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Die Qual der Wahl beim FC Basel

Zürich, Molde, Sion – der FC Basel hat drei Auswärtsspiele in acht Tagen vor sich. Trainer Heiko Vogel denkt aber vorerst nur an die Partie gegen GC am Samstag um 19.45 Uhr.

Lässt Heiko Vogel seinen besten Torschützen Alex Frei gegen GC spielen?
Lässt Heiko Vogel seinen besten Torschützen Alex Frei gegen GC spielen?
Keystone

«Alex, bring Wasser!» Solch einen Befehl ist sich Alex Frei nicht gewohnt. Der natürlich nicht ernst gemeinten Aufforderung von Radoslav Kovac kommt der Topskorer, der immer noch vom Luzern-Spiel angeschlagen ist, auf eigene Weise nach. Er stellt dem tschechischen Verteidiger einen Becher mit Eiswürfeln vor die Füsse – bei diesen Temperaturen sicher auch nicht verkehrt. Die Szene aus dem wegen der Hitze auf den Vormittag verlegten Abschlusstraining des FC Basel zeigt die hervorragende Stimmung, die im Team des Schweizer Meisters herrscht. Vier Tage nach der locker übersprungenen ersten internationalen Hürde wird der FCB in Zürich wohl etwas mehr gefordert als von Flora Tallinn.

Die Grasshoppers haben beim eher glücklichen 1:0-Erfolg gegen die Young Boys den Bann gebrochen und erstmals unter Trainer Uli Forte gewonnen. «Jeder Sieg gibt Selbstbewusstsein», sagt Heiko Vogel, fügt aber gleich an: «Jede Mannschaft ist so gefährlich, wie man sie selbst macht.» Angesichts der präzisen taktischen Vorstellungen, die Vogel im Training seinen Spielern zu vermitteln versuchte, nehmen die Basler die Aufgabe im Letzigrund sehr ernst. Das Spiel der Hoppers sei etwas anders als noch unter Ciriaco Sforza, meint Vogel. Mit den Transfers von Stéphane Grichting, dem Serben Milan Vilotic und Rückkehrer Veroljub Salatic hat GC an Erfahrung und Profil gewonnen.

Voser zufrieden mit Comeback

Aber auch der «neue» FCB braucht sich nicht zu verstecken. Die neuen Spieler haben sich in kurzer Zeit bereits prächtig integriert, wodurch Vogel trotz Abwesenheit der drei Olympiafahrer Fabian Frei, Fabian Schär und Mohamed Salah sowie des verletzten Philipp Degen die Qual der Wahl hat. Im zentralen Mittelfeld beispielsweise, wo sich Gilles Yapi, Marcelo Diaz und Cabral um zwei Plätze streiten. «Es ist schön, über verschiedene gute Kombinationen zu verfügen. So kann man den Gegner jeweils überraschen», erklärt Vogel zufrieden. Da Diaz die letzten drei Spiele absolvierte, dürfte am Samstag das Duo Yapi/Cabral zum Handkuss kommen.

Eine Reihe weiter hinten wird Gaston Sauro wohl wieder mit Aleksandar Dragovic im Zentrum agieren, während Joo Ho Park auf der linken Seite Konkurrenz erhalten hat: Kay Voser gab gegen Tallinn ein erfreuliches Comeback. «Ich war selbst überrascht, wie gut es gelaufen ist, und vor allem, wie schnell ich mich von den 90 Minuten erholt habe», sagt der Aargauer, der am Dienstag erstmals seit elf Monaten wieder in einem Pflichtspiel auflief. Aber ein Einsatz gegen seinen Ex-Club GC wäre dennoch zu viel. In Anbetracht des Muskelbündelrisses, der Degen mindestens einen Monat ausser Gefecht setzen wird, sind Alternativen willkommen. Deshalb führt Vogel sein Experiment, Stephan Andrist zum rechten Aussenverteidiger umzufunktionieren, vorerst fort. Die Saison hat schliesslich gerade erst begonnen.

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