Diese Fussballprofis sind noch auf der Suche

Seit dem 1. Juli steht so mancher Fussballer ohne Verein da. Darunter sind einige prominente Namen.

Einige berühmte und erfolgreiche Fussballer sind aktuell vereinslos. (Video: Tamedia)

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Das Branchenportal «Transfermarkt» führt so einige interessante Listen. Jene mit den aktuellsten Transfers etwa. Oder jene mit den jüngsten Wechselgerüchten. Dieser Tage alle gut geklickt, schliesslich ist es Sommer, also Transferzeit.

Eine Liste, die beinahe etwas untergeht, ist jene der vertragslosen Spieler. Dabei ist diese ebenso spannend – und seit dem 1. Juli um so manchen Namen ergänzt worden. Schliesslich enden die meisten Verträge zwischen Fussballer und Verein per 30. Juni. Haufenweise Namen zieren diese Liste. Viele davon nie gehört, aber jährlich sind auch immer wieder prominente Fussballer darunter. Das ist in diesem Sommer nicht anders.

Balotelli machte abseits des Platzes von sich reden

Arbeitslos ist etwa der italienische Skandal-Fussballer Mario Balotelli. Immerhin Champions-League-Sieger und 36-facher italienischer A-Nationalspieler. Zuletzt stürmte der 28-Jährige für Olympique Marseille. Lediglich sechs Monate hielt er es dort aus. Nun ist er ablösefrei zu haben. Von Balotelli war im Juli durchaus zu lesen. Aber nicht wegen Wechselgerüchten.

Das Enfant terrible stiftete in Neapel einen Mann dazu an, sich bis zur Unterwäsche auszuziehen und seine Vespa danach im Meer zu versenken. Balotelli bot dem Mann 2000 Euro. Dieser ging darauf ein. Balotelli filmte die Aktion und teilte das Video im Internet. Nun hat der Fussballer eine Anzeige am Hals. Und noch immer keinen neuen Verein.

Ein anderer Stürmer, der ebenfalls ohne Club dasteht, ist Daniel Sturridge. Der 29-Jährige spielte bis vor kurzem bei Champions-League-Sieger Liverpool und erzielte in bisher 218 Premier-League-Partien ordentliche 111 Tore. Ähnlich wie bei Balotelli sorgt Sturridge zwar für Schlagzeilen, jedoch nicht aufgrund seiner fussballerischen Zukunft. Kürzlich wurde Sturridge Opfer eines Einbruchs, wobei auch sein Hund entführt worden war. Zudem wurde der Stürmer vom englischen Fussballverband wegen unerlaubter Wetten gesperrt und gebüsst. Das kommt beim Bewerbungsgespräch wohl nicht sonderlich gut an.

Arbeitslos nach zwölf Bayern-Jahren

Aktuell nicht gebüsst, aber trotzdem ein prominenter Arbeitsloser ist der Ex-Münchner Franck Ribéry. Nach zwölf Jahren bei den Bayern endete nach 273 Spielen, 86 Toren und 120 Assists seine Zeit an der Säbener Strasse. Gegenüber «Sportbild» bekräftigte der Franzose, dass er sich gut fühle und mit vielen guten Angeboten konfrontiert worden sei. Der Wechsel soll aber auch für seine Familie stimmen. Noch ist die Familie Ribéry nicht weitergezogen.

Auffällig ist, dass unter den prominentesten Fussballern ohne Arbeitspapier vor allem Offensivkräfte sind. So sind etwa auch Fernando Llorente (ehemals Tottenham), Wilfried Bony (ehemals Swansea City), Danny Welbeck (ehemals Arsenal) und Andy Carroll (ehemals West Ham) auf der Suche nach neuen Arbeitgebern.

Bekanntester Abwehrspieler ohne Job ist der Brasilianer Dani Alves. Kürzlich führte der 36-Jährige die brasilianische Nationalmannschaft zum Triumph an der Copa América. Nun wartet der ehemalige PSG-Star und dreifache Champions-League-Sieger auf Angebote. Dasselbe gilt für den früheren Barcelona-Akteur und 74-fachen belgischen Nationalspieler Thomas Vermaelen sowie den ehemaligen Chelsea-Spieler und 61-fachen englischen Nationalspieler Gary Cahill.

Diese Schweizer sind ohne Job

Ohne Club sind auch so manche prominente Schweizer Spieler wie Stephan Lichtsteiner (ehemals Arsenal), Johan Djourou (ehemals SPAL), Almen Abdi (ehemals Sheffield Wednesday), Philippe Senderos (ehemals Houston) und Oliver Buff (ehemals Anorthosis Famagusta). Die bekanntesten Namen, die bis vor kurzem noch in der Super League aktiv waren und nun einen neuen Arbeitgeber suchen, sind Goalie Heinz Lindner (ehemals GC) und die Offensivspieler Carlitos (ehemals Sion) sowie Tomi Juric (ehemals Luzern). Die Zahl der Vertragslosen dürfte in den nächsten Wochen noch abnehmen. Doch nicht alle werden es von der Liste schaffen. (cst)

Erstellt: 26.07.2019, 15:12 Uhr

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