«Mamma mia!»

So gehen die Schweizer Nationalspieler damit um, dass sie an der Europameisterschaft auf Albanien treffen.

«Ich kann's nicht glauben!», findet Valon Behrami dazu, dass die Schweiz ausgerechnet auf Albanien trifft.

«Ich kann's nicht glauben!», findet Valon Behrami dazu, dass die Schweiz ausgerechnet auf Albanien trifft. Bild: Keystone

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Die Reaktion von Valon Behrami ist ebenso kurz wie vieldeutig. «Ich kann's nicht glauben!», meldet der Schweizer Nationalspieler mit albanischen Wurzeln auf Twitter, nachdem klar ist, dass es zum Bruderduell Schweiz-Albanien kommen wird. Vor der Auslosung hatte er noch zu einem möglichen Treffen mit den Albanern gemeint: «Bitte nicht, das hätte mit Fussball nichts zu tun.» Teamkollege Gelson Fernandes fällt da nach der Auslosung nur noch ein: «Mamma mia, Bruder, was für eine Geschichte!»

Granit Xhaka dagegen scheint seine Meinung zum Duell mit seinem Bruder Taulant in kürzester Zeit komplett geändert zu haben. «Nur nicht Albanien», hatte er vor der Auslosung gemeint. Danach erklärte er gemäss «Sport1.de»: «Ich habe mir Albanien gewünscht und jetzt ist es Albanien geworden.»

Trotz dieser Aussage ist sich der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic sicher, dass dieses Spiel «emotionsgeladen» sein wird: «Vor allem für Granit Xhaka, der gegen seinen Bruder antritt. Aber ich bin sicher, dass Granit mit diesem Druck umzugehen weiss.»

Gewohnt nüchtern fällt die Reaktion des Captains Gökhan Inler auf Facebook aus. Er freut sich auf Frankreich, lässt er uns wissen.

Euro 2016 group stage draw: Looking forward to next summer!????So sieht unsere Gruppe an der EM 2016 aus: Freue mich schon auf Frankreich!????#G8 #Swissteam #Nati #Euro2016

Posted by Gökhan Inler on Samstag, 12. Dezember 2015

Auf der Website des Schweizerischen Fussballverbandes richtet sich Inler aber auch direkt an die Medien: «Unser Start gegen Albanien wird eine Art Derby, bei dem es aber um Fussball gehen soll und nicht um die ewig gleichen emotionalisierten Geschichten, die teilweise überzeichnet wiedergegeben werden von gewissen Medien.»

Es ist klar, was der Captain anspricht: Die Diskussionen um «richtige» und «falsche» Schweizer und Berichte der «Aargauer Zeitung» über einen sogenannten «Balkangraben», der sich durch das Schweizer Team ziehen soll.

Xherdan Shaqiri, neben Behrami und Xhaka der dritte Schweizer mit albanischen Wurzeln, findet schliesslich auf Twitter: «Nette Gruppe». Und verziert das Ganze noch mit einem Smiley mit Herzen auf den Augen.

Erstellt: 12.12.2015, 22:47 Uhr

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