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Ein erster Warnschuss von Constantin

Sions Präsident stellt Trainer Stéphane Henchoz nach einem Tag Bedenkzeit einen neuen «Assistenten» zur Seite.

mrm
Constantin und seine Sion-Trainer seit 2004:Der 37-jährige Portugiese Ricardo Dionisio Pereira soll es richten. Er war bisher Trainer bei Stade Nyonnais. Zuvor war er als Physiotherapeut in Portugal angestellt, bei Porto, Benfica und Sporting Lissabon.
Constantin und seine Sion-Trainer seit 2004:Der 37-jährige Portugiese Ricardo Dionisio Pereira soll es richten. Er war bisher Trainer bei Stade Nyonnais. Zuvor war er als Physiotherapeut in Portugal angestellt, bei Porto, Benfica und Sporting Lissabon.
Stade Nyonnais
Stéphane Henchoz war seit Anfang Saison 2019/20 im Amt. Nach zuletzt fünf Niederlagen in sechs Spielen zieht der ehemalige Nationalspieler die Notbremse. Am 3. November reicht er seinen Rücktritt ein.
Stéphane Henchoz war seit Anfang Saison 2019/20 im Amt. Nach zuletzt fünf Niederlagen in sechs Spielen zieht der ehemalige Nationalspieler die Notbremse. Am 3. November reicht er seinen Rücktritt ein.
Laurent Gilliéron, Keystone
Für die letzten vier Spiele der Saison 2018/19 übernahm nach der Entlassung von Murat Yakin das Duo Christian Zermatten/Sebastien Bichard.
Für die letzten vier Spiele der Saison 2018/19 übernahm nach der Entlassung von Murat Yakin das Duo Christian Zermatten/Sebastien Bichard.
Laurent Gilliéron, Keystone
Murat Yakin wurde in Sion noch vor Ende der Saison 2018/19 beurblaubt.  Yakin holte in 28 Spielen im Schnitt 1,21 Punkte.
Murat Yakin wurde in Sion noch vor Ende der Saison 2018/19 beurblaubt. Yakin holte in 28 Spielen im Schnitt 1,21 Punkte.
Walter Bieri, Keystone
Februar 2007 - Dezember 2007: Alberto Bigon, 41 Spiele.
Februar 2007 - Dezember 2007: Alberto Bigon, 41 Spiele.
Jean-Christophe Bott
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Manchmal, da ist dieser Christian Constantin ein fast subtiler Aggressor. Am Samstagabend sprach der Präsident nach einem weiteren biederen Auftritt seines FC Sion über seinen Trainer Stéphane Henchoz. Er tat es im Wissen, dass dieser seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen hat, in Constantins Wahrnehmung eine kleine Ewigkeit. Er sagt also: «Ich muss nachdenken.»

Ein Vertrauensbeweis der Marke Alex Ferguson hört sich anders an. Constantin hat also überlegt und ist am Montag dann vorderhand zum Schluss gekommen: Henchoz bleibt. Sion spielt am Mittwoch im Cup gegen den Erstligisten Linth, ein neuer Trainer könnte kaum etwas bewirken, und schon am Sonntag geht es im schwierigen Auswärtsspiel beim Team der Stunde, dem FC St. Gallen weiter.

Also beliess es Constantin mit einer Warnung. Und eine Warnung sieht in seinem Verein so aus: Er stellt dem Trainer einen «Assistenten», einen «Adjoint» zur Seite. Wenig überraschend ist es eine Figur, die schon länger rund um den Verein tätig und Constantin demzufolge blind ergeben ist.

Christian Zermatten hat schon Maurizio Jacobacci assistiert und Murat Yakin (der allerdings schickte ihn weg). Er war interimsmässig schon zweimal selber Cheftrainer, zuletzt Nachwuchskoordinator und hatte seine erfolgreichste Zeit als Coach im Profifussball beim algerischen Club – Achtung – MO Constantine.

«Er braucht Unterstützung»

Nun also ist Zermatten Aufpasser in der ersten Mannschaft bei Sion – oder ist er ein Aufpasser für Henchoz? «Stéphane braucht Unterstützung, die Jungs bringen sich zu wenig ein, sie brauchen wieder Lust auf diesen Job», sagt Constantin, noch einigermassen diplomatisch, in «Le Matin». Und weiter, schon bedrohlicher: «Er ist in einer Situation, in der er schnell Fortschritte zeigen muss.»

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