Zum Hauptinhalt springen

Die FCZ-Frauen im Rampenlicht Europas

Die FCZ-Frauen treffen heute im Hinspiel des Champions-League-1/16-Finals im Letzigrund auf Juvisy Essone. Die NLA-Dominatorinnen sind die klaren Aussenseiterinnen.

Die FCZ-Frauen (v. l.: Muriel Bouakaz, Nicole Remund, Rahel Kiwic, Selina Zumbühl) wollen sich gegen Juvisy Essonne einem grossen Publikum zeigen.
Die FCZ-Frauen (v. l.: Muriel Bouakaz, Nicole Remund, Rahel Kiwic, Selina Zumbühl) wollen sich gegen Juvisy Essonne einem grossen Publikum zeigen.
Dominique Meienberg

Um dem Frauen-Team eine gute Plattform zu bieten, machen die Verantwortlichen des FC Zürich einiges. Einen Tag vor dem Champions-League-Hinspiel der 1/16-Finals gegen den französischen Meisterschaftszweiten Juvisy Essonne lud der Verein erstmals zu einer Doppelmedienkonferenz der Trainer - mit Dorjee Tsawa und Rolf Fringer. Die Super-League-Profis des FCZ treffen am Mittwoch auf Leader St. Gallen. Und so wurde sogar Fringer mit Fragen zum Frauenfussball konfrontiert. Ein Spiel der weiblichen Clubkolleginnen habe er noch nicht gesehen, räumte er ein. Aber er musste schon einmal feststellen, dass der Bus nicht zur Verfügung stand. Auf die Frage, ob er verloren gegangen sei, bekam Fringer zu hören, dass dieser mit den FCZ-Frauen in Slowenien sei.

Die Reise lohnte sich. Der Schweizer Meister gewann das Qualifikationsturnier. Damit gehören die Zürcherinnen zum dritten Mal nach 2009 und 2010 zu den besten 32 europäischen Teams. Beide Male musste der FCZ, der normalerweise seine Partien im Heerenschürli bestreitet, wegen der Auflagen der Uefa für das Heimspiel auf die Winterthurer Schützenwiese ausweichen. «Den Kostenaufwand für ein alleiniges Frauenspiel im Letzigrund konnten wir nicht bewältigen», klärt Marion Daube von der FCZ-Geschäftsführung auf.

Den Zuschauerrekord brechen

Im Heimstadion der Männer waren die FCZ-Frauen auch schon aufgelaufen - jeweils im Anschluss eines Super-League-Matches. «Es waren meist rund 1000 Zuschauer noch da. Damit konnten wir neue Fans gewinnen», ist Daube überzeugt. Jetzt dürfen die Zürcherinnen erstmals ein internationales Spiel im Letzigrund bestreiten. «Die Stadt hat uns in diesem Jahr das Stadion kostenlos zur Verfügung gestellt», sagt Daube. Bedenken wegen einer trostlosen Atmosphäre im Stadion hat sie keine. «Natürlich werden nicht 10 000 Zuschauer kommen. So weit sind wir nicht», sagt Daube. Sie hofft aber, gegen Juvisy Essonne zumindest den Schweizer Zuschauerrekord im Frauenfussball zu brechen. Den stellt im Moment noch YB. Die Bernerinnen spielten vor einem Jahr im Stade de Suisse gegen Hjørring (Dä) vor 2046 Zuschauern. Diese Marke könnte der FCZ übertreffen. Der Club verschickte im Vorfeld Einladungen an alle Fussballclubs in Zürich, die Frauenteams der NLA und NLB und an diverse Schulen. Das Ergebnis lässt sich sehen. «Rund 2000 Tickets sind weg», kann Daube verkünden.

Bei den letzten Auftritten in den 1/16-Finals gegen Linköping (Sd) und Torres Calcio (It) waren die Zürcherinnen chancenlos. Auch jetzt warnt FCZ-Trainer Tsawa vor zu hohen Erwartungen. «Juvisy wurde in Frankreich mit nur vier Punkten Rückstand Zweiter hinter Meister und Champions-League-Sieger Lyon.» Der Verein aus Viry-Châtillon, einem Vorort von Paris, stellt vier Nationalspielerinnen. Zwei davon - Sandrine Soubeyrand und Gaëttane Thiney - nehmen dort Schlüsselrollen ein.

Allerdings hat auch der FCZ in den letzten zwei Jahren deutlich an Qualität gewonnen und dominiert die NLA nach Belieben. Der Doublegewinner ist nach 6 Runden noch ohne Punktverlust (Torverhältnis 31:2). Am Samstag konnte es sich Tsawa im Spitzenduell gegen Yverdon (5:1) leisten, eine Reihe von Stammspielerinnen zu schonen. Er sagt: «Wir haben auch in der Breite so viel Qualität im Kader, dass wir in der Schweiz wenig Gegenwehr zu erwarten haben.»

Champions League. 1/16-Final. Hinspiel. Heute Dienstag. 19.15: FCZ - Juvisy Essonne (Fr) (Letzigrund).

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch