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«Es war völlig unüberlegt. Und Schicksal»

Rabah Madjer ging in die Fussballgeschichte ein: 1987 traf er beim Meistercup-Triumph Portos gegen Bayern mit der Ferse. Ein Club wie Bayern vergesse so etwas nicht, sagt Madjer vor dem Viertelfinalduell der beiden Teams.

Der grosse Moment: Madjer erzielt sein Hackentor – Flick und Rummenigge kommen zu spät. Quelle: YouTube/CHRIKIDZ

Auch in Paris wird es allmählich Frühling. Rabah Madjer kommt auf die Minute pünktlich in die Lobby des Pariser Vier­stern­hotels an der Metrostation Poissonnière, in das er gebeten hatte. Offenes weisses Hemd, dunkles Sakko, dunkle Hose, die ergrauten Haare wie damals fast schulterlang. Er setzt sich an einen Tisch, bestellt bei der Réceptionistin ­kokett ein Wasser mit Kohlensäure («Sie sind nicht Madame? Mademoiselle? Dann könnte ich um Ihre Hand anhalten?», sagt er mit einem Augenzwinkern). Dann ­erzählt er von seiner Familie und seinem 13-jährigen Sohn, der ein hochgradig talentierter, eleganter offensiver Mittelfeldspieler sei und in eine feine Fussballakademie gehöre. Madjer (57) ist Chef des «High Level»-Sportrats der algerischen Regierung, Botschafter der Unesco und der Organisation für afrikanische Einheit. Vor allem aber ist er bis heute der Autor des berühmtesten Tors, das jemals mit der Ferse erzielt wurde.

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