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FCZ: Defizit aus Tradition

Der Fehlbetrag des Stadtclubs für das Geschäftsjahr 2013 beträgt satte 3,9 Millionen Franken. Um die finanzielle Basis zu stärken, sollen erneut Transfers bevorschusst werden.

FCZ-Präsident Ancillo Canepa ist nach dem verlustreichen Jahr einmal mehr gefordert.
FCZ-Präsident Ancillo Canepa ist nach dem verlustreichen Jahr einmal mehr gefordert.
Keystone

Geht es allein nach dem Umsatz, ist der FC Zürich viermal kleiner als der FC ­Basel. In seinem letzten Geschäftsjahr nahm er 21,8 Millionen Franken ein, im Vergleich zu den fast 90 Millionen, die der Serienmeister inzwischen umsetzt. Der FCZ gab 22,7 Millionen aus und wies damit ein Betriebsdefizit von 0,9 Millionen aus. Das wuchs sich nach Abschreibungen auf Spielerwerten und Einrichtungen zu einem Gesamtverlust von 3,9 Millionen aus. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von schlecht zu weniger schlecht. Da hatte das Minus 10 Millionen betragen und konnte nur dank eines Sanierungsbeitrages von 8,9 Millionen drastisch reduziert werden.

Präsident Ancillo Canepa führt in ­seinen Informationen zur Generalversammlung vom 19. Mai etliche Gründe auf, warum der FCZ erneut negative Zahlen präsentiert: sportlicher Misserfolg, rückläufige Zuschauerzahlen, weniger verkaufte Saisonkarten, Rückgang des Merchandising-Umsatzes, kaum Einnahmen aus dem Europacup, ungünstige Rahmenbedingungen im Letzigrund. Um die finanzielle Basis zu stärken, schreibt Canepa, seien wieder ­zukünftige Transfers mit 4,5 Millionen bevorschusst und Kapitalerhöhungen von 4,4 Millionen durchgeführt worden.

Heliane Canepa wohl bald im Verwaltungsrat

Für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 sind weitere Kapitalerhöhungen geplant, von 5 und 4 Millionen. In anderen Worten heisst das, dass vor allem Hauptaktionär Canepa und seine Frau ­Heliane, die neu in den Verwaltungsrat gewählt werden soll, für neue Geldmittel besorgt sein müssen.

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