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Die Wunschdenker

Sobald der Ball an der Euro rollt, vergessen die Fans die Probleme des Fussballs und der Welt. Ein Akt grandioser Selbsttäuschung.

Im Taumel vergisst der wahre Fan die Hässlichkeit der Funktionärskorruption: Anhänger der französischen Nationalmanschaft. Foto: Loïc Venance (AFP)
Im Taumel vergisst der wahre Fan die Hässlichkeit der Funktionärskorruption: Anhänger der französischen Nationalmanschaft. Foto: Loïc Venance (AFP)

Für den europäischen Fussballfreund beginnt am Freitag die schönste Zeit des Jahres: die Euro, die EM in Frankreich. Sie ist Balsam in diesen Zeiten, wenn die Europäische Union auseinanderzubrechen droht, Bürgerkriege und Autokraten wüten, der Terror überall lauert und die Schweiz mit ihrem Verhältnis zu Europa dauerhadert. Im Stadion oder auf der Couch, wohlig ins Trikot der eigenen Nationalmannschaft gekuschelt, vergisst der Fan diese gefährliche und komplizierte Welt. Das Phänomen des nationalen Zusammenrückens begünstigt die temporäre Fan-Amnesie.

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