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Basel kriselt weiter – FCZ lässt Punkte liegen

Der FC St. Gallen stürzt den FCB tiefer in die Krise – Schlusslicht Lausanne erkämpft sich einen Punkt gegen den FCZ.

fsc
St. Gallen lässt den Meister alt aussehen und siegt zuhause mit 2:1.
St. Gallen lässt den Meister alt aussehen und siegt zuhause mit 2:1.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Erfolglos: Der FCB kämpft in der zweiten Halbzeit und verkürzt dank einem Treffer von Zuffi noch auf 2:1, doch dabei bleibt es auch.
Erfolglos: Der FCB kämpft in der zweiten Halbzeit und verkürzt dank einem Treffer von Zuffi noch auf 2:1, doch dabei bleibt es auch.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Frühe Führung: Aratore trifft nach 15 Minuten, zehn Minuten später doppelt Aleksic nach.
Frühe Führung: Aratore trifft nach 15 Minuten, zehn Minuten später doppelt Aleksic nach.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Der FCZ lässt in Lausanne Punkte liegen: Der Aufsteiger kommt gegen das Schlusslicht nicht über ein 1:1 hinaus.
Der FCZ lässt in Lausanne Punkte liegen: Der Aufsteiger kommt gegen das Schlusslicht nicht über ein 1:1 hinaus.
Laurent Gillieron, Keystone
Überraschend: Kurz vor dem Pausenpfiff macht Lausanne den Ausgleich perfekt.
Überraschend: Kurz vor dem Pausenpfiff macht Lausanne den Ausgleich perfekt.
Laurent Gillieron, Keystone
Guter Start: 13 Minuten dauert es, bis Rodriguez die Zürcher in Führung bringt.
Guter Start: 13 Minuten dauert es, bis Rodriguez die Zürcher in Führung bringt.
Laurent Gillieron, Keystone
Klare Sache: YB siegt zuhause gegen Luzern 4:1.
Klare Sache: YB siegt zuhause gegen Luzern 4:1.
Peter Klaunzer, Keystone
Ehrentreffer: Der erfolgreiche Abschluss von Schmid bringt dem FC Luzern letztlich nicht viel.
Ehrentreffer: Der erfolgreiche Abschluss von Schmid bringt dem FC Luzern letztlich nicht viel.
Peter Klaunzer, Keystone
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Der FC Basel steckt in einem bedenklichen Formtief. Der Meister und Cupsieger kassiert mit dem 1:2 in St. Gallen die zweite Meisterschafts-Niederlage in Folge.

Die letzten mühevollen Wochen sind nicht spurlos am FC Basel vorbei gegangen. Weit weg sind die Luxusprobleme der letzten Saison, als der Mannschaft von Urs Fischer vorgeworfen wurde, dass sie nicht spektakulär genug agierte. Nun hat der FCB handfeste Probleme. In St. Gallen wirkte der Serienmeister eine Halbzeit lang konzeptlos und zutiefst verunsichert.

St. Gallen profitierte von Fehlern

Den beiden Gegentoren in der ersten Halbzeit gingen haarsträubende individuelle Fehler voraus: In der 15. Minute liess sich Taulant Xhaka den Ball an der eigenen Strafraumgrenze von Marco Aratore abnehmen, der mit einem schönen Schlenzer das 1:0 erzielte. Zehn Minuten später war es Manuel Akanji der sich den fatalen Fehler leistete, von dem letztlich Danijel Aleksic profitierte.

Basel fehlten wichtige Spieler, wie die gesperrten Marek Suchy und Renato Steffen oder der verletzte Mohamed Elyounoussi. Trotzdem ist kaum zu erklären, dass die Basler den St. Gallern in der ersten Halbzeit in kämpferischer, aber auch spielerischer Hinsicht dermassen unterlegen waren. Erst nach der Pause wurde das Spiel der Gäste strukturierter, defensiv geordneter und offensiv etwas ideenreicher. St. Gallen geriet immer wieder unter Druck: Ricky van Wolfswinkel scheiterte im Duell mit Goalie Daniel Lopar, und Davide Callà traf nur die Latte, bevor Luca Zuffi den FC Basel für seine Steigerung in der 89. Minute doch noch mit dem Ehrentreffer belohnte.

