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FC Aarau muss Millionen nachzahlen

Das Urteil ist für die Vereinsleitung ein Schock: Das Aargauer Obergericht verurteilte den FC Aarau zu einer Zahlung von 1,8 Millionen Franken an den früheren Geschäftspartner MTO Beratung AG.

Millionenbusse: Der FC Aarau wurde zu einer Zahlung in der Höhe von 1,8 Millionen Franken verurteilt.
Millionenbusse: Der FC Aarau wurde zu einer Zahlung in der Höhe von 1,8 Millionen Franken verurteilt.
Keystone

Das Gerichtsverfahren geht auf eine Zusammenarbeit der beiden Parteien im Jahr 2001 zurück, als der FC Aarau in Finanznöten steckte. Die damalige Vereinsleitung übertrug in einer Rettungsaktion die Transferrechte von diversen Junioren an die Zuger Beratungsfirma MTO, die im Gegenzug 2,5 Millionen Franken auf das Konto des FCA überwies. Ohne dieses Geld hätte der damalige Teilnehmer der Super League den Profibetrieb aufgeben müssen. Die Aarauer verpflichteten sich in diesem Vertrag, der Firma MTO jährlich 106'000 Franken «Miete» für die Spieler zu zahlen.

Nach Informationen der «Mittelland Zeitung» gab es schon kurz nach Vertragsabschluss Differenzen zwischen den beiden Parteien. Während die MTO von einem Darlehensvertrag ausging, sprach der FC Aarau von einem Kaufvertrag. Das Bezirksgericht entschied 2007 zugunsten des FC Aarau, verurteilte den Verein aber dennoch zu 300'000 Franken Schadenersatz in Bezug auf die Rechte eines Spielers, über dessen Person der Verein und die MTO Stillschweigen vereinbart haben. Während der FC Aarau die Summe als zu hoch empfand, war die MTO mit der Rechtsauslegung des Gerichts nicht einverstanden. Beide Parteien rekurierten.

Seit 2003 sind der Verein FC Aarau 1902 und die FC Aarau AG, die für den Profibetrieb und das Team Aargau zuständig ist, rechtlich getrennt. Vom Urteil des Obergerichts betroffen ist also nur der Verein, der sich um den Amateurfussball kümmert. Dass dieser 1,8 Millionen Franken aufbringen kann, ist unwahrscheinlich, zumal die Verantwortlichen des Klubs von der anderen Rechtsauslegung des Obergerichts im Vergleich zum Urteil 2007 überrascht wurden. Der FC Aarau wird sich in der nächsten Woche mit seinen Anwälten besprechen. Ein erneutes Weiterziehen des Verfahrens vor Bundesgericht scheint wahrscheinlich.

si

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