Zum Hauptinhalt springen

Diese Stars bangen um die WM

Die letzte Runde der Qualifikation für Brasilien wird grosse Fussballnationen in die Barrage zwingen.

Cristiano Ronaldo holte im vorletzten Qualifikationsspiel eine Gelbe Karte, damit er in der Barrage nicht gesperrt ist ...
Cristiano Ronaldo holte im vorletzten Qualifikationsspiel eine Gelbe Karte, damit er in der Barrage nicht gesperrt ist ...
Keystone
... wie Zlatan Ibrahimovic. Nun treffen die beiden Weltstars im Kampf um ein WM-Ticket aufeinander.
... wie Zlatan Ibrahimovic. Nun treffen die beiden Weltstars im Kampf um ein WM-Ticket aufeinander.
Keystone
... während das Team um Regisseur Luka Modric fest mit einer WM-Teilnahme rechnet.
... während das Team um Regisseur Luka Modric fest mit einer WM-Teilnahme rechnet.
Keystone
1 / 8

Eine Weltmeisterschaft ohne Cristiano Ronaldo? Ohne Franck Ribéry? Ohne Wayne Rooney? Es wäre für Fussball-Liebhaber nur schwer zu ertragen, was einem Turnier ohne diese Namen fehlen würde. Ein Künstler, der Traumtore schiesst und polarisiert wie kein anderer, der in der Halbzeit seine Frisur ummodelliert, dessen Hang zur Selbstinszenierung schon fast bewundernswert ist. Ein kleiner Spassmacher und Hochgeschwindigkeitsdribbler, der sich beim FC Bayern zum König Europas hochspielte, nachdem er an der WM 2010 in Südafrika noch gegen den Nationaltrainer und Mitspieler intrigiert hatte. Und ein spektakulärer englischer Bulle, der üblicherweise spätestens im Viertelfinal scheitert und in seiner Trauer an einen weinenden Boxer erinnert.

Während den Schweizern heute zum Abschluss gegen Slowenien Zeit für Genuss und Experimente bleibt, bangen diese drei Stars noch um das Ticket für Brasilien im nächsten Sommer. Die besten Chancen auf eine direkte Qualifikation bieten sich Wayne Rooney und seinen Engländern. Gewinnen sie im Wembley gegen Polen, stehen sie als Sieger der Gruppe H und damit als WM-Teilnehmer fest. Ein Unentschieden wird nicht reichen, weil die Ukraine – mit einem Punkt weniger auf Platz 2 klassiert – in San Marino wohl kaum Mühe haben wird.

20'000 Polen im Wembley

England-Coach Roy Hodgson will den beschwerlichen Weg über die Barrage unbedingt vermeiden, weshalb er nach dem 4:1 vom Freitag gegen Montenegro strenge Worte an seine Spieler richtete, wie er selber sagt. «Ich muss die Mannschaft vor Selbstzufriedenheit schützen.» Zumal die Polen um Dortmund-Stürmer Robert Lewandowski unberechenbar sind. Und sie können Selbstvertrauen aus der Geschichte schöpfen: Vor 40 Jahren sicherten sie sich dank eines 1:1 auf Kosten der Briten das Ticket für die Endrunde in Deutschland. Zwar geht es für sie um nichts mehr, ihre 20'ooo Landsleute im Stadion werden sie jedoch nicht enttäuschen wollen.

Im Gegensatz zu den Engländern sind die Franzosen um Europas Fussballer des Jahres Franck Ribéry auf Schützenhilfe angewiesen. Den Spaniern (17 Punkte) reicht daheim gegen Georgien ein Punkt, um die Gruppe I für sich zu entscheiden und die «Equipe tricolore» (14 Punkte) ins Playoff zu verbannen.

Ronaldo stänkert

Auch die Portugiesen haben vor der abschliessenden Runde nur wenig Grund zur Hoffnung auf eine direkte Qualifikation. Sie liegen in der Gruppe F drei Punkte hinter Russland, das in Aserbeidschan spielt. Den Iberern fehlt der gelbgesperrte Captain Ronaldo, doch gegen Luxemburg dürfte das nur unwesentlich ins Gewicht fallen. Viel wichtiger ist, dass der Superstar von Real Madrid Mitte Oktober in der Barrage wieder mitwirken könnte. Im schlimmsten Fall droht da ein Duell mit Frankreich, das im Playoff nach momentanem Stand aufgrund seiner Position im Fifa-Ranking (Platz 25) auf einen stärker eingestuften Gegner treffen würde.

Mit Blick auf die Barrage zur WM 2010, als Thierry Henrys ungeahndetes Handspiel den Franzosen gegen Irland den Weg geebnet hatte, sagt Ronaldo vieldeutig: «Frankreich ist das einzige Team, auf das ich nicht treffen will. Es ist das stärkste, vor allem aber sind zu viele Interessen im Spiel. Mehr will ich nicht sagen, denn ich könnte bestraft werden.»

Hier geht es zur Fifa-Tabellenübersicht der europäischen WM-Qualifikationsgruppen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch