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FC Zürich zuhause weiterhin sieglos

Trotz Chancenplus kommt der FCZ im eigenen Stadion gegen Thun nicht über ein 0:0 hinaus und bleibt im Tabellenkeller stecken.

Der FCZ übernimmt in der Startphase sofort das Spieldiktat. Stürmerstar Kerschakow, wie hier gegen Schindelholz, kommt früh zu guten Gelegenheiten.
Der FCZ übernimmt in der Startphase sofort das Spieldiktat. Stürmerstar Kerschakow, wie hier gegen Schindelholz, kommt früh zu guten Gelegenheiten.
Walter Bieri, Keystone
Trotz guten Möglichkeiten fehlt die letzte Konsequenz auf beiden Seiten. Viele Zweikämpe bestimmen in der ersten Halbzeit das Spielgeschehen.
Trotz guten Möglichkeiten fehlt die letzte Konsequenz auf beiden Seiten. Viele Zweikämpe bestimmen in der ersten Halbzeit das Spielgeschehen.
Walter Bieri, Keystone
Trotz Spannung bis in die Schlussminuten fällt kein Tor mehr. Zürich muss sich mit einem 0:0 im eigenen Stadion begnügen und kann sich weiterhin nicht aus dem Tabellenkeller befreien.
Trotz Spannung bis in die Schlussminuten fällt kein Tor mehr. Zürich muss sich mit einem 0:0 im eigenen Stadion begnügen und kann sich weiterhin nicht aus dem Tabellenkeller befreien.
Walter Bieri, Keystone
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Es war unverkennbar, dass der FCZ schon in der ersten Halbzeit die Begeisterung nach dem Sieg im Cup-Halbfinal in Sitten in eine Führung ummünzen wollte. Während sich die Berner Oberländer in praktisch der ganzen Partie passiv verhielten und mit der Ausnahme einer Szene von Sandro Wieser unmittelbar vor der Pause zu keiner Chance kamen, zogen die Zürcher vor allem in der ersten halben Stunde eine Art Powerplay auf.

Hauptdarsteller waren der Dauerläufer Gilles Yapi, über den so gut wie jeder Angriff lief, und der immer stärker werdende russische Routinier Alexander Kerschakow. Erwähnt werden darf auch der oft launische Davide Chiumiento. Erstmals seit seiner Verbannung und seit seiner Begnadigung stand Chiumiento in der Startformation. Er war an vielen guten Aktionen beteiligt, mehr noch als der ebenfalls weitgehend überzeugende Oliver Buff. Dennoch glich der Zürcher Auftritt im ganzen Spiel den Auftritten in vielen anderen Heimspielen dieser Saison, in denen der FCZ trotz grosser Anstrengungen nicht viel herausholte.

Zurück im Liga-Alltag

Der Sieg bei Sion hat die Mannschaft vom Sami Hyypiä nicht über Nacht in eine Mannschaft verwandelt, die wie in früheren Jahren das Geschehen in der Schweiz dominiert. Der FCZ ist, nüchtern betrachtet, vielmehr noch ein Patient im Lazarett der Abstiegskandidaten. Ohne den Wert des Erfolgs im Cup auf null stellen zu wollen, darf man sich fragen, ob das klare Ergebnis im Tourbillon (3:0) nicht mindestens zur Hälfte das Resultat einer miserablen Leistung des FC Sion war.

Für Thuns Trainer Jeff Saibene ging die Rechnung auf. Die Mannschaft hielt sich in praktisch der ganzen Partie so zurückgezogen, dass nur ein Lucky Punch zum Torerfolg hätte führen können. Bei zwei Freistössen und einer grossen Chancen unmittelbar vor der Pause kamen die Berner Oberländer der Führung recht nahe.

Faivre rettet Thun

Nach 80 Minuten hatten die Zürcher die vermutlich beste Chance der Partie. Thuns Goalie Guillaume Faivre wehrte den Kopfball von Innenverteidiger Leonardo Sanchez nach einem tief in den Strafraum getretenen Freistoss mit einem glänzenden Reflex ab.

Für den FCZ hat sich Thun vom anfänglichen Lieblingsgegner in einen Angstgegner verwandelt. Aus den letzten sechs Meisterschaftsspielen gegen Zürich holten die Thuner drei Siege und nunmehr drei Unentschieden. Der 4:1-Sieg des FCZ im Cup-Viertelfinal in Thun vor der Winterpause steht insofern quer in der Landschaft.

Zürich - Thun 0:0

6679 Zuschauer. – SR San.Zürich: Favre; Brunner, Sanchez, Kecojevic; Koch, Yapi, Grgic, Vinicius; Chiumiento (75. Bua), Buff; Kerschakow.Thun: Faivre; Joss, Schindelholz, Bürki, Schirinzi; Ferreira (Glarner), Hediger, Wieser, Rojas (80. Wittwer); Buess, Munsy (72. Rapp).Bemerkungen: Zürich ohne Etoundi, Kukeli, Schönbächler, Kleiber und Alesevic (alle verletzt). Thun ohne Zarate (krank), Lauper (verletzt), Reinmann, Siegfried und Bigler (alle nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 45. Brunner (Foul), 91. Kecojevic (Foul).

SDA/ll/jf

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