Zwei Siege in sechs Wochen

Basels Trainer Raphael Wicky kann für sich zumindest in Anspruch nehmen, dass er in der Halbzeit die Worte gefunden hat, um sein Team aus der Lethargie zu holen. Doch in den nächsten Tagen kommt noch einige Arbeit auf den Walliser zu. Das Tief des FC Basel hält nun doch schon seit Mitte August an. In den letzten sechs Wochen gewann er nur zwei Partien: im Cup gegen die Unterklassigen Wettswil-Bonstetten und Chiasso. In der Meisterschaft ist er seit vier Spielen ohne Sieg und steht nach acht Runden so schlecht da wie seit der Saison 2009/2010 nicht mehr.

Zürich erneut ohne Sieg

Der FC Zürich tritt an Ort. Der Aufsteiger bleibt zwar weiterhin ungeschlagen, doch beim Tabellenletzten Lausanne-Sport kam er nicht über ein 1:1 hinaus. Er gewann seit vier Spielen nicht mehr. Mit zehn Punkten aus vier Spielen war dem FC Zürich im Hochsommer ein brillantes Comeback in der Super League geglückt. Doch seit dem 2:0-Heimsieg gegen den FC Sion am 10. August kommt er nicht mehr richtig vom Fleck. In Lausanne stimmte dabei nicht nur das Resultat nicht, sondern war auch die spielerische Leistung dürftig. Nach gutem Start und der Führung durch Roberto Rodriguez schon in der 13. Minute baute Zürich rasch ab und liess zu, dass sich das Geschehen mehr und mehr ausglich.

Erst in der Schlussphase, als Lausanne nur noch den einen Punkt verteidigte, dominierte der FCZ wieder deutlich - ohne dabei aber Glanzpunkte zu setzen. Daran änderte auch der Eintritt von Raphael Dwamena nichts. Der Ghanaer kam erstmals seit dem geplatzten Transfer nach England vor knapp einem Monat wieder zum Einsatz. Eine Chance bereitete er zwar noch vor, doch Sturmkollege Moussa Koné vergab kläglich (79.). Der erhoffte Schub im Hinblick auf das Spitzenspiel vom nächsten Samstag beim FC Basel blieb für den FCZ aus.

YB lässt Luzern keine Chance

Mit dem zweiten Heimsieg in Folge, einem 4:1 gegen Luzern, haben die Young Boys ihre Führungsposition in der Super League gefestigt. Drei Tore fielen paradoxerweise in der ereignisarmen ersten Halbzeit. Tatsächlich verdienten sich die Young Boys ihren fünften Sieg im achten Super-League-Spiel mit einer Steigerung in der zweiten Halbzeit, in der ihnen eine Viertelstunde vor Schluss folgerichtig das 3:1 durch den stark spielenden Christian Fassnacht - er bereitete zwei Tore vor - und das 4:1 durch den eingewechselten Neuzugang Nicolas Ngamaleu glückte.

Die beste Chance der ersten halben Stunden hatte der Nordkoreaner Jong Il-Gwan mit einem knappen Fehlschuss schon in der 2. Minute vergeben. Ein 0:0 in der Pause hätte dem Geschehen besser entsprochen als die 2:1-Führung der Berner. Das 1:0 durch Roger Assalé nach einem dreifach verlängerten Corner nach 34 Minuten, der Ausgleich durch Innenverteidiger Yannick Schmid vier Minuten später und die neuerliche Berner Führung durch Jean-Pierre Nsame nach einer schönen Kopfball-Stafette mit Fassnacht kamen ohne Ansage daher.

