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Die verpasste Chance der Uefa

Statt ein Zeichen gegen die Gewalttäter zu setzen, belohnt der Fussballverband Serbien nach der Schande von Belgrad mit einem Forfaitsieg.

MeinungDavid Wiederkehr
Machten während des Spiels Stimmung gegen Albanien: Fans der serbischen Nationalmannschaft am Qualifikationsspiel in Belgrad. (14. Oktober 2014)
Machten während des Spiels Stimmung gegen Albanien: Fans der serbischen Nationalmannschaft am Qualifikationsspiel in Belgrad. (14. Oktober 2014)
Keystone
Riss die Flagge runter: Der serbische Spieler Stefan Mitrovic.
Riss die Flagge runter: Der serbische Spieler Stefan Mitrovic.
Reuters
Auf dem Spielfeld kam es später zu Tumulten.
Auf dem Spielfeld kam es später zu Tumulten.
Reuters
Über Minuten schwebte sie im Stadion: Die Flagge in Belgrad.
Über Minuten schwebte sie im Stadion: Die Flagge in Belgrad.
Reuters
Flippten auf den Rängen aus: Fans von Serbien.
Flippten auf den Rängen aus: Fans von Serbien.
Reuters
Petarden flogen auf das Spielfeld.
Petarden flogen auf das Spielfeld.
Reuters
Reaktion nach dem Spielabbruch in Albaniens Hauptstadt Tirana.
Reaktion nach dem Spielabbruch in Albaniens Hauptstadt Tirana.
Arben Celi, Reuters
Reaktion nach dem Spielabbruch in Albaniens Hauptstadt Tirana.
Reaktion nach dem Spielabbruch in Albaniens Hauptstadt Tirana.
Arben Celi, Reuters
Albaniens Burim Kukeli und ein Serbien-Fan gehen aufeinander los.
Albaniens Burim Kukeli und ein Serbien-Fan gehen aufeinander los.
Reuters
Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort.
Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort.
Reuters
Albaniens Bekim Balaj und Serbiens Nenad Tomovic kämpfen um die Flagge.
Albaniens Bekim Balaj und Serbiens Nenad Tomovic kämpfen um die Flagge.
Keystone
Albaniens Lorik Cana kämpft mit einem Fan von Serbien.
Albaniens Lorik Cana kämpft mit einem Fan von Serbien.
Reuters
Betroffene Fans im Fussballstadion von Belgrad.
Betroffene Fans im Fussballstadion von Belgrad.
Reuters
Bekim Balaj (M.) und Ansi Agolli (r.) prügeln sich mit einem serbischen Fan.
Bekim Balaj (M.) und Ansi Agolli (r.) prügeln sich mit einem serbischen Fan.
Reuters
Der Schiedsrichter war machtlos und brach noch in der ersten Halbzeit das Spiel ab.
Der Schiedsrichter war machtlos und brach noch in der ersten Halbzeit das Spiel ab.
Keystone
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Es ist ein schwer verständliches Urteil und ein schwer verdauliches. Ein Schiedsspruch, der einmal mehr Fragen darüber aufwirft, wie und aus welchen Motiven bei sportpolitischen Verbänden wie der Uefa Entscheide gefällt werden.

Wie nur konnte die höchste Fussballinstanz in Europa auf die Idee kommen, den serbischen Fussballverband für das Skandalspiel gegen Albanien, diese Schande von Belgrad, mit einem 3:0-Forfaitsieg zu belohnen? Bloss um ihm, der für die Sicherheit verantwortlich ist, die drei zugesprochenen Punkte sofort wieder abzuziehen wegen der mangelhaften Organisation. Dieses Urteil, heute Vormittag gesprochen nach den Anhörungen von gestern, dieser juristische Eiertanz ist kaum vermittelbar. Die Uefa begnügte sich mit einem 13-zeiligen Schreiben.

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