Ex-FCZ-Spieler ist tragische Figur in Penalty-Drama

Mönchengladbach mit Goalie Yann Sommer scheitert im Kampf um den DFB-Pokal. Ein Schweizer Nachwuchstalent hat danach bittere Tränen geweint.

Es ist zum Verzweifeln: Nachwuchsspieler Djibril Sow, vom FC Zürich zu Gladbach gekommen, nach dem verschossenen Penalty. (25. April 2017)

Es ist zum Verzweifeln: Nachwuchsspieler Djibril Sow, vom FC Zürich zu Gladbach gekommen, nach dem verschossenen Penalty. (25. April 2017) Bild: Patrik Stollarz/AFP

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Borussia Mönchengladbach hat die letzte Möglichkeit, die missratene Saison zu retten, mit viel Pech verstreichen lassen. Die Gladbacher verloren daheim den Halbfinal im deutschen Cup gegen Eintracht Frankfurt mit 6:7 im Penaltyschiessen. Nach 120 Minuten stand es 1:1.

Der Schweizer Nachwuchsspieler Djibril Sow, vom FC Zürich zu Gladbach gekommen, wurde von Gladbachs Trainer Dieter Hecking in der Verlängerung aufs Feld geschickt (112. Minute). Auch im Penaltyschiessen, in dem die ersten zwölf Schützen einschliesslich Haris Seferovic alle getroffen hatten, musste Sow antreten. Er scheiterte mit dem letztlich entscheidenden Penalty an Torhüter Lukas Hradecky. Auch eine erfolgreiche Parade von Yann Sommer hatte Gladbach nichts genützt.

Den entscheidenden Elfer verwertete mit Hrgota ein ehemaliger Akteur der Fohlen. Sow, der so zur tragischen Figur des Spiels wurde, brach darauf in Tränen aus.

Offsideverdächtiger Ausgleich

Nachdem sie in der Startphase deutlich dominiert hatten und schon zu guten Chancen gekommen waren, gingen die Frankfurter mit einem Tor von Aussenverteidiger Taleb Tawatha in Führung. Der Israeli kam unbedrängt zu einem Direktschuss. Goalie Yann Sommer vermochte nichts auszurichten. Er konnte den Ball nur noch gegen den Innenpfosten lenken. Der offsideverdächtige Ausgleich durch Jonas Hofmann kam praktisch mit dem Pausenpfiff.

Die Mannschaften, besonders die Gäste, setzten den Fans ein wesentlich attraktiveres Spiel vor, als sie es in der Bundesliga-Saison getan hatten. In der Meisterschaft gingen beide Spiele torlos aus.

Eintracht Frankfurt bekommt im Final am 27. Mai in Berlin die Möglichkeit, seine eigene alte Cuptradition aufleben zu lassen. Mit vier Siegen zwischen 1974 und 1988 ist die Eintracht die Eintracht die vierterfolgreichste deutsche Cupmannschaft nach Bayern München (18 Siege), Werder Bremen (6 Siege) und Schalke (5 Siege). 2006 stand Frankfurt bei der 0:1-Niederlage gegen die Bayern letztmals im Final.

Den zweiten Cupfinalisten ermitteln am Mittwoch ab 20.45 Uhr Bayern München und Borussia Dortmund.

DFB-Pokal, erster Halbfinal, Dienstag:
Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt 1:1 (1:1, 1:1) n.V. Frankfurt 7:6-Sieger n. Pen.
54'014 Zuschauer. - Tore: 16. Tawatha 0:1. 45. Hofmann 1:1. - Penaltyschiessen (Mönchengladbach beginnt): Stindl 1:0, Oczipka 1:1; Herrmann 2:1, Hector 2:2; Hahn 3:2, Gacinovic 3:3; Strobl 4:3, Fabian 4:4; Benes 5:4, Russ 5:5; Vestergaard 6:5, Seferovic 6:6; Christensen (Hradecky hält), Varela (Sommer hält); Sow (Hradecky hält), Hrgota 6:7.
Bemerkungen: Borussia Mönchengladbach mit Sommer, Elvedi und ab 112. Djibril Sow, ohne Drmic (verletzt). Eintracht Frankfurt ab 76. mit Seferovic, ohne Tarashaj (Ersatz).
(fal/sda)

Erstellt: 25.04.2017, 23:39 Uhr

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