zwei Szenen, in denen der FCZ noch darauf hoffen könnte, einen Punkt aus Genf zu entführen.
Blaz Kramer – 3 Kommt in der 68. Minute für Mahi und tut eigentlich gute Dinge: Er geht zum Beispiel da steil, wo Mahi nur verharrt wäre. Sein Problem: Er vergibt in der 70. Minute mit dem Kopf aus kürzester Distanz zum Tor das 2:2, danach kann er eine Tosin-Flanke nicht unter Kontrolle bringen. Es sind die letzten zwei Szenen, in denen der FCZ noch darauf hoffen könnte, einen Punkt aus Genf zu entführen.
Ennio Leanza, Keystone
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Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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