Essen wie Messi

Bremens Torjäger Claudio Pizarro blüht auf. Heute absolviert der 37-jährige Peruaner sein 400. Bundesligaspiel und lüftet sein Fitnessgeheimnis.

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Seit 1999 spielt der 83-fache peruanische Nationalstürmer Claudio Pizarro in Europa, wo er bisher bei Bremen, Bayern München und Chelsea unter Vertrag stand. Zurzeit spielt der 37-Jährige wieder an der Weser und blüht nach seinem Wechsel von den Bayern noch einmal so richtig auf. Er erzielte in 16 Partien fünf Tore.

Und diese sind denn auch dringend gebraucht, steckt der Club auf dem 16. Tabellenrang doch in akuter Abstiegsgefahr. Zuletzt bewahrte er Bremen nach einem 1:3-Rückstand gegen Hertha BSC im eigenen Stadion mit zwei Treffern vor einer weiteren Enttäuschung und sorgte immerhin noch für das Unentschieden. Heute Abend bestreitet der Peruaner gegen Gladbach seine 400. Bundesligapartie. Er ist der erste Ausländer, der in Deutschland diese Marke erreicht.

Drei Kilos abgespeckt

Abgestiegen ist Pizarro indes noch nie. Und eine solche Enttäuschung will er sich auch diesmal ersparen. Und er hat in seinen Planungen auch vor, seine Karriere bis zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland zu verlängern, wie er jüngst dem «Weser-Kurier» verriet. So vital fühlte er sich noch nie. Seit August nimmt er die Hilfe des italienischen Ernährungsberaters und Arztes Giuliano Poser in Anspruch. Der 59-Jährige hat seine Praxis in Italien, 70 Kilometer von Venedig, und behandelt auch die argentinischen Stars Lionel Messi und Gonzalo Higuain.

«Der Mann hat meine Ernährung umgestellt. Seitdem gilt: keine Kartoffeln, keine Tomaten, keine Auberginen, kein Weissmehl, keine Milch, kein Brot», lüftet Pizarro sein Geheimnis. Stattdessen setzt er konsequent auf Sojamilch sowie Dinkelpaste. Und verzichtet auch auf Süssigkeiten wie Schokolade. Er fühle sich dadurch viel besser und habe drei Kilo abgespeckt.

Auch Inler soll zu Messis Guru gehen

2015 liess sich auch Barcelonas Superstar Lionel Messi in der Kleinstadt Sacile im norditalienischen Friaul von Giuliano Poser beraten. Er klagte über chronische Magenbeschwerden. Poser therapiert seine Patienten unter anderem mit Homöopathie und Kinesiologie. «Ich arbeite seit zwanzig Jahren mit Sportlern zusammen. Messi ist nach der Empfehlung einiger Fussballer und Manager zu mir gekommen», wurde der Arzt in den Medien zitiert. Sein Umgang mit Messi sei sehr freundschaftlich. «Er hat mich eingeladen, ihn in Barcelona zu besuchen.» Messi soll durch die Ernährungsumstellung sogar fünf Kilo abgenommen und vorallem seine geliebte Pizza von der Speisekarte gestrichen haben.

Wie die «Gazzetta dello Sport» berichtete, hatte Poser auch schon Deutschlands Teammanager Oliver Bierhoff, den ehemaligen italienischen Nationalspieler Roberto Baggio, den Radprofi Davide Rebellin sowie Skifahrer Giorgio Di Centa unter seinen Fittichen. Jetzt will auch Dino Lamberti, Chef der Fairplay Agency in Zürich, seine Spieler nach Italien schicken.

Für Gökhan Inler, den Captain der Nationalmannschaft, Herthas Stürmer Ronny und Gladbachs Torjäger Raphael will er bei Poser so schnell wie möglch einen Termin vereinbaren. «Ich habe eigentlich vor, alle meine Clienten zu Poser zu schicken. Aber natürlich muss auch jeder damit einverstanden sein», sagt Lamberti, der grosse Stücke auf den italienischen Ernährungsberater hält.

Erstellt: 05.02.2016, 11:28 Uhr

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