Zum Hauptinhalt springen

FCB spaziert ins Champions-League-Playoff

Die Playoff-Teilnahme des FC Basel ist amtlich. Der Schweizer Meister besiegte das harmlose Debrecen eine Woche nach dem 2:0 im Hinspiel vor eigener Kulisse 3:1.

Cagdas lässt sich für sein wegweisendes 1:0 feiern.
Cagdas lässt sich für sein wegweisendes 1:0 feiern.
Keystone

Basel ist derzeit nicht zu stoppen - schon gar nicht von mittelmässigen Kontrahenten. Obschon der Schweizer Titelhalter auch im fünften Spiel der Saison in veränderter Formation antrat, stürmte er problemlos zum fünften Sieg. Alles verlief wunschgemäss, der angeschlagene Topskorer Alex Frei verbrachte (wie geplant) einen geruhsamen Abend auf der Ersatzbank.

In der aktuellen Verfassung hat der FCB nicht allzu viel zu befürchten. Vom dritten Vorstoss ins millionenschwere Business «Champions League» sind die Basler nur noch 180 Minuten entfernt. Mögliche Gegner wie Partizan Belgrad oder Zilina sollten zu schlagen sein - am Freitag blickt die FCB-Gemeinde nach Nyon. Am UEFA- Hauptsitz findet die Playoff-Auslosung statt.

Chipperfields eindrückliches Comeback

Angesichts der komfortablen Ausgangslage befand Thorsten Fink den Moment als günstig und gewährte Scott Chipperfield erstmals seit dessen Rückkehr von der WM in Südafrika wieder einen Einsatz von Beginn weg. Der Australier glänzte beim Comeback wie in seiner Meister-Hausse vor der Sommerpause. Keinen Sprint liess er aus, jedes Kopfballduell suchte der 34-Jährige. Den Energiesparmodus kennt Chipperfield ohnehin nicht.

Zweimal verfehlte der Rückkehrer das Ziel mit dem Kopf, beim dritten Anlauf zahlte sich sein Einsatz hingegen aus. Sein hartes, aber wohl reguläres Rencontre mit dem Keeper von Debrecen öffnete Huggel den Raum zum Kopfball an die Latte; den Abpraller schob der aufgerückte Verteidiger Cagdas problemlos und unbedrängt über die Torlinie.

Das 2:0 markierte Chipperfield gleich selber. Auch er profitierte dabei von einer Kopfballvorlage Huggels. Den Rest erledigte der Mann aus Down Under in seiner bekannt rustikalen Art: Ohne Rücksicht auf Verluste und mit der Wucht seiner goldenen Tage bezwang er den hilflosen Goalie Istvan Verpecz erneut. Ein paar Minuten später erhöhte Shaqiri nach einer Tanzeinlage mitten in der orientierungslosen Debrecen-Abwehr auf 3:0.

Basler Soloprogramm

Die Zäsur kam nicht ohne Vorwarnung. Der Ball zirkulierte fast ausnahmslos in den Reihen der Bebbi. Die erneut im defensiven 4-1-4- 1-System gruppierten Osteuropäer riskierten wenig bis nichts. Ihnen fehlte schlicht das Format für einen mutigeren Auftritt - oder, je nach Sichtweise, der FCB besitzt die Klasse, einen international zweitklassigen Herausforderer nach Belieben dominieren zu können.

Basel bestritt im Prinzip ein Soloprogramm. Die Unterhaltung war früh gut. Tembo, der bullige und tricksende Internationale von Sambia, erzeugte Tempo und produzierte gute Szenen. Shaqiri (3.) und Chipperfield (8.) verpassten seine Pässe nur um Haaresbreite. Zoua scheiterte nach einem Konter am Pfosten (34.).

Aus der Optik der Ungarn fiel das Verdikt gemessen an der FCB- Chancenflut noch glimpflich aus. Wenig fehlte und der Champions- League-Teilnehmer der letzten Saison wäre in Rheinnähe gnadenlos untergangen.

Zwei Schwalben - mehr nicht

Als der Notstand an Ideen im Team der Ungarn endgültig ausgebrochen war, griffen die Gäste in ihrer Verzweiflung zum unfairen Stilmittel «Schwalbe». Aber selbst in dieser Sparte stellten sie sich derart ungeschickt an, dass der Schiedsrichter nicht einmal ansatzweise auf ihr schon fast lächerliches Begehren nach einem Penalty eintrat.

Viel mehr hatte der Dominator der ungarischen Klubfussball-Szene im St. Jakob-Park vor über 17'000 Zuschauern nicht zu bieten. Selbst für das Tor nach einem eher zufälligen Handspenalty benötigte Coulibaly einen Nachschuss, nachdem FCB-Keeper Costanzo zunächst glänzend abgewehrt hatte.

Si

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch