Edelfan Federer bringt dem FCB kein Glück

Im St. Jakob-Park weilt ein bekanntes Gesicht: Roger Federer. Sein Lieblingsclub muss sich gegen Xamax mit einem Remis begnügen.

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Diese Chance liess sich Roger Federer nicht entgehen: Nach der Pressekonferenz in der St. Jakobshalle machte sich der FCB-Fan auf in den St. Jakob-Park. Der Schweizer Tennis-Star schaute sich die Super-League-Partie seines Lieblingsclubs gegen Aufsteiger Neuchâtel Xamax an (1:1).

Während Coach Severin Lüthi in einer Jeansjacke auf der Tribüne Platz nahm, packte sich Federer richtig gut ein. Der 37-Jährige entschied sich für einen Pulli mit Kragen und eine dicke Jacke. Nicht auszudenken, die Schlagzeilen, wenn sich der Titelverteidiger und Lokalmatador zwei Tage vor seinem ersten Auftritt bei seinem Heimturnier eine Erkältung einfangen würde. Federer greift am Dienstag ins Geschehen ein. Der achtfache Basel-Sieger trifft auf den Serben Filip Krajinovic (ATP 34).

Nuzzolo war der beste Akteur auf dem Platz

Der beste Mann des Spiels wurde im Juli 35 Jahre alt und heisst Raphaël Nuzzolo. Der Torschützenkönig der letzten Saison in der Challenge League ist auch im Oberhaus einer der besten und gefährlichsten Skorer. In drei drei vier wichtigsten Szenen des Spiels stand der Routinier im Mittelpunkt. Nach 20 Minuten hatte er das Führungstor für die Gäste auf dem Fuss. Er liess im Strafraum Silvan Widmer im Strafraum aussteigen und zwang Goalie Martin Hansen mit einem Drehschuss zu einer Glanzparade.

Es stand immer noch 0:0, als dem Schiedsrichter Nikolaj Hänni ein eindeutiges Foul von Eray Cömert an Nuzzolo im Fünfmeterraum der Basler entging. Ein Penaltypfiff wäre zwingend gewesen. Zu Hännis Entlastung muss gesagt sein, dass das Foul vermutlich schwierig zu erkennen war. Aber die Fernsehbilder liessen keine Zweifel offen.

Nach 52 Minuten schliesslich erzielte Nuzzolo in der Manier eines Topstürmers den Ausgleich zum 1:1. Er verwertete mit dem Rücken zum Ball eine abgelenkte hohe Hereingabe von Janick Kamber mit einem Ausfallschritt.

Widmer legt für Ajeti auf

Dass sich drei der vier wichtigsten Szenen im Basler Strafraum abspielten, schmeichelt den Baslern nicht. Und es nährt weitere Zweifel, dass dem Serienmeister eine Aufholjagd auf den Meister YB schon bald gelingen könnte. Von dem Elan, den der 3:1-Sieg in St. Gallen den Baslern hätte einbringen können, war während der ganzen Partie nichts zu sehen. Sie hatten mehr Spielanteile und mehr halbbatzige Chancen.

In der aus ihrer Sicht schwächeren zweiten Halbzeit wirkten die Basler zeitweise hilflos. Das einzige Zählbare war das Kopfballtor von Albian Ajeti nach 40 Minuten nach einer angeschnittenen Flanke von Silvan Widmer.

Basel - Neuchâtel Xamax 1:1 (1:0)

24'605 Zuschauer. - SR Hänni. - Tore: 40. Ajeti (Widmer) 1:0. 52. Nuzzolo (Kamber) 1:1.

Basel: Hansen; Widmer, Cömert, Xhaka, Riveros; Frei, Serey Die (60. Pululu); Van Wolfswinkel (73. Kalulu), Zuffi, Bua (67. Oberlin); Ajeti.

Neuchâtel Xamax: Walthert; Tréand, Gomes, Oss, Huyghebaert, Kamber; Cicek (61. Veloso), Di Nardo (90. Ramizi), Pickel; Doudin; Nuzzolo (95. Corbaz).

Bemerkungen: Basel ohne Campo, Balanta, Okafor, Omlin, Stocker, Suchy und Zambrano (alle verletzt). Neuchâtel Xamax ohne Djuric, Le Pogam, Santana, Sejmenovic, Ademi und Fejzullahu (alle verletzt). Verwarnungen: 42. Frei (Foul), 58. Doudin (Foul), 74. Kamber (Foul), 79. Di Nardo (Foul), 86. Pickel (Spielverzögerung), 88. Walthert (Spielverzögerung).

(sda/als)

Erstellt: 21.10.2018, 17:31 Uhr

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