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Die häufigsten Verletzungen

Basketball ist gesünder als Fussball, das zeigt eine Auswertung der Sportverletzungen des vergangenen Jahrs.

Verletzungen gehören zum Sportler-Dasein. Die meisten Blessuren beim Fussball betreffen den Oberschenkel (21 Prozent).
Verletzungen gehören zum Sportler-Dasein. Die meisten Blessuren beim Fussball betreffen den Oberschenkel (21 Prozent).
Keystone

Das kennen der Amateur der 5. Liga und der Profi der Super League. Wie ein Blitz schlägt es während des Sprints im Bein ein, der Spieler bremst humpelnd ab, es folgt der Griff nach hinten. Dieses Bild ist normal geworden, jede fünfte Fussballerverletzung geschieht im Oberschenkel (siehe Diagramm unten).

Gang und Gäbe sind auch Verletzungen im Sport. Trotzdem überrascht das Ausmass, wie eine Auswertung der deutschen Versicherung VBG zeigt:

  • Im Durchschnitt erlitt jeder Spieler 2,5 Verletzungen pro Saison
  • Beim Fussball, Basketball und Handball geschehen 60 Prozent der Verletzungen im Training

Die VBG hat die Verletzungen der jeweils zwei höchsten deutschen Profiligen in Fussball, Handball, Basketball und Eishockey in der Saison 2014/2015 untersucht und 3500 Spielerdaten ausgewertet (Es wurden nur Unfälle aufgenommen, die mindestens 1000 Euro Kosten oder einen Ausfall von mindestens sieben Tagen zur Folge hatten).

Fussball ist eine Kontaktsportart, und doch entsteht jede zweite Verletzung ohne Gegnereinfluss – beim Antritt, beim Sprint, beim Wenden, beim Landen. Der Oberschenkel-Muskel (der Hamstring) gehört zu den verletzungsanfälligsten in der Branche. Auffallend ist die jüngst aufgetretene Häufung von Muskelbündelrissen. Mediziner argumentieren, dass bei Muskelfaserrissen die Fussballer fitgespritzt werden und bei der nächsten grossen Anstrengung sich der ganze Muskelbündel entzweit.

Der Kopf, der Kopf, der Kopf. Er ist die Achillesferse der Eishockeyaner. Vor Tagen beendete Janick Steinmann mit 29 Jahren seine Karriere – er erholte sich nie richtig von einer Gehirnerschütterung. Den Kopfverletzungen (Gehirnerschütterung, Zahnbruch, Wunden) ist eines gemein, sie entstehen allesamt wegen Gegnerkontakten. Es ist ein Problem, dem sich auch die Schweizer Liga bewusst ist und etwa mit beweglicheren Banden entgegenzuwirken versucht.

Die Studie sagt zweierlei: Erst das Offensichtliche, Basketballer sind am meisten an Sprung- und Kniegelenk verletzt. Bänderrisse, Verstauchungen und Prellungen sind die häufigsten Probleme der Basketballer. Nun das Überraschende: Im Basketball gibt es tendenziell weniger und weniger gravierende Verletzungen. Grund ist der verhältnismässig körperlose Sport. Am meisten Unfälle passieren übrigens unter den Körben.

Ähnlich verhält es sich im Handball: Die meisten Verletzungen – rund zwei Drittel – passieren in Tornähe. Die Knie- und Sprungelenkblessuren geschehen meist wegen der abrupten Start- und Stop-Bewegungen auf hartem Grund sowie der Landungen nach Sprüngen. Wissenswert ist hier, dass die meisten Sprunggelenksverletzungen sich im Training ereignen. Die Gelenke sind dort weniger getaped und bandagiert wie im Wettkampf.

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