Ein Basler erlöst Luzern gegen den FCB

Pascal Schürpf erzielt beim 2:1 beide Tore für die starken Zentralschweizer, die erstmals nach sechs Niederlagen wieder punkten.

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Vor dem Anpfiff erhält Pascal Schürpf von Präsident Philipp Studhalter ein Trikot mit der Rückennummer 100 - der Captain des FC Luzern besteitet sein 100. Wettbewerbsspiel für die Zentralschweizer. Es soll nicht das einzige Mal bleiben, dass der 30-Jährige an diesem Nachmittag im Mittelpunkt steht.

Als zehn Minuten vorüber sind, wehrt Basels Goalie Jonas Omlin einen Distanzschuss von Lucas Alves zwar ab - aber nur in die Füsse von Schürpf: Der Basler mit Vergangenheit als Junior und Profi beim FCB trifft zum 1:0. Die Luzerner erwecken nicht den Eindruck, verunsichert zu sein, obwohl sie zuletzt sechs Mal in Folge verloren haben.

Pascal Schürpf bringt den FC Luzern in Führung. (Video: SRF)

Der VAR greift ein

Aufmüpfig sind sie, hartnäckig und leidenschaftlich in den Zweikämpfen gegen Basler, denen es an Ideen mangelt. Der Gast wirkt matt, fast so, als würde er die Ferien herbeisehnen. Und doch kommt er zum Ausgleich - auf eine Art und Weise, die zu diskutieren gibt. Silvan Widmers Kopfball Richtung Fünfmeterraum der Luzerner touchiert den Arm von Silvan Sidler, der den Ball nicht kommen sieht.

Der FC Basel gleicht dank einem umstrittenen Elfmeter aus. (Video: SRF)

Schiedsrichter Adrien Jaccottet schaut sich die Bilder am Fernseher an und entscheidet: Penalty. Luca Zuffi übernimmt die Ausführung und trifft. Das 1:1 vermag den FCL aber nicht zu destabilisieren. Drei Minuten nach dem Ausgleich pfeift Jaccottet erneut, diesmal nach einem Gerangel im Basler Strafraum zwischen Eray Cömert und Stefan Knezevic. Das heisst: Penalty für Luzern. Und das heisst auch: der nächste Auftritt von Pascal Schürpf. Mit etwas Glück realisiert er das 2:1.

Ein Sieg für Häberli

In der achtminütigen Nachspielzeit vereitelt Goalie Marius Müller den neuerlichen Ausgleich mit einer überragenden Parade nach einem Kopfball von Cabral. Dem FCL gelingt erstmals seit dem 20. Oktober (3:1 gegen Sion) und nach sechs Niederlagen ein Sieg. Die drei Punkte und der gute Auftritt sind auch beste Argumente für Trainer Thomas Häberli, der in Kritik geraten und von Sportchef Remo Meyer unlängst angezählt worden ist.

Die Basler verpassen es indes, vom Punktverlust der Young Boys in Lugano (0:0) Kapital zu schlagen. Sie gehen mit zwei Punkten Rückstand auf die Berner in die zweite Saisonhälfte und beim Auftakt ohne Cömert. Der Verteidiger sieht nach dem Schlusspfiff wegen Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte.

Telegramm:

Luzern - Basel 2:1 (1:0)
10'073 Zuschauer. - SR Jaccottet.

Tore: 10. Schürpf (Lucas) 1:0. 61. Zuffi (Handspenalty) 1:1. 64. Schürpf (Foulpenalty) 2:1.

Luzern: Müller; Knezevic, Lucas, Burch; Sidler, Males (95. Cirkovic), Mistrafovic, Voca, Schürpf (72. Emini); Margiotta (61. Matos), Ndiaye.

Basel: Omlin; Widmer, Cömert, Alderete (15. Bergström), Petretta; Xhaka; Zhegrova, Zuffi, Frei (46. Okafor), Stocker (77. Pululu); Cabral.

Bemerkungen: Luzern ohne Grether (gesperrt), Schwegler, Schulz, Arnold, Ndenge, Kakabadse und Binous (alle verletzt). Basel ohne Bua, Kuzmanovic und Van Wolfswinkel (alle verletzt). Alderete verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 21. Xhaka (Foul), 32. Males (Foul), 60. Müller (Unsportlichkeit), 63. Cömert (Foul), 63. Cabral (Unsportlichkeit), 79. Matos (Foul).


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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Hier finden Sie alle Folgen an einem Ort. (pmb)

Erstellt: 15.12.2019, 18:46 Uhr

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