St. Gallen - Basel 2:1 (2:0)

12'214 Zuschauer. - SR Klossner. Tore: 15. Aratore 1:0. 25. Aleksic (Ajeti) 2:0. 89. Zuffi (Van Wolfswinkel) 2:1.St. Gallen: Lopar; Lüchinger, Haggui, Hefti, Wittwer; Aleksic, Wiss, Kukuruzovic, Aratore; Buess (92. Ben Khalifa), Albian Ajeti (73. Koch).Basel: Vaclik; Gaber, Lang, Akanji, Riveros; Xhaka, Zuffi; Callà (56. Schmid), Bua (56. Oberlin); Van Wolfswinkel, Itten.Bemerkungen: St. Gallen ohne Taipi (gesperrt), Adonis Ajeti, Barnetta, Toko und Tschernegg (alle verletzt). Basel ohne Steffen, Suchy, Balanta (alle gesperrt), Elyounoussi, Serey Die und Vailati (alle verletzt). 54. Lattenschuss von Callà. Verwarnungen: 31. Xhaka. 43. Aleksic. 52. Lüchinger. 56. Hefti. 82. Wiss. 89. Oberlin (alle Foul).

Lausanne-Sport - FC Zürich 1:1 (1:1)

3278 Zuschauer. - SR Bieri. Tore: 13. Rodriguez (Sarr) 0:1. 45. Margiotta (Campo) 1:1.Lausanne-Sport: Castella; Monteiro (73. Marin), Manière, Rochat; Maccoppi, Tejeda (81. Pasche); Kololli, Campo (86. Zarate), Geissmann, Asllani; Margiotta.FC Zürich: Vanins; Nef, Bangura, Thelander; Winter (79. Brunner), Palsson, Sarr, Pa Modou; Koné, Frey, Rodriguez (68. Dwamena).Bemerkungen: Lausanne-Sport ohne Gétaz und Mesbah (beide nicht im Aufgebot), Zürich ohne Alesevic, Marchesano, Kempter, Schönbächler und Kryeziu (alle verletzt) sowie Cavusevic und Voser (beide nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 17. Winter (Foul). 64. Pa Modou (Foul). 84. Asllani (Foul). 85. Geissmann (Foul). 87. Brunner (Foul). 91. Kololli (Foul).

Young Boys - Luzern 4:1 (2:1)

13'341 Zuschauer. - SR Jaccottet. Tore: 34. Assalé (Nuhu) 1:0. 38. Schmid (Rodriguez) 1:1. 45. Nsame (Fassnacht) 2:1. 78. Fassnacht (Sanogo) 3:1. 87. Ngamaleu (Fassnacht) 4:1.Young Boys: von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Lotomba; Fassnacht, Sow (88. Aebischer), Sanogo, Sulejmani (77. Schick); Nsame (77. Ngamaleu), Assalé.Luzern: Omlin; Grether, Knezevic, Schmid, Schulz (68. Juric), Feka (68. Lustenberger); Rodriguez, Kryeziu, Custodio; Jong (82. Kutesa), Demhasaj.Bemerkungen: Young Boys ohne Benito, Bertone, Hoarau und Seferi (alle verletzt). Luzern ohne Arnold, Schindelholz, Lucas, Schürpf, Schwegler (alle verletzt) und Ugrinic (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 24. Knezevic (Foul), 30. Sanogo (Foul).

Rangliste: 1. Young Boys 8/17 (18:7). 2. Zürich 8/14 (9:4). 3. St. Gallen 8/12 (11:11). 4. Basel 8/11 (13:11). 5. Luzern 8/10 (11:13). 6. Lugano 7/8 (8:9). 7. Sion 7/8 (6:9). 8. Grasshoppers 7/8 (10:14). 9. Thun 7/7 (13:14). 10. Lausanne-Sport 8/6 (11:18).

(SDA)

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