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FCZ kämpft gegen historischen Rückstand

So steil wie vor dem 229. Derby am Samstag war das Gefälle zwischen den Grasshoppers und dem FC Zürich nach acht Runden seit zehn Jahren nicht mehr. FCZ-Trainer Rolf Fringer demonstriert dennoch Selbstbewusstsein.

Vorwärts: FCZ-Trainer Rolf Fringer weist die Richtung für das Derby gegen GC.
Vorwärts: FCZ-Trainer Rolf Fringer weist die Richtung für das Derby gegen GC.
Keystone

«Ein Derby ist nie ein normales Spiel. Man spürt, dass alle auf dieses Spiel hinfiebern», sagt FCZ-Trainer Rolf Fringer vor dem Duell mit den erstarkten Grasshoppers. Diesmal ist das Derby für den FCZ aber noch ein Stück weniger normal, liegt die vermeintliche Nummer 1 in der Stadt nach acht Runden doch bereits acht Punkte hinter dem Erzrivalen. Im Fall einer Niederlage wären es elf – so etwas gab es seit der Jahrtausendwende zu einem so frühen Zeitpunkt der Saison noch nie. 2002/03 trennten die beiden Zürcher Clubs nach neun Runden neun Zähler, der FCZ (Platz 4/15 Punkte) war aber weit besser als heute, während GC einen Traumstart (Platz 1/24 Punkte) hingelegt hatte.

Fringer sieht trotz der brisanten Tabellenkonstellation keinen Grund zur Beunruhigung. «GC ist in der Tabelle vor uns, mit dieser Momentaufnahme müssen wir derzeit leben. Ich bin aber überzeugt, dass wir uns auch wieder steigern werden», so der Chefcoach an der Derby-Medienkonferenz des FCZ. «In einem Derby kommt es nicht darauf an, wer Favorit ist. Es ist ein Spiel unabhängig von der Tabellensituation, auch wenn GC momentan etwas in der komfortableren Situation ist als wir.»

Ist GC gar ein Meisterkandidat?

«Die Grasshoppers hätten in der Sommerpause gute Transfers getätigt, das habe der Mannschaft Stabilität verliehen», lobt Fringer die Arbeit beim Rekordmeister. Von seinen Spielern erwartet er einen mutigen und offensiven Auftritt: «Wir müssen ein gutes Spiel abliefern, um die Partie für uns zu entscheiden, was natürlich unser klares Ziel ist. Ich erwarte ein intensives Spiel mit zahlreichen Zweikämpfen, das beiden Mannschaften viel abverlangen wird. Wir freuen uns auf diese Herausforderung.»

GC spielt im ersten Derby der Saison in Grün – der Farbe seines Wappentiers und der Hoffnung darauf, dass die derzeitigen Machtverhältnisse nicht nur eine Momentaufnahme sind. Lausannes Trainer Laurent Roussey ernannte die Grasshoppers nach deren 2:0-Sieg auf der Pontaise vor drei Wochen sogar schon zum Meisterschaftsanwärter. «Wir haben gegen einen Titelkandidaten verloren», sagte der Franzose. GC-Trainer Uli Forte wehrt sich aber gegen überzogene Erwartungen. Man dürfe nicht vergessen, wo der Club vor einem Jahr gestanden habe. Damals waren die Grasshoppers mit sieben Punkten aus neun Partien Zweitletzter.

GC kann wieder auf Gashi zählen

Forte kann am Samstag erstmals seit sechs Wochen wieder auf Shkelzen Gashi zählen. Gashi, der seine Syndesmodeband-Verletzung überstanden hat, trainiert seit Mittwoch wieder mit. «Er hat einen hervorragenden Eindruck hinterlassen», so der Coach.

Die Statistik der vergangenen Jahre spricht gegen GC. Seit 2003 hat der FCZ gegen keines von 17 Heim-Derbys mehr verloren und dabei 15 Siege eingefahren. Die Grasshoppers hatten vor der Länderspielpause dafür einen Lauf in der Super League und gewannen viermal in Folge zu null. Ihre letzte Niederlage datiert vom 15. Juli – in der ersten Meisterschaftsrunde hiess es gegen den FC Sion 0:2.

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