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FC Basel wieder mit erfolgreicher Reaktion?

Basel und Zürich stehen in der 16. Runde vor Pflichtaufgaben. Der Meister und Cupsieger gastiert in Neuenburg, während der seit neun Partien ungeschlagene FCZ den FC Sion empfängt.

Präzision: Die FCZ-Spieler Eric Hassli und Onyekachi Okonkwo (rechts) feiern das Tor des Franzosen beim 3:1-Sieg im Hinspiel in Sion.
Präzision: Die FCZ-Spieler Eric Hassli und Onyekachi Okonkwo (rechts) feiern das Tor des Franzosen beim 3:1-Sieg im Hinspiel in Sion.
Keystone

So brutal der FC Basel in der Champions League jeweils seine Limiten aufgedeckt bekommt, so sicher sammelt er in der Meisterschaft seine Punkte ein. Obwohl der FCZ auf aussergewöhnlich starke zwölf Wochen zurückblickt, haben die Basler ihre Leaderposition relativ souverän verteidigt. Nach dem 0:5 in Donezk verlangt Christian Gross, dass die Routiniers Verantwortung übernehmen: «Eine Reaktion ist gefragt.» Bislang kam der einzige verbliebene Schweizer Europacup-Teilnehmer mit der Doppelbelastung gut zurecht. Nach Champions-League-Partien gewann er in Vaduz (2:0), Bellinzona (3:2), im Cup gegen Schötz (1:0) und spielte bei den Grasshoppers Remis.

Maladière verspricht Tore

Wenig deutet darauf hin, dass diese positive Serie in Neuenburg endet - ungeliebter Kunstrasen hin oder her. Xamax mit seinem schwer unter Druck stehenden Trainer Nestor Clausen wartet seit dem 25. Oktober und dem 1:0 gegen Luzern auf den zweiten Heimsieg der Saison. Der damalige Siegestorschütze und Ex-Basler Julio Hernan Rossi fehlt am Sonntag verletzt, gleiches gilt unter anderen auch für Johnny Szlykowicz und Tariq Chihab. Obwohl die Neuenburger Fans zurzeit kein leichtes Los haben, dürfen sie sich über viele Treffer freuen. Nur im Stade de Suisse fielen bislang mehr Tore als auf der Maladière. Und gegen Basel gab es letztmals vor 14 Jahren und 47 Direktbegegnungen ein 0:0. Im Schnitt fielen zwischen Xamax und Basel in den letzten 19 Partien 3,8 Treffer.

Zürich: Wiedersehen mit Sion

Am 24. August begann der FC Zürich in Sitten seine Erfolgsserie. Nach einem 0:1-Rückstand wendeten Silvan Aegerter und Eric Hassli mit ihren Treffern die Partie. Seither ist das Team von Bernard Challandes der Überflieger der Liga: Nur bei seinen ernsthaftesten Konkurrenten um den Meistertitel, in Bern und in Basel, musste es sich mit Unentschieden begnügen. In etwas mehr als drei Monaten erzielten die Zürcher 32 Treffer, buchten 23 Punkte und positionierten sich als Mitfavorit auf den Titel.

Die Partie im Tourbillon kann durchaus als Geburtsstunde des neuen FCZ bezeichnet werden. Nach den vielen Spielerwechseln in der vergangenen Winterpause absolvierte das Team eine schlechte Rückrunde und startete alles andere als berauschend in die aktuelle Spielzeit. Nun sieht alles anders aus. Challandes kann auf die in der letzten Saison beliebten Durchhalteparolen gänzlich verzichten. Vor dem Spiel gegen Sion warnt er davor, übermütig zu werden. Sion sei individuell sehr stark.

Individuelle Stärke attestiert man den Wallisern schon seit anderthalb Jahren. Nur - der Beweis in Form von Resultaten fehlt bislang. Der trainierende Präsident Christian Constantin versuchte in dieser Woche, den Teamgeist mit einer Wanderung zu verbessern. Noch bis Ende Vorrunde gibt sich der Architekt Zeit, seine Mannschaft als Coach genauer unter die Lupe zu nehmen. Eine Lösung für die Rückrunde hat er noch nicht parat. Dem Verband sind derweil die Hände gebunden, weil Uli Stielike - weiterhin offizieller Sittener Coach - krank geschrieben ist.

Sion muss voraussichtlich bis Ende Vorrunde auf Virgil Reset verzichten. Der Franzose zog sich im Training eine Knieverletzung zu, die rund drei Wochen Pause erfordert.

Aufsteigerduell in Bellinzona

Während sich fünf Mannschaften mehr oder weniger sorglos am oberen Teil der Tabelle orientieren können, stecken Xamax, Sion, Luzern, Bellinzona und Vaduz im Abstiegskampf. Die Liechtensteiner, die in den letzten fünf Spielen nur einen Treffer zustande brachten, müssen in Bellinzona punkten, um nicht den Anschluss an den Mitaufsteiger zu verlieren. Mit einem Sieg hätten die Tessiner sechs Punkte Vorsprung auf Vaduz. Schlusslicht Luzern, das nach zwei Siegen in Folge mit dem 1:6 in Bern einen Rückschlag erlitt, gastiert in Zürich bei den Grasshoppers, wo die Innerschweizer letztmals vor über acht Jahren gewannen.

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