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«Er ist der beste Trainer in der Schweiz»

Christian Constantin und Murat Yakin waren schon lange in Kontakt. Jetzt arbeiten die Alphatiere zusammen. Kommt das gut?

Constantin und seine Sion-Trainer seit 2004:Der 37-jährige Portugiese Ricardo Dionisio Pereira soll es richten. Er war bisher Trainer bei Stade Nyonnais. Zuvor war er als Physiotherapeut in Portugal angestellt, bei Porto, Benfica und Sporting Lissabon.
Constantin und seine Sion-Trainer seit 2004:Der 37-jährige Portugiese Ricardo Dionisio Pereira soll es richten. Er war bisher Trainer bei Stade Nyonnais. Zuvor war er als Physiotherapeut in Portugal angestellt, bei Porto, Benfica und Sporting Lissabon.
Stade Nyonnais
Zermatten übernimmt interimistisch für fünf Super-League-Partien.
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Laurent Gillieron, Keystone
November 2006 - Februar 2007: Pierre-Albert Chapuisat, drei Spiele.
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Laurent Gillieron, Keystone
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Zuletzt ging es schnell. Am Freitag einigte sich Murat Yakin mit GC über die Auflösung des Vertrages, der bis 2019 gelaufen wäre. Gleichentags entschied Christian Constantin, fürs Cupspiel in Lausanne Maurizio Jacobacci als Coach freizustellen.

Gestern Montag schliesslich fanden zwei zusammen, die sich schon länger schätzen und mögen. Um 19.38 Uhr teilte der FC Sion mit: «Murat Yakin ist der neue Trainer des FC Sion.» Von Jacobacci findet sich in dieser Meldung kein Wort mehr.

Constantin behielt Jacobacci nur widerwillig über den Sommer als Trainer. Inzwischen hat er für sich genug Anhaltspunkte gefunden, um ihn wegen taktischer Mängel vor die Türe zu setzen. Und den Trainer zu holen, mit dem er schon lange in losem Kontakt steht. «Es hat sich nur nie die Gelegenheit ergeben, dass wir zusammenkommen», sagt Constantin, «einmal war er unter Vertrag, dann hatte ich wieder einen Trainer.»

Am 10. April war Yakin bei GC aus seinem mit 400'000 Franken jährlich dotierten Vertrag freigestellt worden. Er wurde mit dem Vorwurf weggeschickt, dass die Resultate und die Atmosphäre nicht mehr gestimmt hätten. Es war das Ende eines Kampfes um die Macht bei GC, das Ende eines Trainers, der über den Winter mit seinen vielen Transfers überbordet hatte. Viel Kritisches musste Yakin in dieser Zeit darum über sich lesen. Bis heute hat er nie ein öffentliches Wort dazu gesagt. Nie hat er zurückgeschlagen. In dieser Beziehung hat er Stil bewahrt.

Yakin hat schnell zugesagt

Im Wallis ist Yakin der 50. Trainer in den 20 Jahren, in denen Constantin als Präsident herrscht. Yakin sagt: «Als die Anfrage von Christian Constantin kam, habe ich schnell zugesagt. Ich habe ihn immer als herzlichen und korrekten Menschen kennengelernt. Alles andere ist überall auf der Welt so: Wenn der Totomat nicht stimmt, wird man ersetzt. Es ist ein spannendes Projekt mit einem spannenden und qualitativ guten Kader.» Sein Bruder Hakan wird ihn übrigens nicht als Assistenten begleiten.

Der Präsident hält grosse Stücke auf seinen neuen Trainer, dem er einen Vertrag bis Ende Saison gab. Er lobt seine taktischen Qualitäten und sagt: «Er ist aktuell der beste Trainer in der Schweiz.» Besser als Marcel Koller? «Ja, Kollers Erfolge in der Schweiz liegen schon lange zurück. Ich sage: Murat ist der Beste seit 2010.» Fürs erste erwartet er von ihm, dass er die Mannschaft stabilisiert. Ein konkretes Ziel hat er ihm nicht gesetzt.

Viel spannender könnte die Konstellation nicht sein mit diesen beiden besonderen Charakteren, diesen Alphatieren. Wie soll das gehen, Monsieur Constantin? Er sagt: «On verra . . .» Und lacht lauthals.

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