«Federer ist auf Rasen einfach der Beste»

Federer oder Nadal? Frühere Tennisgrössen sagen, wen sie im Wimbledon-Halbfinalduell favorisieren – und warum.

Am Freitag duellieren sich Rafael Nadal und Roger Federer zum 40. Mal. Wer schafft den Einzug in den Final von Wimbledon? (Bild: Julien de Rosa)

Am Freitag duellieren sich Rafael Nadal und Roger Federer zum 40. Mal. Wer schafft den Einzug in den Final von Wimbledon? (Bild: Julien de Rosa)

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Henri Leconte:
«Roger muss voll attackieren»
«Ich setze auf Roger. Ganz einfach, weil ich ein grosser Fan von ihm bin. Er muss voll attackieren und sehr, sehr gut aufschlagen. Und er darf sich nicht zu sehr in lange Ballwechsel verwickeln lassen. Was mich aber verblüfft: Wie unglaublich langsam der Rasen in diesem Jahr ist. Das kommt Rafa schon entgegen.»

Patrick McEnroe:
«Nadal serviert gut wie nie»
«Ich tippte schon vor dem Turnier auf Djokovic als Sieger. Dabei bleibe ich. Als seinen Finalgegner erwarte ich Nadal. Die beiden gewinnen ihre Partien einfacher als je zuvor. Ich habe Nadal hier in der ersten Woche noch nie so gut spielen sehen. Er schlägt den Ball grossartig und serviert so gut wie noch nie auf diesem Belag.»

Fernando Gonzalez:
«Geschaffen für Rasen»
«Ich denke nicht, dass der Paris-Halbfinal einen Einfluss hat auf diese Partie. Hier ist Wimbledon, da ist vieles anders. Natürlich, Rafa hat zuletzt viele Siege ­gesammelt, sein Selbstvertrauen stimmt. Aber Roger ist geschaffen für Rasen mit seinem kreativen Spiel und seiner Improvisations­gabe. Ich tippe auf ihn.»


Video: Die Highlights des Finals von 2008

Roger Federer verlor vor elf Jahren das letzte Duell in Wimbledon gegen Nadal: Fast fünf Stunden dauerte damals das Endspiel. (Video: Tamedia)


Max Mirnyi:
«Das ist unbezahlbar!»
«Nach den Spielen gegen Berrettini und Nishikori muss man Federer favorisieren. Er ist so geschmeidig, auf Rasen einfach der Beste. Er überrascht nicht nur Fans und die Medien, sondern auch uns Spieler. Wir erleben die aufregendste Zeit des Männertennis. Zu sehen, wie sich Federer, Nadal und Djokovic pushen, ist unbezahlbar!»

Mark Philippoussis:
«Spielen wie in Australien»
«Auf Rasen fühlt sich Roger wohler als Rafa. Er muss variieren, immer mal wieder ans Netz vor­rücken und die Rückhand früh nehmen, wie im Final des Australian Open vor zwei Jahren. Der Schlüssel ist, dass er Rafa überrascht, ihn nicht in den Rhythmus kommen lässt. Aber das ist einfacher gesagt als getan.»

Resultate und News zum Turnier in Wimbledon finden Sie im Liveticker.

(rst/sg)

Erstellt: 12.07.2019, 09:23 Uhr

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