Favre entgehen Millionen

Weil er selber zurücktrat, verliert Gladbachs scheidender Trainer viel Geld.

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Lucien Favre ist bei Borussia Mönchengladbach von selber gegangen und hat schon gar nicht auf eine Entlassung spekuliert. Im Falle einer solchen, hätte er nämlich eine Millionen-Abfindung kassiert. Weil der Schweizer seinen Rücktritt nun aber selber per sofort eingereicht hat, kostet ihn das viel Geld. (Die Pressekonferenz zum Rücktritt im Protokoll)

Favres Vertrag hätte noch bis Ende Juni 2017 Gültigkeit gehabt. Also noch 21 Monate. Tagesanzeiger.ch/Newsnet weiss aus zwei gut informierten Quellen, dass der Schweizer Erfolgscoach in Gladbach ein Jahresgehalt von zwei Millionen Euro brutto verdient hat. Dazu kamen noch mögliche Erfolgsboni für das Erreichen höherer Ziele, wie zum Beispiel den Gewinn der Meisterschaft, des Pokals oder das Erreichen der Europa oder Champions League. Im Klartext: Favre verzichtet auf fast vier Millionen Euro.

Favre schlug übrigens den gleichen Weg ein, wie ihn vor einem Jahr Armin Veh gegangen war. Auch der Deutsche löste beim VfB Stuttgart nach einem miserablen Saisonstart seinen Vertrag auf dem letzten Tabellenrang vorzeitig auf, erklärte seinen sofortigen Rücktritt und verzichteten somit auf Millionen. Seit der neuen Spielzeit coacht der ehemalige Abwehrchef des FC St. Gallen Eintracht Frankfurt mit Erfolg. Sein Team liegt nach fünf Runden auf dem 8. Tabellenrang.

Erstellt: 21.09.2015, 15:07 Uhr

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