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Effenberg: Wie lange darf er noch?

Nach dem 0:4 gegen Kaiserslautern steht Paderborns Trainer Stefan Effenberg arg unter Druck. Heute gibt es Gespräche mit der Vereinsleitung – bleibt er Chefcoach beim Zweitligisten?

Verzweifelt: Stefan Effenberg und seine Mannschaft stehen mit dem Rücken zur Wand.
Verzweifelt: Stefan Effenberg und seine Mannschaft stehen mit dem Rücken zur Wand.
Keystone

Es wird einfach nicht besser in Paderborn. Seit zehn Ernstkämpfen und dem 24. Oktober hat die Mannschaft von Trainer Stefan Effenberg nicht mehr gewonnen. Und gestern kam zu Hause ein 0:4 gegen Kaiserslautern dazu. Kein Wunder also, liegen die Nerven blank. «Schmerzvoll, sehr schmerzvoll – bis auf vielleicht zwei Aktionen», so fasst der Champions-League-Sieger von 2001 die Leistung seiner Mannschaft zusammen. Auch Clubpräsident Wilfried Finke ist alles andere als zufrieden, analysierte gegenüber der «Bild»: «Das ist ein besseres Freundschaftsspiel. Ich habe keinen Abstiegskampf gesehen. Mit dieser Leistung werden wir die Klasse nicht halten.» Nach der Partie gegen Kaiserslautern belegen die Paderborner nun den 16. Rang, mit einem Spiel und gerade einmal drei Punkten mehr als 1860 München, das auf einem direkten Abstiegsplatz liegt.

Einerseits gehen die Spieler mit sich selbst hart ins Gericht. Marcel Ndjeng meinte nach der Niederlage: «Uns helfen keine Phrasen und keine Durchhalteparolen, uns helfen positive Ergebnisse.» Auf der anderen Seite attackiert Effenberg seine Spieler gleich selbst. Es gehe darum, Zweikämpfe anzunehmen und diese auch zu gewinnen, sonst habe man im Profifussball keine Chance – der 47-Jährige sprach gar von einer offensichtlich fehlenden Einstellung. In Anbetracht der langen Durststrecke wetterte Effenberg weiter: «Wenn man diesen Kampf nicht annimmt, in einer Phase, in der du mit dem Rücken zur Wand stehst, dann wirst du kein Spiel gewinnen.»

Gerade das, einen Sieg, bräuchte nicht nur die Mannschaft dringend, sondern auch Effenberg selbst. Wie der «Kicker» weiss, wird Finke heute Samstag das Gespräch mit seinem Trainer suchen. Und in der «Bild» meinte der Präsident zum Verbleib des ehemaligen Mittelfeldspieler von Gladbach und Bayern: «In dieser Konstellation wird es schwierig, weiter zusammenzuarbeiten, um die Klasse zuhalten.»

Es scheint also noch alles andere als sicher, dass Effenberg auch am nächsten Wochenende noch auf der Paderborner Bank sitzen wird. Doch dieser hat den Glauben in seine Mannschaft und in sich selbst noch nicht ganz verloren: «Grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass ich das Problem in den Griff bekomme – auch nach so einem Spiel.»

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