Zum Hauptinhalt springen

Ehemaliger Servette-Präsident vor Gericht

Ab Montag steht Marc Roger in Genf vor Gericht. Der dubiose französische Geschäftsmann ist angeklagt, den Genfer Fussballklub während seines Amtsjahres vom Februar 2004 bis Februar 2005 in die Pleite getrieben zu haben.

Roger ist des betrügerischen Konkurses, des Betrugs, der ungetreuen Geschäftsführung und der Urkundenfälschung angeklagt. Er wird nicht alleine auf der Anklagebank sitzen. Auch Olivier Maus, der einstige Verwalter des Klubs, und die französische Anwältin Marguerite Fauconnet sind angeklagt. Die Untersuchung nahm drei Jahre in Anspruch.

Roger wurde gegen eine Kaution von 300'000 Franken im Juli 2005 aus der U-Haft entlassen, setzte sich vorerst nach Frankreich ab und wurde im Februar 2007 in Spanien wieder verhaftet. Im vergangenen Oktober wurde er an die Schweiz ausgeliefert. Weitere Gesuche um Haftentlassung wurden von der Genfer Anklagekammer und dem Bundesgericht abgelehnt.

Der Staatsanwalt wirft Marc Roger vor, die Verschuldung des FC Servette in unbedachter Weise vorangetrieben und die wahre finanzielle Situation des Klubs mittels rechnerischen Kunstgriffen verschleiert zu haben. Der Franzose wird zudem verdächtigt, seinen Lebensstil mit Geldern aus der Klubkasse finanziert zu haben.

Gemäss Anklageschrift stiegen die Verluste des Klubs zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember 2004 von rund 860'000 auf beinahe 15 Millionen Franken. Der FC Servette war danach gezwungen, die Bilanz zu deponieren. Am 5. Februar 2005 folgte der Konkurs des Vereins. Marc Rogers Anwälte Alain Marti und Robert Assaël bestreiten die Version der Anklage. «Wir werden auf Freispruch plädieren», liess Assaël verlauten. Zu dem einwöchigen Prozess werden rund 50 Zeugen erwartet, unter ihnen Stars aus der Fussballszene.

si/cal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch