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Eine eindrückliche Botschaft

Die gesamte Nationalmannschaft, alle Spieler, Funktionäre und Betreuer, traten an einem Medientermin auf, um zu zeigen: Ja, wir sind stolz, die Schweiz zu vertreten.

Ein symbolischer Händedruck: Bernhard Heusler und Peter Gilliéron an der Pressekonferenz vom Samstag, 24. November. An dieser informierten die beiden über die Erkenntnisse, die Heusler zusammen mit Georg Heitz gemacht hat, als er die Strukturen im Verband analysierte. Die frühere Spitze des FC Basel kam unter anderem zum Schluss, dass der Verband eine neue Stelle schaffen soll, jene des Sportlichen Leiters. Auch damit es nicht mehr zu solchen Aufregern kommt:
Ein symbolischer Händedruck: Bernhard Heusler und Peter Gilliéron an der Pressekonferenz vom Samstag, 24. November. An dieser informierten die beiden über die Erkenntnisse, die Heusler zusammen mit Georg Heitz gemacht hat, als er die Strukturen im Verband analysierte. Die frühere Spitze des FC Basel kam unter anderem zum Schluss, dass der Verband eine neue Stelle schaffen soll, jene des Sportlichen Leiters. Auch damit es nicht mehr zu solchen Aufregern kommt:
Peter Klaunzer, Keystone
Der Stein des Anstosses: Die Nationalspieler Granit Xhaka (l.) und Xherdan Shaqiri (r.) zeigen nach ihren Toren an der WM gegen Serbien den albanischen Doppeladler.
Der Stein des Anstosses: Die Nationalspieler Granit Xhaka (l.) und Xherdan Shaqiri (r.) zeigen nach ihren Toren an der WM gegen Serbien den albanischen Doppeladler.
Keystone
Xherdan Shaqiri erklärt sich vor den Medienleuten. Er entschuldigte sich dabei für seinen Jubel während der WM.
Xherdan Shaqiri erklärt sich vor den Medienleuten. Er entschuldigte sich dabei für seinen Jubel während der WM.
Walter Bieri, Keystone
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Es war ein Coup, zu dem die Verantwortlichen der Nationalmannschaft heute Dienstagnachmittag ansetzten. Aus dem geplanten Medientermin mit Vladimir Petkovic wurde eine Demonstration der Einheit und Geschlossenheit: Alle Spieler erschienen und alle Betreuer, insgesamt 48 Personen. Es war ihr Versuch zu zeigen: Wir stehen für diese Schweizer Mannschaft ein, wir stehen zusammen, wir sind stolz, unser Land zu vertreten – wir alle, ob wir nun einen oder zwei Pässe haben, wo immer auch unsere Eltern herkommen.

«So sehen Sie», sagte der Delegierte Claudio Sulser zur Einführung in die Medienrunde, «wir wollen uns nicht verstecken.» Und so sassen die fünf Vertreter des Mannschaftsrates, Lichtsteiner, Xhaka, Djourou, Sommer und Shaqiri, vorne am Tisch, und beantworteten alle Fragen, auch die unangenehmeren. Sie wichen nicht aus, gerade Granit Xhaka nicht, mit dessen Doppeladler gegen Serbien die Diskussionen rund um dieses Team begonnen hatten. Und als Xhaka sagte: «Ich wäre blöd, wenn ich den Doppeladler wieder machen würde», war das eine Botschaft nach aussen und nach innen. Er gab der Öffentlichkeit zu verstehen, dass er verstanden hatte, und allen Mitspielern und Betreuern, dass er seine Gefühle nicht mehr über die gemeinsamen Interessen stellen will.

So kann es nicht gehen

Der Schweizer Verband war in den Wochen seit dem Ausscheiden an der WM gegen Schweden für seine Kommunikation harsch kritisiert worden. Keiner wurde geschont, weder Präsident, Generalsekretär, Delegierter und Trainer noch Medienchef. Noch am Montag, am ersten Tag des Zusammenzuges für das Nations-League-Spiel am Samstag gegen Island, lieferten sie ein Stück ab, wie es nicht gehen kann. Der Auftritt von Präsident Gilliéron und Sulser glitt ins Absurde ab, weil die beiden so taten, als seien alle an den Problemen schuld, nur sie nicht, als sei alles nur von aussen hereingetragen worden..

Danach reifte offenbar die einzig vernünftige Erkenntnis: So kann es nicht gehen. Laut Sulser stand dabei die Frage im Zentrum: «Was können wir machen, damit Russland erledigt ist?», Russland als Synonym für Doppeladler und Doppelbürger, für die misslungene Kommunikation zwischen Petkovic und Behrami. Am Ende dann kam dieser Auftritt im Feusisberger Hotel heraus – einer von höchst bemerkenswerter Art. Nach den Schelten der letzten zwei Monate verdient der Verband dafür Lob. Weil er damit zeigte: Ja, wir haben verstanden, ja, wir haben Fehler gemacht, ja, wir stehen dazu, ja, wir wollen lernen. Und weil er zum Ausdruck bringen wollte, wir verstecken uns nicht.

Mit diesem Termin ist natürlich die Hoffnung verbunden, all diese Diskussionen endlich und endgültig hinter sich lassen zu können. Ein Anfang ist damit gemacht, ein eindrücklicher. Nun sind der Trainer und seine Spieler in erster Linie verantwortlich dafür zu zeigen, dass es nicht nur bei den Worten bleibt, sondern die Taten folgen. Sonst sind die alten Fragen schnell zurück, zum Beispiel, ob Vladimir Petkovic noch der richtige Coach für diese Mannschaft ist.

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