«Jetzt haben wir einen guten Mix»

Das endgültige WM-Kader ist bekannt: Wen Nationaltrainer Vladimir Petkovic nach Russland mitnimmt.

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Der Schweizer Nationalcoach gab sein definitives Kader für die Weltmeisterschaft bekannt. Es enthält keine Überraschung. Wie erwartet reisen Gregor Kobel, Silvan Widmer und Edimilson Fernandes nicht nach Russland.

Dass Torhüter Gregor Kobel von Hoffenheim, der Torhüter Nummer 4, würde heimreisen müssen, war ohnehin klar. Bei Silvan Widmer hat Nationalcoach Vladimir Petkovic einige Signale gesendet. Eines war zum Beispiel, dass der Aussenverteidiger von Udinese am Sonntag im Testspiel in Villarreal gegen Spanien nicht zum Aufgebot gehörte.

Ohne Fernandes, Widmer und Kobel: Petkovic präsentiert das WM-Kader. (Video: Tamedia/SDA)

Ein Entscheid für den Sturm

Den letzten Platz im definitiven WM-Kader gab Petkovic dem Stürmer Josip Drmic und nicht dem Mittelfeldspieler Edimilson Fernandes. «Ich glaube, jetzt haben wir einen guten Mix. In einem WM-Kader muss immer auch die Chemie spielen», erklärt Petkovic. Der Entscheid zugunsten von Drmic hatte letztlich aber vor allem technisch-taktische Gründe. «Mit einem zusätzlichen Stürmer habe ich etwas mehr Optionen.»

Von den 23 Spielern, welche diese Woche im Tessin den nächsten Teil der Vorbereitung bestreiten und dann am kommenden Montag ins WM-Camp nach Togliatti reisen, sind 22 im Ausland engagiert. Nur Basels Verteidiger Michael Lang spielt in der Schweizer Super League. «So viele Legionäre im Team zu haben, ist eine tolle Auszeichnung für den Schweizer Fussball», findet Petkovic. 19 Internationale spielen in einer der fünf europäischen Top-Ligen.

Behramis Premiere

Eine Erwähnung verdient Valon Behrami. Nicht, dass seine Nomination speziell wäre. Aber der 33-jährige Tessiner wird mit der Teilnahme an der WM in Russland der erste Schweizer Fussballer, der an vier Weltmeisterschaften teilnimmt.

Behrami ist dabei die Spitze eines Eisbergs. Denn das Schweizer Team verfügt über viel Turnier-Erfahrung. 15 Spieler standen schon 2014 unter Petkovics Vorgänger Ottmar Hitzfeld im WM-Kader für Brasilien. 17 gehörten vor zwei Jahren zum Team an der EM-Endrunde in Frankreich.

Sehen Sie in der Bildstrecke alle 23 Schweizer, die in Russland Grosses erreichen sollen.

(mro/fal/sda)

Erstellt: 04.06.2018, 18:15 Uhr

Vier Super-League-Profis an WM

Die Schweizer Super League ist an der WM in Russland nur mit vier Spielern vertreten. Neben Michael Lang vom FC Basel, dem einzigen heimischen Vertreter im Kader der Schweizer Nationalmannschaft, erhielten die beiden Australier Trent Sainsbury (Grasshoppers) und Tomi Juric (Luzern) sowie Costa Ricas Mittelfeldspieler Yeltsin Tejeda von Absteiger Lausanne-Sport ein Aufgebot für die am 14. Juni beginnende Endrunde. (sda)

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