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Drmic und die helvetische Hochburg Gladbach

Favre, Sommer, Xhaka und jetzt Josip Drmic: Was sich die Borussen vom Neuzuzug versprechen – und umgekehrt.

Die Nummer 9 für den Stossstürmer: Josip Drmic am Tag seiner Präsention in Gladbach.
Die Nummer 9 für den Stossstürmer: Josip Drmic am Tag seiner Präsention in Gladbach.
Keystone
Sechs Tore und nur wenig Spiele: Drmic musste in Leverkusen unten durch.
Sechs Tore und nur wenig Spiele: Drmic musste in Leverkusen unten durch.
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Eine ehrliche Haut: Josip Drmic lässt die Öffentlichkeit an seinem Innenleben teilhaben.
Eine ehrliche Haut: Josip Drmic lässt die Öffentlichkeit an seinem Innenleben teilhaben.
Keystone
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Tore statt Tristesse, die Freude am Fussball wiederfinden und das Vertrauen der Vereinsführung spüren – dieser Wunsch könnte für Josip Drmic nach einer für ihn durchzogenen Saison in Leverkusen in Gladbach wieder in Erfüllung gehen. «Borussia ist ein geiler Verein. Ich bin begeistert von der Mannschaft und dem Fussball, der hier gespielt wird. Deshalb bin ich froh, dass mein Wechsel nach Mönchengladbach funktioniert hat und alle Parteien zufrieden sind», sagt Drmic am Tag seiner Präsentation im Gladbach-Park.

Eine entscheidende Rolle beim Transfer spielte Sportchef Max Eberl. «Er hat sich sehr intensiv um mich bemüht, das hat mir imponiert», sagt Drmic, «Max Eberl hat immer an mich geglaubt und ist immer drangeblieben.» Schon vor einem Jahr war der Manager der Borussen an Drmic interessiert, dieser sah sein Glück aber bei Leverkusen, ein Trugschluss. Er kam kaum zum Einsatz, erzielte als Joker aber immerhin sechs Tore. «Josip ist ein schneller, torgefährlicher Angreifer, der gut in unsere Mannschaft passen wird», so Eberl nach seinem vierten Schweizer Transfer.

Favre, der Hammer-Trainer

Unter Lucien Favre entwickelt sich Gladbach zusehends zu einer helvetischen Hochburg: Vor vier Jahren bewahrte der Romand die Fohlen vor der Relegation und führte die Borussia an die Spitze der Bundesliga. Vor drei Jahren lockte Favre den damals 19-jährigen Granit Xhaka vom FC Basel an den Niederrhein und baute ihn zum Regisseur auf. Vergangene Saison wagte Yann Sommer mit 25 den Schritt in die Bundesliga und etablierte sich unter Favre auf Anhieb zu einem Goalie von Weltformat. Und nun: Josip Drmic, auch erst 22 und mit neuer Lust auf Leistung. «Mein Wunsch ist es, unter Favre besser zu werden und viel von ihm zu lernen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit ihm zu arbeiten. Er ist ein Hammer-Trainer.»

Sommer – Xhaka – Drmic – die neue Schweizer Achse ist im internationalen Fussball eine einmalige Allianz. «Sommer und Xhaka werden anfangs sicher eine wichtige Stütze für mich sein. Aber ich hoffe natürlich in der Zukunft auch darauf, weitere Freunde innerhalb der Mannschaft zu finden», sagt Drmic und hofft auf einen erfolgreichen Einstand. «Ich bin ein schneller Stürmer, der gerne in die Tiefe geht und gemeinsam mit den Mitspielern versucht, gute Kombinationen zu gestalten und am Ende natürlich auch Tore zu erzielen.»

Drmic trägt neu die Nummer 9, seine Position will er aber nicht festlegen. «Ich bin ein flexibler Spieler. Am liebsten spiele ich ganz vorne im Zentrum, je näher ich dem Tor bin, desto gefährlicher bin ich. Der Trainer weiss aber, dass ich auch aussen spielen kann.» Für Favre ist Drmic das fehlende Puzzlestück, das perfekt in seine Mannschaft passt. Manager Max Eberl hebt die Strebsamkeit des 18-fachen Schweizer Nationalspielers hervor und sagt: «Josip ist mehr als nur ein Torjäger, er arbeitet viel für die Mannschaft. Und er ist sehr ehrgeizig, das tut uns sehr gut.»

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