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Embolo trifft – Dynamo Dresden besiegt RB Leipzig

Der DFB-Pokal bringt einmal mehr grosse Emotionen. Und eine faustdicke Überraschung.

Was für eine Geschichte: Aias Aosman (mit nacktem Oberkörper) hat Dynamo Dresden soeben zum Sieg geschossen – nach einem 0:2-Pausenrückstand.
Was für eine Geschichte: Aias Aosman (mit nacktem Oberkörper) hat Dynamo Dresden soeben zum Sieg geschossen – nach einem 0:2-Pausenrückstand.
Reuters
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«Ihr zerstört unseren Sport, dafür zerstören wir euch»: Unmissverständliche Botschaft des Dynamo-Anhangs.
«Ihr zerstört unseren Sport, dafür zerstören wir euch»: Unmissverständliche Botschaft des Dynamo-Anhangs.
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Zur bristantesten Partie der ersten Pokalrunde kam es in Dresden: Der achtfache DDR-Meister Dynamo, gerade erst in die 2. Liga zurückgekehrt, empfing Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig. Die Dresdner hatten in der Spielvorschau auf ihrer Website noch nicht einmal das Wappen des Red-Bull-Clubs gezeigt, sondern nur ein Fussball-Icon. Während der Partie präsentierten Dynamo-Anhänger ein Plakat mit der Aufschrift «Ihr zerstört unseren Sport, dafür zerstören wir euch».

Sportlich lief es für die ungeliebten, aber finanzstarken Leipziger zunächst besser: RB führte zur Pause durch einen Kopfball von Marcel Sabitzer (15.) und einen wohl unberechtigten Handelfmeter von Dominik Kaiser (45.) mit 2:0. Nach dem Seitenwechsel verkürzte Stefan Kutschke für Dresden per Penalty zum 1:2 (47.). Dynamo hoffte wieder – und kam tatsächlich zum 2:2 (78.). Wieder war es Kutschke, der traf. Er, der RB einst in Liga 2 geschossen hatte.

Nach der torlosen Verlängerung hiess es Elfmeterschiessen. Es trafen alle Spieler, ausser dem Leipziger 2:0-Schützen Kaiser, der seinen Meister in Dynamo-Keeper Marvin Schwäbe fand. Das entscheidende 5:4 erzielte der Syrer Aias Aosman. Für Dynamo und seine Fans ist dieser Triumph vergleichbar mit einem Titelgewinn. Niemanden mag man beim populärsten Verein im Osten weniger als die neureichen Rasenballer.

Embolo trifft per Abstauber

Kaiserslautern, in den Neunzigern noch einer der grossen Bayern-Rivalen, erlitt beim Drittligisten Hallescher FC Schiffbruch. Die eine Klasse höher spielenden Gäste führten 1:0 und 2:1, ehe der HFC dank eines Doppelschlags des Palästinensers Hilal El-Hewe zwischen der 54. und der 58. Minute das Spiel drehte. Der Ex-Hallenser Osayamen Osawe, der an diesem Nachmittag zweimal erfolgreich war rettete die Lauterer zwar noch in die Verlängerung, Klaus Gjasula, der Mittelfeldspieler mit dem Helm, machte dort aber per Elfmeter die Überraschung perfekt (94.).

Der 1. FC Köln (7:0 beim BFC Preussen), der SC Freiburg (4:0 in Babelsberg), Schalke 04 (4:1 in Villingen) und Gladbach (1:0 in Drochtersen/Assel) lösten ihre Aufgaben ohne Zittern. Der Schweizer Nationalstürmer Breel Embolo erzielte in seinem ersten Pflichtspiel im Schalker Trikot mit einem Abstauber das zwischenzeitliche 2:0 für seinen neuen Verein.

DFB-Cup. 1. Runde (Resultate von Klubs aus der 1. Bundesliga). Samstag: Drochtersen/Assel (4.) - Borussia Mönchengladbach (ohne Sommer/verletzt und Elvedi/geschont) 0:1. Babelsberg (4.) - Freiburg 0:4. Villingen (6.) - Schalke (mit Embolo/Tor zum 0:2) 1:4. Preussen Berlin (6.) - 1. FC Köln 0:7. Dynamo Dresden (2.) - RB Leipzig (ohne Coltorti/Ersatz) 2:2 n.V. Dresden 5:4-Sieger im Penaltyschiessen. FSV Frankfurt (3.) - Wolfsburg (mit Rodriguez, ohne Benaglio/Ersatz) 1:2.

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